Plug-in-Lösung für Frau Scharf

Eine Fahndungsabteilung für Referenzkunden gibt es bei BMW wohl eher nicht. Schade, denn wir hätten einen heißen Tipp: Ulrike Scharf. Die Zielperson fürs Marketing ist bayerische Umweltministerin, braucht also eine höherklassige Limousine, von Audi oder BMW natürlich. Am besten umweltfreundlich. Man könnte ihr also prima die neue Plug-in-Version des BMW 7er andienen. Wahrscheinlich hat sie einen Chauffeur und sitzt deswegen hinten. Schade, dass das CSU-Treffen nicht mehr im tief verschneiten Wildbad Kreuth stattfindet, sonst hätten wir auch noch einen Grund für den Allradbedarf gehabt. Aber es wäre sowieso gelogen, wenn wir sagen würden, wir hätten deshalb die Allrad-Langversion des Plug-in-7er getestet. Aber gefahren haben wir ihn, den neuen BMW 740Le xDrive iPerformance.

Wie andere Oberklasselimousinen auch?
Oberflächlich betrachtet ist der Plug-in-7er eine ordentlich motorisierte Oberklasselimousine. Die 326 PS bringen den Zweitonner in 5,3 Sekunden auf Tempo 100. Das fühlt sich durchaus nicht lahm an, auch wenn man nicht viel vom Motor hört, nicht viel von der Beschleunigung spürt. Bei einem Politikerauto passt das so. Selbst bei 250 km/h liegt das serienmäßig luftgefederte Auto ruhig, sodass Scharf hinten stapelweise Gesetzentwürfe unterschreiben kann. Den lächerlich geringen Normverbrauch – zwei Komma irgendwas – kann man glatt vergessen. Denn der Realverbrauch hängt vor allem vom eigenen Verhalten ab: Fährt Scharf nur rein elektrisch in der Stadt herum, verbraucht sie...