Update vom 15. März 2024: Neuzugang im Motorenportfolio des überarbeiteten Skoda Octavia: Der wahlweise 85 kW (115 PS) oder 110 kW (150 PS) starke Vierzylinder 1,5 TSI steht nun zusätzlich auch mit Mild-Hybridtechnologie zur Wahl. Skoda kombiniert ihn dabei serienmäßig mit einem 7-Gang-Direktschaltgetriebe (DSG).

Der Einstiegspreis des neuen 1,5 TSI mHEV mit 85 kW (115 PS) beträgt für den Octavia Selection 33.330 Euro, der Octavia Combi Selection startet bei 34.030 Euro. Mit der 110-kW-Variante (150 PS) kostet der Octavia Selection 36.000 Euro, die Kombiversion liegt bei 36.700 Euro. Für die Sportline-Ausstattung bietet Škoda den Mild-Hybridantrieb automatisch in Verbindung mit der stärkeren Leistungsstufe an. In Kombination mit dem 1,5 TSI mHEV 110 kW (150 PS) gibt es den Octavia Sportline ab 40.660 Euro, der Octavia Combi Sportline steht ab 41.460 Euro bereit.

Bildergalerie: Skoda Octavia (2024)

Update vom 4. März 2024: Inzwischen sind auch die Preise des überarbeiteten Skoda Octavia auf dem deutschen Markt bekannt. Die Limousine startet bei 30.730 Euro, der Combi bei 31.430 Euro.

Im Gegenzug gibt es den 1.5 TSI mit 115 PS Leistung und 6-Gang-Schaltgetriebe. Uni-Umsonstfarbe ist das recht markante Energy-Blau, Metallic kostet 660 Euro Aufpreis. Die Grundversion weist serienmäßig 17-Zoll-Leichtmetallfelgen auf. Inklusive sind bei "Selection", so der offizielle Name der Basisausstattung auch eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik, Parkpiepser vorne und hinten, das "Digital Cockpit Plus" sowie ein Infotainment-System mit 10-Zoll-Bildschirm.

Mehr als 7.000 Euro teurer ist die Sportline-Ausstattung. Weitere Ausstattungslinien und Motoren-Getriebe-Kombinationen dürften aber im Laufe des Jahres 2024 das Programm ergänzen.

Skoda Octavia RS Combi (2024)

Skoda Octavia RS Combi (2024)

Zum Start bleibt die Antriebspalette beim neuen Octavia noch überschaubar: Der stärkere 1.5 TSI mit 150 PS kostet mindestens 33.400 Euro, auch er wird von Hand geschaltet. Im 2.0 TDI (ab 37.730 Euro) mit 150 PS ist ein 7-Gang-DSG serienmäßig. Der Combi kostet stets 700 Euro mehr. 

Seit 1996 hat sich der Skoda Octavia der Neuzeit bislang 7,15 Millionen Mal verkauft – damit rangiert der Octavia unter den zehn meistverkauften Baureihen in Europa und bildet eine tragende Säule in der Skoda-Modellpalette. Mit den kumulierten Verkaufszahlen von Limousine und Kombi gilt die Octavia-Familie als meistverkauftes Kompaktmodell in den 27 EU-Mitgliedstaaten. Plus Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz.

In Deutschland, dem größten Einzelmarkt von Skoda, belegt der Octavia seit vielen Jahren Platz eins als meistverkauftes Importmodell. Und auch bei Polizeieinheiten erfreut er sich in vielen Ländern großer Beliebtheit. Etwa in Frankreich, Italien, Kosovo, Kroatien, Marokko, Österreich und dem Vereinigten Königreich. Nun spendiert man der vierten Generation des Octavia ein umfassendes Facelift. Hier im Vergleich das bisherige Modell (links) und die neue Version (rechts):

Skoda Octavia Combi 2.0 TDI (2023) im Test
Skoda Octavia Combi (2024)

Design und Abmessungen

Hinsichtlich der großen Modellpflege folgt der Skoda Octavia dem technischen verwandten VW Golf 8. Auch die anderen Mitglieder der kompakten MQB-Familie des Volkswagen-Konzerns werden folgen, also Seat/Cupra Leon und Audi A3.

Doch zurück zum Octavia: Er steht weiterhin als Fließhecklimousine und Kombiversion zur Verfügung. Die optischen Änderungen werden vor allem durch den überarbeiteten Kühlergrill und die neuen Matrix-LED-Scheinwerfer der zweiten Generation geprägt. Eine "nachgeschärfte Frontansicht", wie es Skoda selbst ausdrückt.

Die Aufwertung umfasst unter anderem neu gestaltete vordere und hintere Stoßfänger sowie den modifizierten Grill. Ebenfalls neu sind die genannten Scheinwerfer, überarbeitete LED-Heckleuchten mit animierten Blinkern sowie zahlreiche neue Leichtmetallfelgen. Die neue Angebotsstruktur besteht fortan aus den vier Ausstattungslinien "Essence", "Selection", "Sportline" und "RS" sowie neun Design Selections für den Innenraum.

Durch ihre Überarbeitung legen beide Karosserieversionen um neun Millimeter Länge zu und messen jetzt 4.698 Millimeter. Untere Lufteinlässe, Air Curtains und die Übergänge der Frontschürze zu den vorderen Radhausverkleidungen hat Skoda so modifiziert, dass der Octavia jetzt noch dynamischer wirken soll. Darüber hinaus stimmten die Designer die Seiten des Grills auf die Höhe der neuen Hauptscheinwerfer ab.

