Home
News
VW präsentiert neuen Vollhybrid für Golf und T-Roc
Jetzt gibt es ausführliche Details zur Technik des für die Marke ungewohnten Antriebs

Bild von: Volkswagen
Roland Hildebrandt 
Von: Roland Hildebrandt
23. Apr. um 14:50 Uhr
Als bevorzugte Quelle Motor1.com auf Google hinzufügen
- (https://twitter.com/intent/tweet?url=https%3A%2F%2Fde.motor1.com%2Fnews%2F793848%2Fvw-neuer-vollhybrid-golf-troc%2F&text=VW%20pr%C3%A4sentiert%20neuen%20Vollhybrid%20f%C3%BCr%20Golf%20und%20T-Roc&via=Motor1DE)
- Kopie
Teilen
Bislang verbindet man Vollhybride meist mit Toyota. VW hatte zwar vor langer Zeit mal einen Jetta Hybrid im Programm, doch dieser blieb eine Ausnahme zugunsten der Diesel. Doch inzwischen wird der Selbstzünder selbst in Wolfsburg immer rarer. Der T-Roc verzichtet sogar ganz auf Diesel.
Die Alternative von Volkswagen ist ein neuer Vollhybridantrieb. Er verbindet das temporär elektrische Fahren mit hoher Effizienz und großer Reichweite. Der neue Antrieb soll ab dem vierten Quartal des Jahres im Golf Hybrid und T-Roc Hybrid zum Einsatz kommen. Auf Ladekabel und eine Ladeinfrastruktur sind die neuen Hybridmodelle nicht angewiesen: Die Energie für die elektrischen Antriebsphasen wird an Bord dieser Volkswagen per Rekuperation sowie Turbobenziner in Verbindung mit einem Generator gewonnen.
Bildergalerie: VW Golf und VW T-Roc als Vollhybrid (2026)

3

Quelle: Volkswagen
Das neue Vollhybridsystem wird künftig in zwei Leistungsstufen angeboten und bietet gegenüber einem Mild-Hybridantrieb einen reduzierten Kraftstoffverbrauch. Die Details des neuen Antriebs präsentiert Volkswagen im Rahmen des "Internationalen Wiener Motorensymposiums" (22. bis 24. April 2026) in Österreichs Hauptstadt.
Der Vollhybrid bietet laut VW zahlreiche Vorteile: Im Vergleich zu einem einfacheren Mild-Hybrid ermöglicht er einen höheren elektrischen Fahranteil und damit niedrigere Emissions- und Verbrauchswerte sowie reduzierte Kraftstoffkosten. Gegenüber einem extern aufladbaren Plug-in-Hybridantrieb ist der Vollhybrid indes in der Anschaffung günstiger; zudem benötigt er keine Ladeinfrastruktur.
Beispiel Golf: Das neue Hybridsystem ist an der Bezeichnung "Hybrid" zu erkennen und schließt hier die Lücke zwischen dem Mild-Hybrid, der als "eTSI" bereits erhältlich ist, und den Plug-in-Hybriden. Diese sind im Golf bestellbar unter dem Label "eHybrid" oder als sportlicher GTE. Volkswagen nutzt damit ein nochmals breiteres Spektrum elektrifizierter Antriebe, um ergänzend zu den rein elektrischen ID.-Modellen für jedes Einsatzszenario und die für jeden Kunden passende Antriebslösung anbieten zu können.

VW Golf und VW T-Roc als Vollhybrid (2026)
Bild von: Volkswagen
Der neue Hybridantrieb treibt die Vorderachse an. Er besteht im Wesentlichen aus dem Hybridmodul, dem Turbobenziner (TSI) und der Lithium-Ionen-Batterie. Das Hybridmodul beinhaltet unter anderem eine E-Maschine als Antriebsmotor, eine zweite E-Maschine als Generator, eine Leistungselektronik, ein Differenzial und 1-Gang-Getriebe sowie eine elektronisch gesteuerte Lamellenkupplung samt eigener Steuereinheit, über die der TSI in den Antriebsstrang ein- und ausgekoppelt wird.
Ebenfalls in den Vorderwagen integriert: ein elektrischer Klimakompressor und ein elektrischer Bremskraftverstärker (eBKV). Die auf den Hybridantrieb zugeschnittene Hochvoltbatterie mit NMC-Zellen und einer in HEV-Fahrzeugen üblichen Kapazität von 1,6 kWh (brutto) wird sowohl beim Golf als auch T-Roc im Heckbereich in den Fahrzeugboden integriert.
Das Zusammenspiel des Turbobenziners (1.5 TSI evo2), der zwei E-Maschinen und der Hochvoltbatterie – wurde von Volkswagen so konzipiert, dass eine gute Balance aus Effizienz, Dynamik und Komfort entstehen soll. Die für den Antrieb zuständige E-Maschine ersetzt oder unterstützt den Turbobenziner dabei in all jenen Phasen, in denen sie ein Plus an Effizienz bietet. Zum Beispiel beim Anfahren, bei niedrigen Geschwindigkeiten und damit Stadtverkehr sind der Golf Hybrid und T-Roc Hybrid deshalb häufig rein elektrisch und infolgedessen sehr leise unterwegs.

