Platz-Hirsch

Schnurgerade führt die Straße an Windrädern entlang durch die satten grünen Weiten der Niederlande. Ganz nett, aber auf Dauer fast etwas langweilig: Was für die Landschaft zutrifft, passt irgendwie auch zum VW Golf Variant. Wir sind die Neuauflage des Lademeisters bereits gefahren.

Große Gefühle
Obwohl wenig überraschend der Nutzwert beim Kombi-Golf im Vordergrund steht, stehen die VW-Designer anscheinend kurz vor einem Orgasmus: ,Deutlich dynamischer" sei das Design des neuen Variant, ,mehr Emotionalität" wollte man in die Optik bringen. Für VW-Designchef Klaus Bischoff ist es sogar ,der schönste Variant, den wir je hatten". Mein Blutdruck ist glücklicherweise im normalen Bereich, als ich einen Rundgang um den Golf Variant starte. Unverkennbar ist die Verwandtschaft zur Golf Limousine, ein nettes Detail ist die im Familienstil geformte D-Säule. Sparsam gesetzte Blechfalze lassen die Neuauflage in der Tat stimmiger aussehen als den etwas pummeligen Vorgänger, wenngleich die Optik nach wie vor nicht für Herzrasen sorgt. Aber das ist auch nicht Sinn der Sache, wie ein nüchterner Blick auf die Fakten zeigt.

Ein bisschen was geht immer
Mit nun 4,56 Meter hat der neue VW Golf Variant um drei Zentimeter zugelegt, ist aber immer noch rund zehn Zentimeter kürzer als der Skoda Octavia Combi. Verlängert wurde der Radstand, er beträgt jetzt 2,63 Meter. Entscheidend ist natürlich das Hinterteil des in Zwickau gebauten Variant beziehungsweise dessen Inhalt. Also Heckklappe auf (sie öf...