Skoda Octavia Combi (2024)
Skoda Octavia Sportline (2024)
Skoda Octavia (2024) und Skoda Octavia Combi RS (2024)

Die Farbpalette des Octavia enthält drei Unifarben und sieben Metallictöne. Exklusiv für Octavia Sportline und RS nimmt Skoda das knallige "Mamba-Grün" ins Programm, während das ebenfalls auffällige "Phoenix-Orange" ausschließlich für den Octavia Combi verfügbar ist.

Innenraum

Für den Innenraum des aufgewerteten Octavia bietet Skoda fortan neun sogenannte "Design Selections" an, die sich alle durch den verstärkten Einsatz nachhaltiger Materialien auszeichnen. Erstmals kann die Kundschaft für diese Modellreihe ein zentrales Infotainmentdisplay im 13-Zoll-Format ordern. Serienmäßig ist ein zentrales, freistehendes 10-Zoll-Infotainmentdisplay in Kombination mit dem 10 Zoll großen Digital Cockpit. Zu einem späteren Zeitpunkt integriert Skoda einen KI-basierten Chatbot von ChatGPT in die digitale Sprachassistentin Laura.

Skoda Octavia (2024)
Skoda Octavia Combi (2024)

In allen Ausführungen des Octavia gehört fortan die Zweizonen-Climatronic zum serienmäßigen Lieferumfang. Mit der umfassenden Modellaufwertung ziehen auch neue Simply Clever-Features in den Octavia ein. So erhält die Kombiversion auf Wunsch eine Gepäckraumabdeckung, die sich automatisch einrollt, um den Zugang zum Kofferraum zu erleichtern. Die Fondpassagiere können Taschen, Becher, Flaschen und andere Gegenstände jetzt in einem eigenen Ablagefach unterbringen.

Motoren/Antriebe

Für den überarbeiteten Octavia bietet Skoda eine Palette von vier weiterentwickelten Vierzylindermotoren an – je zwei Benzin- und Dieselaggregate. Sie decken ein Leistungsspektrum von 85 kW (115 PS) der beiden Einstiegsmotorisierungen bis hin zu 195 kW (265 PS) im Octavia RS ab. Die Markteinführung des 2.0 TSI mit 150 kW (204 PS) und serienmäßigem Allradantrieb steht für einen späteren Zeitpunkt auf dem Programm.

Den Einstieg in die Antriebspalette des modernisierten Octavia markieren ein 1,5 Liter großer TSI-Benzinmotor und ein 2.0 TDI-Dieselaggregat. Beide leisten 85 kW (115 PS) und sind mit einem 6-Gang-Schaltgetriebe gekoppelt. Wie der 110 kW (150 PS) starke 1.5 TSI tritt der Basisbenziner optional auch mit DSG und Mild-Hybridtechnologie an. Der Topbenziner im Octavia RS weist mit 195 kW (265 PS) jetzt sogar eine um 15 kW (20 PS) höhere Leistung auf als bislang. Einen detaillierten Einblick in die Veränderungen des RS-Modells gibt's hier.

Hier das Motorenangebot in der Übersicht:

Skoda Octavia (2024) Leistung Drehmoment (Nm) Antrieb Getriebe
1.5 TSI 85 kW (115 PS) 220 Front 6-Gang manuell
1.5 TSI mHEV 85 kW (115 PS) 220 Front 7-Gang-DSG
1.5 TSI 110 kW (150 PS) 250 Front 6-Gang manuell
1.5 TSI mHEV 110 kW (150 PS) 250 Front 7-Gang-DSG
2.0 TSI (ab 2025) 150 kW (204 PS) 320 Allrad 7-Gang-DSG
2.0 TSI (RS) 195 kW (265 PS) 370 Front 7-Gang-DSG
2.0 TDI 85 kW (115 PS) 300 Front 6-Gang manuell
2.0 TDI 110 kW (150 PS) 360 Front 7-Gang-DSG

Preise

Zu den künftigen Preisen des Skoda Octavia und Octavia Combi äußert sich der Hersteller noch nicht. Bislang starteten diese in Deutschland bei 30.960 Euro (1.5 TSI ACT Limousine) und 31.990 Euro (2.0 TDI Limousine), der Combi war stets 700 Euro teurer. Auch hinsichtlich des Marktstarts hält man sich noch bedeckt.

Wenn man sich einen Octavia mit besonders sportlichem Flair wünscht, hat man unterhalb der Topversion RS eine Alternative zur Wahl. Bei den Sportline-Modellen kombiniert Skoda zentrale Elemente der RS-Optik mit drei zur Verfügung stehenden Motorvarianten: dem 1,5 TSI mit 110 kW (150 PS), dem 2,0 TSI mit 150 kW (204 PS) und Allradantrieb sowie dem 2,0 TDI-Diesel mit 110 kW (150 PS).

Das Sportfahrwerk mit um 15 Millimeter verringerter Bodenfreiheit und die Progressivlenkung gehören dabei zur Standardausstattung. Der Rahmen des Kühlergrills, die Fensterrahmen und die Außenspiegelkappen sind beim Octavia Sportline in glänzendem Schwarz ausgeführt. Hinzu kommen dunkel getönte hintere Seitenscheiben und Heckfenster (Sunset).

Konkurrenten

Natürlich sind hier zunächst die konzerninternen VW Golf Variant und Seat/Cupra Leon ST zu nennen. Ähnlich großformatig sind auch der Opel Astra Sports Tourer und der Ford Focus Turnier. Das Fließheck des Skoda Octavia steht sogar recht einzigartig dar, zumindest in der Größe ist es vergleichbar mit den Limousinen Audi A4 oder BMW 3er, die beide aber einen Premium-Anspruch verfolgen, was Motoren und Preise betrifft. Hausintern schließlich rangiert über dem Octavia der neue Skoda Superb. Auch ihn gibt es als Limousine und Combi.