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Kleine Vans ganz groß: Urban Camper auf dem Caravan Salon (Update)

12 echte Alltagshelden mit Camping-Genen - kompakt, clever, stadtgerecht

Urban Camper auf dem Caravan Salon 2025
Bild von: Motor1.com

Sie passen in die Parklücke, vor den Supermarkt oder zwischen zwei SUV: Urban Camper treten optisch oft kaum größer auf als ein Familienvan – und genau das macht sie so spannend. Der Caravan Salon 2025 zeigt, wie viel Campingkomfort sich heute auf wenigen Metern unterbringen lässt.

Ob Plug-in-Hybrid mit annähernd einhundert Kilometer elektrische Reichweite, Outdoor-Küche auf Schienen oder modulare Möbel mit Offroad-Option – die Urban Camper von heute müssen mehr können als nur Camping. Unsere Auswahl von elf Neuheiten vom diesjährigen Caravan Salon zeigt, wie viel Abenteuer in kompakten Abmessungen stecken kann.

Antilope Van Flex Plus

Der Antilope Van Flex Plus basiert auf dem Renault Trafic und richtet sich klar an Paare, die einen alltagstauglichen Camper mit Vollausstattung suchen. Das kompakte Fahrzeug kommt serienmäßig mit einer umklappbaren Längsbank (Bettmaß: 1,30 x 1,95 m), Küchenmodul im Heck (Gasherd, Edelstahlspüle, 30-l-Kühlschrank) und einem Aufstelldach, das für Stehhöhe und Belüftung sorgt – aber keine zusätzliche Liegefläche bietet. Zwei weitere Einzelsitze mit Isofix sind optional nachrüstbar.

Strom liefert eine 105-Ah-Batterie mit 200-Watt-Solarpanel, eine Webasto-Standheizung sorgt für Wärme. Außerdem serienmäßig: Toilette, Außendusche, Wechselrichter, Außensteckdose, Markise, Fahrradträger und mehr. Der Einstiegspreis liegt bei 52.900 Euro – ein Komplettcamper, der vor allem mit Preis-Leistung punktet.

Antilope Van Flex 5

Der Flex 5 von Antilope Van richtet sich mit seinem klassischen Grundriss und fünf Sitzplätzen an Familien. Auch er basiert auf dem Renault Trafic, setzt aber auf eine Dreiersitzbank im Fond und ein serienmäßiges Aufstelldach mit Bett. Unten bietet die Bank eine Liegefläche von 1,20 x 1,90 m, oben kommen 1,30 x 1,90 m hinzu – perfekt für bis zu vier Personen.

Küche, Dusche, Toilette, Solar, Standheizung, Batterie, Markise, Isofix, Fahrradträger und Outdoor-Zubehör gehören wie beim Flex Plus zum Serienumfang. Der 150-PS-Diesel ist Standard, ein Automatikgetriebe ist optional erhältlich. Mit einem Einstiegspreis von 56.900 Euro ist der Flex 5 ein komfortabler Familiencamper ohne Aufpreisdschungel.

Crosscamp EXPLR

Der neue Crosscamp EXPLR 5.0 F zeigt, wie kompakt und vielseitig ein Urban Camper sein kann. Auf Basis von Opel Zafira Life oder Peugeot Traveller bietet der nur 4,96 Meter kurze Camper bis zu sieben Sitzplätze und vier Schlafplätze. Zwei Schlafplätze finden sich im Aufstelldach (120 x 200 cm), zwei weitere entstehen über der umbaubaren Sitzgruppe. Ein neues Möbelkonzept sorgt für mehr Stauraum, eine dimmbare Ambientebeleuchtung für angenehme Stimmung. Das Küchenmodul ist herausnehmbar und bietet Anschlüsse für Gas, Wasser und Strom.

Mit einem Startpreis ab 49.999 Euro richtet sich der EXPLR 5.0 F vor allem an Camping-Einsteiger. Für smarte Steuerung sorgt das digitale Revotion-System inklusive App-Funktion. Zwei Motorvarianten stehen zur Wahl: 145 PS mit Schaltung oder 177 PS mit 8-Stufen-Automatik. Serienmäßig gibt’s zwei Schiebetüren, 36-l-Kompressorkühlbox, 22-l-Frischwassertank und optional ein umfangreiches „Camp Kit“ mit Standheizung.

