Im Test: Der Seat Leon Cupra R

Nach ziemlich entspannten 75 Kilometer Autobahn im Comfort-Modus werde ich auf einer Landstraße urplötzlich von der spanischen Polizei gestoppt. Der Grund ist nicht meine Fahrweise. Ich stehe am Anfang eines extra für mich abgesperrten Straßenabschnitts. Knapp sieben kurvige Kilometer ohne Gegenverkehr warten jetzt auf mich und meinen Testwagen … den bis dato leistungsstärksten Seat mit Straßenzulassung. Den neuen Leon Cupra R. Ich werde den Ausblick auf den Montserrat also nicht wirklich genießen können.

Besonders stark, besonder selten
Bevor die Strecke freigegeben wird, ist noch ein bisschen Zeit für Theorie: 799 Exemplare sollen vom Cupra R gebaut werden. 360 davon sind für den deutschen Markt vorgesehen. Zu einem stattlichen Basispreis von 44.980 Euro. Für die rund 10.000 Euro mehr im Vergleich zu einem normalen Cupra 300 bekomme ich aber auch einiges geboten: Der 2,0-Liter-Vierzylinder-Turbobenziner wird via Softwareupdate um zehn auf 310 PS leistungsgesteigert. Darüber hinaus wurde der Sturz vergrößert, Seat hat die adaptiven Dämpfer des Sportfahrwerks an der Vorderachse modifiziert und die Abgasanlage vom Golf Clubsport mit weniger Strömungswiderstand verbaut. Ein manuelles Sechsgang-Getriebe ist im R Pflicht und angetrieben werden weiterhin ausschließlich die Vorderräder. Ob diese Kombination funktioniert? Ich werde es gleich herausfinden, denn Seat-Sport-Testfahrer Jordi Gene im Pacecar vor mir erteilt soeben über Funk die Startfreigabe.

Kalte Reifen, mehr Gewicht...