BMW 7er: Facelift und neue Motoren

Der neue BMW 7er steht am Start. Augenfälligstes Merkmal sind die neuen LED-Hauptscheinwerfer mit markentypischen Coronaringen und Akzentleiste. Auch die modifizierte Niere mit neun statt vormals zwölf Streben und die überarbeitete Frontschürze weisen das neue Modell aus. Seitlich zählt der im Außenspiegel integrierte Blinker zu den neuen Merkmalen. Das Heck profitiert von einem filigranen Chromband, das die beiden flachen Rückstrahler in der Heckschürze miteinander verbindet.

Optional: Display statt Rundinstrumente
Die Insassen profitieren von einem verbesserten Geräuschniveau. Vorne nehmen sie auf neu gestalteten Ledersitzen Platz, für den Fond stehen auf Wunsch Einzelsitze zur Verfügung. Optional sorgen ein Fond-Entertainmentsystem mit neuen 9,2-Zoll-Monitoren sowie eine neue Bang&Olufsen-Surround-Soundanlage für Kurzweil. Statt der klassischen Rundinstrumente ist erstmals optional ein 10,3 Zoll großes Display erhältlich. Es ermöglicht, die Instrumente je nach Fahrmodus farblich und grafisch anders darzustellen und maßgeschneiderte Informationen anzubieten. Das Display in der Mitte der Instrumententafel arbeitet nun mit einer hochauflösenden 3D-Darstellung.

Acht Gänge für alle 7er
Bisher hatten die meisten 7er-Modelle eine Sechsgang-Automatik, nur der 760i, der 740d xDrive und der ActiveHybrid 7 besaßen ein Achtgang-Getriebe. Künftig haben alle 7er acht Gänge. Für Sparsamkeit sorgen eine Start-Stopp-Automatik, eine Bremsenergierückgewinnung und eine verbesserte Version des Fahrerlebnisschalters mit Eco-Pro-Modus und Segel-Funktion. Bei den Benzinern stehen neben dem unveränderten Zwölfzylinder-Topmodell 760i der 740i mit neuem Sechszylinder-Reihenmotor und der 750i mit überarbeitetem V8-Benziner zur Wahl. Der 740i ist mit 320 PS nun minimal schwächer als der 326-PS-Vorgänger, verbraucht aber 21 Prozent weniger, nämlich nur noch 7,9 Liter je 100 Kilometer. Der 750i profitiert von einer optimierten Direkteinspritzung und verringerten Ladungswechselverlusten, die im Wesentlichen auf das Konto des stufenlos variablen Ventilhubs auf der Einlassseite gehen. So hat der 750i nun zehn Prozent mehr Leistung und verbraucht 25 Prozent weniger. Konkret: Er leistet nun 450 PS und benötigt nur noch 8,6 Liter Sprit je 100 Kilometer.

Auch mit dem Diesel des M550d
Die Sechszylinder-Diesel des 730d und 740d bieten jetzt mehr PS und weniger Verbrauch. Der 730d hat nun 258 statt bisher 245 PS und verbraucht nur noch 5,6 Liter je 100 Kilometer – 17 Prozent weniger als zuvor. Nach wie vor gibt es eine Blue-Performance-Variante, die bereits die Euro-6-Norm einhält. Ähnlich der 740d: Er leistet nun 313 PS und verbraucht mit 5,7 Liter ebenfalls 17 Prozent weniger als der Vorgänger. Premiere feiert der 750d xDrive: Unter der Haube arbeitet der neue Sechszylinder-Diesel mit drei Turboladern, der aus dem M550d xDrive bekannt ist. Der weltstärkste Reihensechszylinder-Diesel holt 381 PS aus 3,0 Liter Hubraum. Damit sprintet der 7er in 4,9 Sekunden auf Tempo 100 und verbraucht 6,4 Liter je 100 Kilometer. Der Motor unterschreitet bereits die Euro-6-Grenzwerte. Allradantrieb ist nicht nur im 750d xDrive, sondern auf Wunsch auch für die Modelle 750i, 740d und 730d verfügbar.

ActiveHybrid 7 schwächer, aber sparsamer
Schließlich rollt auch die zweite Generation des ActiveHybrid 7 an den Start. Statt eines Achtzylinders baut BMW nun den Sechszylinder aus dem neuen 740i ein. Die Systemleistung des Hybrids beträgt dadurch nur noch 354 statt bisher 465 PS. Dafür sinkt der Verbrauch von 9,4 auf nur noch 6,8 Liter. Außerdem kann der neue ActiveHybrid 7 auch rein elektrisch gefahren werden – bis zu vier Kilometer weit.

Modifiziertes Fahrwerk
Bei allen 7ern sollen ein optimiertes Chassis-Setup mit modifizierten Gummilagern und neuen Dämpfern sowie der Hinterachs-Luftfederung mit Niveauregulierung für ein Plus an Fahrkomfort sorgen. Außerdem zählt nun eine elektromechanische Lenkung – außer bei den Allradmodellen – zum Serienumfang.

Verbesserte Sicherheitssysteme
Für mehr Sicherheit sorgt ,BMW Night Vision + Dynamic Light Spot mit Personenerkennung". Neben einem Infrarotbild erhält dabei der Fahrer eine Warnung bei Unfallgefahr durch Fußgänger, Radfahrer und Tiere. Zusätzlich werden die erkannten Personen mit einem Lichtspot angestrahlt. LED-Scheinwerfer gibt es optional, auf Wunsch auch mit einem Fernlichtassistenten, der das Licht dort wegnimmt, wo sich gerade der Gegenverkehr befindet. Auch ein Abstandstempomat mit Antikollisionssystem wird angeboten. Er verbirgt sich geschickt hinter der kryptischen Bezeichnung ,Driver Assistant Plus mit Stop&Go-Funktion". Das System verknüpft Radar- und Videoinformationen und ermöglicht auch eine Notbremsung bis zum Stillstand. Außerdem gibt es eine verbesserte Müdigkeitserkennung sowie eine Verkehrszeichenerkennung mit Anzeige der Höchstgeschwindigkeit und nun auch eventueller Überholverbote. Auch das Navigationssystem Professional wurde verbessert. Eine Funktion zum berührungslosen Öffnen der Kofferraumhaube rundet die Neuheiten ab. Der neue 7er startet am 21. Juli 2012. Die Preise beginnen bei 74.900 Euro. Dafür erhält man den 730d.

Neuer BMW 7er