Ford Transit Nugget Hochdach

Ford bringt den beliebten Transit Nugget mit festem Hochdach auf den Markt. Er ist ideal für alle, die im Camper durchgehend Stehhöhe genießen wollen. Der auf Basis des langen Transit Custom L2 entwickelte Nugget verfügt über ein GFK-Hochdach, das eine bequeme Kopffreiheit bietet, ohne die Gesamthöhe von 2,85 Metern zu überschreiten. Das Zwei-Raum-Konzept mit Küche im Heck, Schlafbereich oben und Sitzgruppe vorn bleibt erhalten, ebenso die verschiedenen Möbel-Layouts und die Option auf WC oder Toilette.

Ford Nugget (2025) mit Hochdach
Bild von: Ford

Die Technik bleibt wie gewohnt: 2,0-Liter-Diesel, Frontantrieb und eine optionale 8-Gang-Automatik. Ein Plug-in-Hybrid ist vorerst nur für das Aufstelldachmodell erhältlich. Dimmbare LED-Spots, USB-C-Anschlüsse und Heizluftausströmer machen den Innenraum wohnlich. So wird der Nugget zum vollwertigen Urban-Camper mit festem Dach und den bekannten Stärken.

Ford Transit Nugget Offroad

Was aussieht wie ein klassischer Ford Nugget Plus, entpuppt sich auf den zweiten Blick als Offroad-Variante mit echtem Geländeanspruch. In Kooperation mit Terranger und dem Nugget Store wurde der Ford Transit Custom mit 185 PS Diesel, All-Terrain-Reifen, Höherlegung, Rockslidern und Unterfahrschutz ausgestattet. Damit meistert der Nugget auch unbefestigte Wege und Schotterpisten ohne Probleme – bei kompakter Außenlänge und niedrigem Schwerpunkt.

Zwei 150-Ah-Batterien, Solarpanel, Wechselrichter und Truma-Heizung sichern die Energieversorgung. Innen bleibt der bekannte Nugget-Grundriss mit Heckküche, Aufstelldach und Sitzgruppe – was sich ändert, sind Materialien, Technik und Robustheit. Die vollausgestattete Version des gezeigten Nugget bringt es laut Konfigurator auf rund 36.000 Euro Umbaukosten. Wer mehr Stauraum oder Geländegängigkeit sucht, wechselt zum Sunlight Cliff 4x4 "Greentrek".

Panama P09

Mit dem P09 bringt Panama Vans ein neues Einstiegsmodell auf Ford Transit Custom-Basis – und zwar alltagstauglich, günstig und erstaunlich clever konzipiert. Die zweite Schiebetür gehört zur Serienausstattung, genauso wie das besonders flache Aufstelldach mit zwei Schlafplätzen. Innen bietet die verschiebbare Dreier-Sitzbank Platz für bis zu drei Personen und wird zur 190 x 150 cm großen Liegefläche. Seitlich sitzt ein halbhohes Möbel mit klappbarem Gaskocher, Windschutz und 10-Liter-Wassertank – zum Spülen gibt’s Brauseanschluss, ein Faltwaschbecken lässt sich ergänzen.

Optional ist eine 24-Liter-Kompressorkühlbox erhältlich, der Tisch aus der Schiebetür ist höhenverstellbar und außen nutzbar. Fürs Dach gibt es alternativ ein Komfortmodell mit Froli-Bettsystem und Holzboden. Neu entwickelte Verschlüsse und ein clever platzierter Heizungsregler runden das Konzept ab. Außenanschlüsse für Strom und Wasser spart sich Panama bewusst – das spart Gewicht und erhält die cleane Optik. Der Startpreis liegt bei 53.990 Euro.

Panama P59+

Ebenso auf Transit-Custom-Basis bietet der P59+ ein vollausgestattetes Raumkonzept für längere Reisen. Mit 5,45 Metern Länge, serienmäßigem Aufstelldach und fest eingebautem Bad samt Dusche ist er klar oberhalb der urbanen Minicamper angesiedelt. Innen setzt Panama auf funktionale Lösungen wie einen klappbaren Tisch in der Schiebetür, ein zweiflammiges Kochfeld, drehbare Sitze und einen 42-Liter-Kühlschrank. 

