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Hier machen alle blau: Unimog-Großauftrag vom THW

Schon seit Jahrzehnten setzt das Technische Hilfswerk auf die robusten Geländegänger

Unimog-Großauftrag vom THW

Bild von: Mercedes-Benz Trucks

Roland Hildebrandt Roland Hildebrandt

Von: Roland Hildebrandt

20. Mai um 09:03 Uhr

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Das Technische Hilfswerk (THW) erweitert seine operativen Kapazitäten im Zivilschutz durch die Beschaffung von 66 hochgeländegängigen Einsatzfahrzeugen auf Basis des Modells Unimog U 5025. Das logistische Konzept sieht vor, dass die Fahrzeuge im Verlauf des Jahres 2026 gestaffelt an alle 66 Regionalstellen des THW ausgeliefert werden.

Die Zuweisung erfolgt spezifisch an die Fachzüge Logistik, um die bundesweiten Fähigkeiten beim Stückgut-Umschlag sowie bei der Menschenrettung zu stärken. Die primären Einsatzszenarien umfassen Hochwasserlagen, Evakuierungsmaßnahmen und Logistikaufgaben in schwer zugänglichem Gelände.

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Unimog-Großauftrag vom THW

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Quelle: Mercedes-Benz Trucks

Als technische Basis dient das in Wörth am Rhein gefertigte Unimog-Basisfahrzeug, während der finale Aufbau durch den Systempartner F&B Nutzfahrzeug-Technik GmbH im rheinland-pfälzischen Hagenbach realisiert wird. Die Fahrzeuge sind durch ein Zivilschutzzeichen auf den Türen und die THW-typische blaue Farbgebung als Einsatzmittel des Bevölkerungsschutzes gekennzeichnet.

Die technische Konfiguration des Unimog U 5025 ist für den Betrieb unter Extrembedingungen ausgelegt. Der verbaute Vierzylinder-Dieselmotor vom Typ OM 934 leistet 252 PS (185 kW). Im Vergleich zum bisherigen Serienfahrzeug bedeutet dies eine Leistungssteigerung um 21 PS. Hinzu kommt ein maximales Drehmoment von 1.000 Nm.

Das Fahrzeugkonzept basiert auf einem verwindungsfähigen Rahmen mit Portalachsen und gekapselten Antriebswellen, was den Schutz der mechanischen Komponenten gegen Wasser und Schmutz gewährleistet. Eine zusätzliche Motorschutzplatte sichert die Antriebseinheit bei Bodenkontakt im Gelände ab.

Unimog-Großauftrag für THW

Bild von: Mercedes-Benz Trucks

Die Offroad-Spezifikationen umfassen eine maximale Watfähigkeit von 1.200 Millimeter, eine Achsverschränkung von bis zu 500 Millimeter sowie eine Bodenfreiheit von 480 Millimeter unter dem Achsdifferential. Trotz dieser Konstruktion für unwegsames Terrain bleibt das Fahrzeug mit einer Gesamthöhe von unter 3.400 Millimeter für den urbanen Raum und Durchfahrten geeignet.

Für die logistische Flexibilität sorgt ein standardisierter Aufbau, der eine feste Pritsche mit einem integrierten Ladekran des Herstellers HMF kombiniert. Die Pritsche ist mit integrierten Twistlock-Verschlüssen zur Aufnahme von genormten 10-Fuß-Wechselbehältern ausgestattet und verfügt über abnehmbare Bordwände, sodass sie als Flatbed-Plattform genutzt werden kann. Dies ermöglicht den Transport variabler Module wie Pumpen oder Stromerzeuger.

Unimog-Großauftrag für THW

Bild von: Mercedes-Benz Trucks

Zwei Aufstiegsleitern gewährleisten den Zugang zur Ladefläche und unterstützen die technische Menschen- und Tierrettung. Der Ladekran wird über eine vierfache Abstützung stabilisiert. Im Fahrerhaus sind Funktechnik, eine Rückfahrkamera sowie ein spezifisches Stauraumkonzept integriert. Zur weiteren Ausstattung gehören Blaulichtanlagen an Front und Heck, Schutzgitter für die Beleuchtungseinrichtungen und Feuerlöscher. Diese Beschaffung folgt auf ein vorausgegangenes Großprojekt des THW, bei dem über 240 Gerätekraftwagen auf Basis des Mercedes Atego für den Katastrophenschutz geordert wurden.

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