Ford Nugget Offroad-Camper: Höher, härter, unabhängiger
Mehr Bodenfreiheit, robuste Technik und autarke Energie
Der Ford Nugget ist als praktischer Camping-Van bekannt, doch diese Ausführung geht noch einen Schritt weiter. In Kooperation mit Terranger hat der Nugget Store das beliebte Modell für die Ford-Werke in einen vollwertigen Offroad-Camper verwandelt. Das Ergebnis ist ein Fahrzeug, das nicht nur gut aussieht, sondern auch ordentlich was aushält.
Das fängt bei den Reifen an. Die grobstolligen BF-Goodrich-All-Terrain-Pneus sind nicht nur ein Hingucker, sondern heben den Transit Nugget gleich mal um 3,5 Zentimeter. Dazu kommt ein Fahrwerks-Upgrade von Terranger, das noch einmal rund drei Zentimeter dazuschlägt, ohne die Federkennlinie zu verändern. Das ergibt unterm Strich gut sechs Zentimeter mehr Bodenfreiheit.
Bildergalerie: Ford Nugget Offroad Camper (2025)
Seitlich sorgen Rockslider aus Stahl für Schutz bei ruppigen Geländefahrten. Sie treten optisch dezent auf, können im Fall der Fälle aber viel wegstecken. Gleiches gilt für die massiven Unterfahrschutze unter Motor, Tank und AdBlue-Behälter. Wer möchte, kann zusätzlich einen Frontbügel montieren.
Auch optisch hat sich einiges getan. Die spezielle Folierung zeigt vorne mediterrane Tiefenlinien, während sie hinten in Richtung Sahara oder Alpen geht. Ein Design-Mix, der den Abenteuercharakter des Fahrzeugs aufgreift, ohne zu übertrieben zu wirken. Hinten sorgt ein großer, abschließbarer Träger für zusätzlichen Stauraum und ein vollwertiges Ersatzrad. Außerdem gibt es Halter für Axt, Schaufel und andere Offroad-Accessoires.
Trotz aller Umbauten bleibt der Nugget technisch alltagstauglich. Der Innenraum ist weiterhin wohnlich, hell und gut belüftet. Das Aufstelldach sorgt für Kopffreiheit und Campingflair. Unter der Haube schlummert jedoch mehr Technik, als man auf den ersten Blick vermuten würde. Eine 170-Watt-Solaranlage auf dem Dach sorgt im Sommer für eine autarke Stromversorgung. Wer im Schatten parkt, kann über einen zweiten Anschluss ein mobiles Panel hinzuschalten.
Auch das Batteriesystem wurde aufgerüstet. Im gezeigten Fahrzeug kommen zwei Lithium-Batterien mit je 150 Amperestunden zum Einsatz, was eine Gesamtkapazität von 300 Amperestunden ergibt. Zusammen mit dem 80-Ampere-Ladebooster ist damit mindestens eine Woche autarkes Camping möglich – ganz ohne Steckdose. Bei Bedarf sind sogar 450 Ah realisierbar. Der Einbau erfolgte bewusst offen und ist unter dem Sitz zugänglich, damit im Fall der Fälle alle Komponenten gut erreichbar sind.
Damit der Strom sinnvoll genutzt werden kann, ist ein Wechselrichter mit Netzvorrangschaltung vorhanden. So liegen in allen Steckdosen 230 Volt an – egal, ob mit oder ohne Landstrom. Kaffeemaschine, Laptop, E-Bike-Ladegerät: Alles kein Problem. Zusätzlich gibt es diverse USB-Anschlüsse, eine Trenntoilette und vorbereitete Einbaumöglichkeiten für weiteres Camping-Equipment.
Auch das mobile Arbeiten wurde bedacht. Über dem Innenspiegel ist ein smarter Router mit zwei SIM-Karten-Slots und externer Antenne installiert. Damit wird aus dem Camper ein rollendes Homeoffice. Und falls mal kein Netz verfügbar ist, ist das Fahrzeug leise genug, um sich einfach eine ruhige Ecke in der Natur zu suchen.
Wer sich um die Sicherheit sorgt, erhält mit dem Bearlock-System ein echtes Highlight: mechanische Bolzen, die sich in jede Tür und Klappe verriegeln und sich nur per App oder Taster entriegeln lassen. Das Fahrzeug ist also bestens gegen Einbruch gewappnet.
Der Offroad-Nugget beweist: Es kommt nicht nur auf die Optik an. Dieser Umbau bietet echte Mehrwerte für alle, die auch mal abseits befestigter Wege unterwegs sein möchten. Ob Norwegen, Balkanregion oder einfach nur der einsame Waldweg um die Ecke: Mit Terranger hat der Nugget Store einen Camper gebaut, der fürs Abenteuer bereit ist.
Wer nun denkt, so viel Umbau könne nur unbezahlbar sein, liegt nicht ganz falsch – aber auch nicht ganz richtig. Die vollausgestattete Version des gezeigten Nuggets bringt es laut Konfigurator auf rund 36.000 Euro Umbaukosten. Viel Geld, klar. Aber dafür gibt's auch viel Technik, viel Schutz und viel Freiheit. Und wer nicht alles braucht, kann sich den Umbau ganz nach eigenem Geschmack zusammenklicken – von der Solaranlage bis zur Axt am Heck.
Wer sich nach weiteren spannenden Offroad- oder Campingkonzepten umsieht, wird bei den Kollegen vom Nugget Store fündig. Der Westfalia Kipling basiert beispielsweise ebenfalls auf dem Ford Transit, zielt aber eher auf komfortbewusste Vanlife-Fans mit Stil ab. Wer es noch robuster mag, findet im Sunlight Ibex 4x4 Concept ein Allradfahrzeug mit Expeditionsoptik und zuschaltbarem Allradantrieb, das klar Richtung Abenteuer marschiert.
Eine Nummer größer ist der Torsus Praetorian, der in der Liberra-Version zu einem echten Expeditionsmobil mit Überlebensambitionen wird. Eine kompaktere, aber nicht minder clevere Alternative ist der Terracamper Tecamp: modular, praktisch und herrlich unaufgeregt. Und für alle, die meinen, größer sei einfach besser, könnte der 4x4-Greenlander Sherpa das letzte Wort in Sachen mobiler Allrad-Wucht sein.
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