Neues Kompakt-SUV VW T-Roc im Test

Woran liegt es eigentlich, dass Marketingleute kleine, bunte SUVs wie den VW T-Roc so gerne als ,urban" bezeichnen? Sind Landbewohner rückständige Hinterwäldler, die nur langweilige, dunkelblaue Jettas fahren und zu konservativ sind für Bicolorlacke und Farben wie Kurkumagelb? Wohl kaum. Aber lassen wir das. Fragen wir lieber, was urban ist an dem neuen Kompakt-SUV von VW, oder für wen oder was sich der T-Roc eignet. Wir haben den Neuling getestet.

Zum Anfang drei Motorisierungen
Eine kleine Krise bekomme ich, als ich die Motorisierung für die Testfahrt wählen soll: Zur Verfügung stehen ein 150-PS-Diesel und ein 190-PS-Turbobenziner, beide mit Allradantrieb und DSG. Beides erscheint mir wenig urban, denn Allradantrieb oder 190 PS braucht man in der Stadt nicht. Und ein Diesel ist eher ideal für lange Autobahnfahrten als für den Stadtverkehr. Die dritte ab Start angebotene Motorisierung, ein 1.0 TSI mit 115 PS, hätte wohl deutlich besser gepasst. Aber vielleicht heißt ja ,urban" auch, dass der T-Roc ein Auto für Stadtbewohner ist, die am Freitagabend gern schnell aus der Stadt ins Grüne brausen? Egal, ich wähle den Benziner und fahre los.

Gute Lenkung, aber kein Wow-Effekt durch die 190 PS
Schon im Parkhaus fällt mir die Progressivlenkung positiv auf – sie erleichtert bei der gefahrenen Ausstattung "Sport" serienmäßig die Kurbelarbeit. Auf den kurvigen und hügeligen Strecken rund um Lissabon fehlt es mir mit dem 190-PS-Turbo weder an Drehmoment (320 Newtonmeter) noch an Leis...