Erster Vollhybrid-Versuch: VW Jetta Hybrid (2013-2016)
Bild von: Volkswagen
Generell bietet der Antrieb drei Betriebsmodi, die vom Fahrzeug automatisch je nach Einsatzprofil aktiviert werden:
Antrieb per E-Maschine – Fahren bei niedrigen Geschwindigkeiten allein per
E-Maschine, der TSI ist abgeschaltet.
Serieller Antrieb – E-Maschine plus Generator: Fahren per E-Maschine. Der TSI ist aktiv aber abgekoppelt, um in einem optimalen Betriebsfenster über einen Generator Energie für die E-Maschine zu erzeugen und damit die elektrische Reichweite zu verlängern.
Paralleler Antrieb – Benziner und E-Maschine – der TSI ist ab ca. 60 km/h auf Landstraßen und Autobahnen als primärer Antrieb aktiv; die E-Maschine unterstützt den Turbomotor, etwa als Booster beim Beschleunigen.
Der Fahrer wird an Bord des neuen Golf Hybrid und T-Roc Hybrid zwischen drei Fahrprofilen wählen können: "Eco", "Comfort" und "Sport". Im Fahrprofil "Eco" wird die maximale Systemleistung auf 70 Prozent begrenzt und die Boost-Funktion deaktiviert, um den Energieverbrauch zu reduzieren. Das Profil "Comfort" verzichtet auf die Begrenzung der Systemleistung und erlaubt das Boosten. Im Fahrprofil "Sport" wird die sportliche Ausprägung dadurch erreicht, dass der Antrieb früher in den seriellen Betrieb wechselt und damit schnell die volle Leistung zur Verfügung steht.
VW Golf und T-Roc im Test:
Tatsächlicher Verbrauch: VW Golf 2.0 TDI (2026) im Test
VW T-Roc (2025) im ersten Test: Endlich erwachsen
Diesen Artikel teilen
- (https://twitter.com/intent/tweet?url=https%3A%2F%2Fde.motor1.com%2Fnews%2F793848%2Fvw-neuer-vollhybrid-golf-troc%2F&text=VW%20pr%C3%A4sentiert%20neuen%20Vollhybrid%20f%C3%BCr%20Golf%20und%20T-Roc&via=Motor1DE)
- Kopie
Meistgelesen

Carado CV600 Pro (2026) im Test: Reichen sechs Meter für drei Wochen Familienurlaub mit Hund?

Royal Enfield Classic 650: Edles, streng limitiertes Sondermodell zum Geburtstag

Dacia Striker: Das kostet der Günstig-Kombi und so sieht das Basismodell aus

Porsche baut keinen elektrischen Supersportwagen, weil keine Nachfrage besteht
AKTUELLSTE ARTIKEL
- Benimar Kaleo (2026): Viel Wohnmobil für unter 60.000 Euro? 20 Okt. - Campingmobile
- Mazda CX-80 Diesel (2026) im Video: Ist Downsizing doch Unsinn? 20 Okt. - Einzeltests
- Geld für Autozubehör sparen? Skoda hat eine ungewöhnliche Idee ... 20 Okt. - Designstudien
- Offroad-Klassiker neu gedacht: 212 kommt als Dreitürer nach Deutschland 20 Okt. - Auto News
- Mercedes eröffnet neues Classic Center: Ein Blick hinter die Kulissen 20 Okt. - Historie und Oldtimer
- ADAC-Kindersitztest 2026: Zwei Modelle fallen durch 20 Okt. - Ratgeber
- BMW F 450 RR (2027): Rennstrecken-Feeling für Einsteiger 20 Okt. - Motorrad
Auch interessant

VW Polo: Wie lange wird es den Kleinwagen noch mit Verbrenner geben?

Benimar Kaleo (2026): Viel Wohnmobil für unter 60.000 Euro?

VW Golf GTI (2026) im Test: Genügt der Basis-GTI noch?

Mazda CX-80 Diesel (2026) im Video: Ist Downsizing doch Unsinn?

Mehr Fahrdynamik für den VW ID. Buzz mit H&R-Gewindefedern

Geld für Autozubehör sparen? Skoda hat eine ungewöhnliche Idee ...

Der nächste ID. Buzz soll billiger werden