Eine Trennwand sorgt im Bad für Privatsphäre, der Warmwasserboiler ist serienmäßig. Der P59+ kostet ab 63.990 Euro, bietet Platz für vier bis fünf Personen und richtet sich an alle, die Wert auf Komfort bei kompakten Abmessungen legen. Als kleinere Alternative gibt es den oben erwähnten P09, der konsequenter auf Minimalismus setzt.: ohne festes Bad, mit umklappbarer Schlafbank und herausnehmbarem Kocher.

Pössl Campster

Der Pössl Campster geht rundum erneuert an den Start – und bleibt dabei dem Erfolgsrezept treu: kompakte Maße, alltagstauglicher Ausbau und clevere Details. Das elektrische Aufstelldach lässt sich nun komfortabel per Knopfdruck öffnen, trägt bis zu 50 kg Dachlast und sorgt für luftige Nächte mit Panoramablick. Ebenfalls neu: die überarbeitete „Move Kitchen“ mit mehr Stauraum, schwenkbarer Funktion und frischer Linienführung. Sie nutzt die zweite Schiebetür des Citroën Spacetourer optimal aus und bringt echte Außenküche-Vibes ins Spiel.

Innen punktet der Campster mit einer neu gestalteten Sitzbank, die noch mehr Flexibilität im Alltag bietet – ob als Reisesitz oder Liegefläche. Ein durchdachtes Lichtkonzept sorgt zudem für stimmungsvolle Atmosphäre und gute Sicht beim Kochen, Lesen oder Entspannen. Mit Dieselheizung, Kompressorkühlbox, 95-Ah-Batterie und zahlreichen Optionen bleibt der Campster ein interessanter Begleiter für Wochenendtrips oder längere Reisen. Preislich wird er bei rund 57.000 Euro starten.

Randger R490

Mit einer Länge von nur 5,05 Metern zählt der Randger R490 zu den besonders kompakten Urban Campern – ideal für City, Alltag und spontane Trips. Dennoch bietet er bis zu sieben Sitzplätze (fünf serienmäßig, zwei optional), vier Schlafplätze und eine vollwertige Küchenausstattung. Das Aufstelldach mit Noppenrost bietet zwei Liegeplätze, die Rückbank ist mit Isofix ausgestattet, verschiebbar und lässt sich einfach zum Bett umbauen.

Die modulare Ausstattung macht den R490 zum flexiblen Begleiter für Familien oder Freunde. Eine ausgestattete Küche mit Gaskocher, Spüle und Kompressorkühlbox ist ebenso an Bord wie Stauraumlösungen und ein cleverer Grundriss für Tag- und Nachtbetrieb. Der Einstiegspreis liegt in Deutschland derzeit bei etwa 59.990 bis 61.990 Euro, je nach Ausstattung und Händler.

SpaceCamper Classic+ für VW Caravelle

Der neue SpaceCamper Classic+ basiert auf dem VW Caravelle und verbindet bewährte Campingtechnik mit cleveren Neuerungen. Die überarbeitete Dreier-Sitzbank lässt sich noch einfacher zur ebenen Liegefläche umklappen und das neue Aufstelldach bleibt unter zwei Metern Höhe, während es zwei zusätzliche Schlafplätze bietet. Besonders pfiffig ist die Schwenkküche, die sich sowohl innen als auch außen nutzen lässt und über einen Gaskocher, Warmwasser, einen großen Kanister und eine integrierte 35-Liter-Kühlbox verfügt.

Mit einer Länge von 5,05 m und einer Breite von 2,03 m bleibt der Bus parkhaustauglich und alltagstauglich. Das robuste Innenausbaukonzept überzeugt mit hochwertigen Materialien, viel Stauraum unter der Liegefläche und einem intelligenten Klappschrank. Der Einstiegspreis liegt bei 93.700 Euro.

Terracamper Tecamp

Der Terracamper Tecamp kombiniert den neuen Ford Transit Custom mit einem flexiblen Innenraum, Offroad-Optionen und Alltagsnutzen. Er ist ideal für Menschen, die Montag zur Arbeit fahren und Freitag ins Abenteuer starten wollen – optional auch mit Allrad, Rockslidern und Höherlegung.

