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Tatsächlicher Verbrauch: VW Golf 2.0 TDI (2026) im Test
Wieviel Diesel braucht die Kompakt-Ikone im realen Verkehr?

Bild von: Motor1.com

Von: Fabio Gemelli
Übersetzt von: Stefan Leichsenring
15. Apr. um 07:00 Uhr
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Zu den Autos, die den Dieselmotor so richtig populär gemacht haben, gehört wohl auch der VW Golf. Das Modell, das zu den bekanntesten aus deutscher Produktion zählt, wird bereits seit 50 Jahren auch als Selbstzünder angeboten.
Heute, im Jahr 2026, ist der Dieselauto nicht mehr so gefragt wie eins – nicht zuletzt wegen immer strengerer Abgasvorschriften. Dennoch steht der VW Golf 2.0 TDI mit 150 PS im Mittelpunkt dieses neuen Verbrauchstests. Auf unserer Standard-Teststrecke von Rom ins norditalienische Forlì kam ich damit auf einen sehr guten Mittelwert von 3,50 Liter/100 km.
Top-20-Verbrauchswert unter den Dieselautos
Mit den genannten 3,50 Liter/100 km schafft es der VW Golf mit dem 150-PS-Turbodiesel und Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe in die Top 20 der Realverbrauchs-Rangliste in der Kategorie Diesel – vor dem Mercedes A 180 d Automatik aus dem Jahr 2022 (3,85 Liter/100 km) und dem BMW 118 d (3,95 Liter/100 km), um nur zwei kompakte Konkurrenten zu nennen. Besser als der Volkswagen waren der Mercedes A 180 d Automatik von 2023 (3,40 Liter/100 km) und der Mercedes B 180 d (3,30 Liter/100 km).
Bildergalerie: VW Volkswagen Golf 8 TDI Test

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Quelle: Christopher Otto
Eine feste Größe bei Fahreigenschaften und Technik
Das von mir gefahrene Auto war ein italienischer VW Golf 2.0 TDI 150 PS DSG R-Line Plus – das ist die stärkste und am umfangreichsten ausgestattete Diesel-Variante der Baureihe. Zur Serienausstattung zählen unter anderem 18-Zoll-Leichtmetallräder, ein tiefergelegtes Sportfahrwerk, glänzend schwarze Akzente an den R-Line-Stoßfängern und Seitenschwellern, LED-Scheinwerfer (IQ.Light Performance) mit Leuchtband und illuminiertem Logo, Metallic-Lackierung, Ein-Zonen-Klimaautomatik, Sportpedale, Keyless Entry & Go sowie Park Assist Pro mit Fernbedienung.

VW Golf 8: Das Cockpit
Bild von: Christopher Otto
Mit der Metallicfarbe Lapiz Blue steigt der italienische Listenpreis auf 41.770 Euro. Eine Summe, die mir angesichts des Gebotenen angemessen erscheint. Denn der Golf bestätigte seine Qualitäten als Allrounder – er ist sowohl für die Stadt als auch für lange Autobahnetappen geeignet. Das Kofferraumvolumen ist eher durchschnittlich, Verarbeitung und Technik inklusive Fahrerassistenzsystemen liegen jedoch auf hohem Niveau, ebenso wie das stets sichere und angenehme Fahrverhalten.
Immer sparsam – auch auf der Autobahn
Überrascht war ich von der Konstanz beim Verbrauch: Die Werte blieben durchgehend niedrig – selbst unter anspruchsvolleren Bedingungen wie auf längeren Autobahnetappen (in Italien). Auf langsameren Überlandstrecken ist die Effizienz am höchsten.

