Bimobil EX 462 (2025): Kompakter Koloss für große Abenteuer
Das 15-Tonnen-Expeditionsmobil kombiniert Offroad-Fähigkeit mit cleverem Innenausbau
Mit dem EX 462 bringt Bimobil ein Expeditionsfahrzeug auf den Markt, das trotz 15-Tonnen-Basis erstaunlich handlich bleibt. Aufgebaut auf einem Iveco Eurocargo 4x4 mit kurzem Radstand und permanentem Allradantrieb eignet sich der 7,6 Meter lange Lkw-Camper für Touren, bei denen es auf Wendigkeit und Geländefähigkeit ankommt.
Das Modell richtet sich an Langzeitreisende, die weder auf Komfort noch auf Technik verzichten wollen. Im Gegensatz zu klassischen Alkovenmobilen oder großen Linern bietet der EX 462 echte Expeditionsqualitäten. Mit 280 PS und rund 1.000 Nm Drehmoment stemmt der Sechszylinder auch steile Passagen, eine 320-PS-Option ist erhältlich.
Bildergalerie: Bimobil EX 462 (2025)
Wer nicht selbst schalten möchte, greift zur optionalen 8-Gang-Wandlerautomatik. Drei Differenzialsperren, zentrale Reifendruckregelanlage und knapp ein Meter Wattiefe runden das Offroad-Paket ab. Die kompakten Abmessungen von 7,64 x 2,48 x 3,58 Metern erleichtern das Navigieren auf engen Wegen, ohne auf Raumkomfort zu verzichten.
2,01 Meter Stehhöhe innen, große Stauräume und ein durchdachter Grundriss sprechen für sich. Die Kabine sitzt flexibel auf dem Fahrgestell, um Verwindungsschäden zu vermeiden. Sandwichpaneele mit Aluhaut und bis zu 65 mm Wandstärke sorgen für gute Isolation.
Mit rund 9,5 Tonnen Leergewicht bleibt viel Spielraum: Satte 5.500 kg Zuladung machen es möglich, Motorräder, Ersatzteile und Vorräte für viele Monate an Bord zu haben. Vorausgesetzt, man besitzt einen passenden Führerschein und plant eher Langstrecken als Supermarktrunden.
Der Wohnbereich bietet neben einer Garderobe und einer Vierer-Dinette auch einen cleveren Balkon-Effekt: Eine große Seitenklappe bringt Luft, Licht und Lagerfeuer-Romantik ins Innere. Im Heck befindet sich ein festes Doppelbett mit den Maßen 2,18 x 1,44 Meter. Optional lässt sich die Sitzgruppe zu einem zweiten Bett mit den Maßen 1,90 x 1,10 Meter umbauen. Insgesamt sind somit bis zu vier Schlafplätze möglich.
Auch die Küche macht keine halben Sachen: Edelstahl-Spüle, 110-Liter-Kompressorkühlschrank und ein Gasherd mit 60-Liter-Tank bringen autarke Kochmöglichkeiten. Ein zweiter Hahn liefert gefiltertes Trinkwasser. Das Bad bietet dank verschiebbarer Trockentrenntoilette Platz für eine vollwertige Dusche und unterstreicht den nachhaltigen Anspruch.
Autarkie ist das große Thema beim EX 462: Mit 400 Litern Frischwasser, 150 Litern Abwasser und einer 210-Ah-Batterie (optional bis zu 600 Ah Lithium) lässt sich wochenlang autark reisen. Eine Truma Combi 4 sorgt für Wärme, wahlweise mit Gas oder Diesel, wobei die gesamte Wasseranlage frostsicher im Innenraum untergebracht ist.
Wintertauglichkeit ist serienmäßig: Isolierte Kabine, abschottbares Fahrerhaus, beheizte Tanks und effiziente Heizung machen den EX 462 bereit für Schnee und Eis. Beim Thema Sicherheit punktet das Fahrerhaus mit ABS, guter Rundumsicht und massiver Rahmenstruktur.
Im Aufbau sorgt eine verstärkte Tür für Schutz, auf Wunsch sind auch im Wohnbereich Gurtplätze nachrüstbar. Clever gelöst: Der abgesenkte Heckträger erleichtert das Reserverad-Handling und die Seitenklappe sorgt für ein luftiges Wohngefühl.
Der Preis für so viel Freiheit liegt bei rund 314.600 Euro. Kein Schnäppchen, aber dafür gibt's ein rollendes Zuhause für die Weltreise mit Anspruch. Wem das zu wuchtig ist, der findet interessante Alternativen wie den Greenlander Sherpa 4x4, den Krug Expedition Rhino XL oder das Offroad-Konzept Sunlight Ibex 4x4.
Auch interessant
Caravan Salon 2025: Alkoven, Integrierte und Luxusliner (Update)
Range Rover SV Ultra: Spitzenmodell wird zum Konzertsaal
Neuer Carthago Chic C-line (2025) und Facelift für E-line & Co.
Bentley Flying Spur: Zweites Facelift am Nürburgring erwischt
LMC revolutioniert Camping mit e:dero und MODO auf der CMT 2025
Kommt der Lamborghini Temerario Sterrato? So könnte er aussehen
Greenlander Sherpa 4x4: Expeditionsmobil für Offroad-Reisen