Das clevere Innenraumkonzept umfasst eine modulare Küche, Klappbett, optionales Aufstelldach sowie Platz für bis zu vier Personen. Praktische Details wie ein drehbarer Tisch, Edelstahlarmaturen, 47-Liter-Frischwassertank, Fußbodenheizung und smarte Stauraumlösungen machen den Tecamp zum flexiblen Begleiter. In der Basis ist der Tecamp ab etwa 99.800 Euro zu haben, wer Offroad-Pakete und Sonderausstattung wählt, sollte mit entsprechend mehr rechnen.

Vanexxt Caravelle

Vielseitig, flexibel, stylisch: Der Vanexxt Caravelle auf dem neuen VW Transporter kombiniert alltagstaugliches Van-Fahren mit hochwertigem Camper-Ausbau. Der modulare Innenraum lässt sich für den Wocheneinkauf ebenso nutzen wie für den Roadtrip mit vier Schlafplätzen. Herzstück des Vans ist das clevere Schienensystem: Küchenzeile, Sitze und Module lassen sich verschieben oder ganz entfernen.

Zwei Dachoptionen – Schlafdach von Reimo oder ein ultraflaches Polimer-Dach – bieten Liegeflächen von knapp 2 Metern. Dazu gibt’s digitale Cockpittechnik, Allrad auf Wunsch und eine breite Ausstattungspalette von der „Life“- bis zur „Panamericana“-Edition. Die Preise starten bei rund 70.000 Euro.

VW California eHybrid 4Motion

Der neue California verbindet Plug-in-Hybridantrieb, Allradantrieb und Multivan-Plattform. 218 PS Systemleistung, bis zu 95 Kilometer rein elektrisch und ein DSG-Getriebe machen den Klassiker erstmals zukunftstauglich. Technisch basiert er auf dem T7 mit MQB-Plattform – also Pkw-Niveau bei Fahrkomfort und Sicherheitssystemen. Mit an Bord: Dieselstandheizung, Außenküche auf Schienensystem und elektrisch bedienbares Aufstelldach.

Das Interieur ist hochwertig ausgekleidet, USB-C-Anschlüsse, dimmbare LED-Spots und verschiebbare Möbelmodule sorgen für flexible Nutzung. Die Rücksitzbank ist verschiebbar und lässt sich zum Bett umklappen, die Liegefläche im Dach wurde überarbeitet. Die Preise für den California mit Plug-in-Hybrid starten bei 78.095 Euro für den Beach; die aufgewerteten Varianten kosten 84.878 Euro (Beach Camper), 93.529 Euro (Coast) bzw. 99.574 Euro (Ocean).

Westfalia Kipling

Mit dem Kipling bringt Westfalia einen voll ausgestatteten Urban Camper auf Transit-Custom-Basis. Der 170 PS starke Diesel treibt den Kasten mit Automatik auf Wunsch auch an die Vorderräder. Highlights sind das modulare Küchenkonzept, ein Raumbad mit Falttür und ein großzügiges Aufstelldach mit Thermostoff für bessere Isolierung. Der Innenraum wirkt funktional, bleibt aber wohnlich – mit robusten Materialien, durchdachter Beleuchtung und cleveren Stauraumlösungen.

Die Technik ist auf autarke Nutzung ausgelegt: 95-Ah-Batterie, Dieselheizung, optionales Solarpanel und LED-Spots machen den Van unabhängig vom Campingplatz. Großzügige Schiebetür, variable Möbelmodule und eine gute Rundumsicht erhöhen den Wohnkomfort. Der Kipling startet ab 69.190 Euro und positioniert sich damit zwischen Alltagsvan und vollwertigem Camper.

Wer’s gern eine Nummer größer mag, wird in unserem Special zu den Highlights der Alkoven, Integrierten und Luxuslinern fündig – vom Familienfreund bis zum rollenden Palast. Alle Trends, News und Highlights vom Caravan Salon 2025 gibt’s außerdem kompakt gebündelt auf unserer großen Übersichtsseite.