Test: Fiat Tipo S-Design

Er sei ,The Normal One", so stellte sich Fußballtrainer Jürgen Klopp einst beim FC Liverpool vor. Ein völliger Normalo also, ohne Starallüren wie manche seiner Kollegen. Warum ich Ihnen das erzähle? Nun, auch im automobilen Bereich frage ich mich zunehmend, wo die normalen Modelle geblieben sind. Gutes Graubrot quasi, das nicht Premium, lifestylig oder voll vernetzt sein will. Spontan fällt einem hier Dacia ein – und der Fiat Tipo. Auch der Kompaktwagen richtet sich an preisbewusste Kunden. Doch weil offenbar selbst bei Graubrot das Auge mitisst, gibt es nun eine S-Design-Ausstattung für den Tipo. Wir haben sie in Verbindung mit dem fünftürigen 120-PS-Benziner getestet.

Schwarz-Malerei
Mein erster Eindruck: Besser als befürchtet. Ich hatte einen wüst aufgebrezelten Wagen erwartet, doch die S-Design-Komponenten wirken in sich stimmig. Was gehört ab Werk dazu? 17-Zöller in Schwarz, getönte Scheiben hinten, eine spezielle Polsterung innen und lackierte Türgriffe. Am auffälligsten sind die Außenspiegel und der Kühlergrill, die eingeschwärzt wurden. Schön: Auf fette Schweller oder eine Tieferlegung verzichtet Fiat, so bleibt die gute Bodenfreiheit des Tipo erhalten. Mein Tipp: Nehmen Sie ,Amore Rot Metallic" für 590 Euro extra, es steht dem Tipo ausgezeichnet.

Praktischer Platzriese
Und innen? Im Fond gibt es viel Platz, generell ist das Raumgefühl gut, was bei einer Länge von 4,37 Meter allerdings auch erwartet werden kann. Ein sehr feiner Nebenaspekt sind 440 Liter Kofferraumv...