VW Golf 8: Das Heck
Bild von: Christopher Otto
Der 50-Liter-Tank sorgt zudem für eine große Reichweite – im Schnitt sind damit etwa 900 km möglich, auf idealen Überlandstrecken sind mit einer Tankfüllung sogar Spitzenwerte von über 1.500 km drin.
Verbrauch in verschiedenen Verkehrssituationen
- Stadt-Umland-Mix: 5,4 Liter/100 km
925 km theoretische Reichweite - (Italienische) Autobahn: 5,6 Liter/100 km
893 km theoretische Reichweite - Spritspartest: 3,0 Liter/100 km
1.665 km theoretische Reichweite
Aus dem offiziellen Datenblatt
VW Golf 2.0 TDI 150 PS DSG R-Line Plus Antrieb Diesel, 1.968 cm³ Leistung 150 PS CO₂-Emissionen (WLTP) 123 g/km Typgenehmigung Euro 6E-BIS
Daten des Testfahrzeugs
Fahrzeug: VW Golf 2.0 TDI 150 PS DSG R-Line Plus
Grundpreis in Italien: 41.600 Euro
Testdatum: 27. Februar 2026
Wetter (Start/Ziel): Bewölkt, 17 Grad / Klar, 13 Grad
Durchschnittsgeschwindigkeit im Abschnitt Rom–Forlì: 73 km/h
Reifen: Pirelli Cinturato Winter 3 – 225/40 R18 92V M+S XL (EU-Label: C, A, 72 dB)
Verbrauch und Kosten
Bordcomputer-Anzeige: 3,6 Liter/100 km
An der Zapfsäule ermittelt: 3,4 Liter/100 km
Mittel aus diesen Werten: 3,50 Liter/100 km
Kraftstoffpreis: 1,749 Euro/Liter (Diesel)
Kosten: 22,04 Euro
Wir haben ein stets aktualisiertes Ranking der Verbrauchstest-Ergebnisse. Das Ganze ist in italienischer Sprache, aber wir denken, Sie finden sich zurecht.
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Und so ermitteln wir den Verbrauch
Wenn Sie eine Freundin oder einen Freund nach dem Verbrauch seines Autos fragen, wird Ihnen wahrscheinlich ein Wert genannt, der keinen Anspruch auf Wissenschaftlichkeit erhebt. Vielleicht wurde der Wert vom Bordcomputer abgelesen oder die Tankrechnungen wurden aufbewahrt und daraus ein Verbrauch errechnet.
Ähnlich ermitteln wir unseren Testverbrauch: Er ergibt sich als Mittel aus Bordcomputer-Wert und dem an der Tankstelle ermittelten Verbrauch. Die Testautos werden stets von Fabio Gemelli von Motor1.com Italien gefahren. Der Journalist fährt häufig fürs Wochenende von der Redaktion in Rom in seine Heimat Forlì (in der Emilia-Romagna).
Dabei bewegt er die Autos bewusst sparsam: Er bleibt knapp unter der Höchstgeschwindigkeit (auf der italienischen Autobahn: 130 km/h), vermeidet abruptes Beschleunigen und Bremsen und fährt vorausschauend. Die Teststrecke von Rom nach Forlì ist etwa 360 Kilometer lang und umfasst 65 Prozent Superstrada (autobahnähnliche Schnellstraße, Tempolimit zwischen 90 und 110 km/h), 25 Prozent Autostrada (Autobahn, Tempolimit 130 km/h), fünf Prozent Strada Statale (Bundesstraße, Tempolimit 90 km/h) und fünf Prozent Stadtverkehr.
Dabei wird der Apennin überquert, die Strecke enthält also durchaus auch Steigungen. Die Durchschnittsgeschwindigkeit liegt in der Regel bei 70 bis 80 km/h. Am Ende der Strecke notiert unser Tester die Bordcomputer-Anzeige und berechnet (bei Autos mit Verbrennungsmotor) den Verbrauch an der Zapfsäule. Dabei wird "von voll bis voll" gemessen, wobei voll bedeutet: Das Tanken wird beim ersten Klick der Zapfpistole beendet. Dann berechnet Fabio den Mittelwert.
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