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Hymer Columbia (2025): Neue Campervan-Baureihe geleakt

Ducato-Basis mit zwei Grundrissen, frischen Farben und cleveren Details

Hymer Columbia (2025)
Bild von: Hymer

Offiziell vorgestellt wurde er noch nicht, und trotzdem ist der neue Hymer Columbia schon in aller Munde. Diverse Leaks in Form von Online-Einträgen von Wohnmobilhändlern oder einem auf Youtube aufgetauchten Video eines niederländischen Anbieters lassen wenig Spielraum für Spekulationen. Hymer selbst schweigt bislang – aber die Bilder sprechen eine deutliche Sprache.

Dabei passt der Columbia bestens in die jüngsten Entwicklungen rund um die Traditionsmarke aus Bad Waldsee. Während im Erwin-Hymer-Museum gerade das 75-jährige Bulli-Jubiläum gefeiert wird und mit Corigon ein neue Wohnmobilmarke unter Hymer-Regie heranwächst, setzen die Schwaben mit dem Columbia auf Evolution statt Revolution.

Bildergalerie: Hymer Columbia (2025) Leak

Mit dem neuen Columbia bringt Hymer frischen Wind in die Welt der Campervans. Und zwar auf vertrauter Basis: Als Plattform dient der Fiat Ducato mit 140-PS-Dieselmotor und bewährter Technik. Zur Wahl stehen zwei Längenvarianten: der Columbia 600 und der Columbia 601. Beide bieten 3.500 Kilogramm zulässiges Gesamtgewicht, serienmäßig zwei Schlafplätze und optional ein Aufstelldach mit zwei weiteren.

Während es technisch klassisch bleibt, wird es beim Interieur interessant. Hymer verpasst dem Columbia einen ganz neuen Look, der Anleihen bei den eigenen Premium-Modellen nimmt. Steinoptik-Elemente, wie sie aus der MLT-Serie bekannt sind, kombiniert mit Holzdekor an der Decke, sorgen für eine hochwertige Anmutung, die eher an den Venture S als an den klassischen Ducato-Ausbau erinnert. Auch die Farbabstimmung zwischen Innen- und Außenbereich wirkt durchdacht: Zur Außenfarbe in Stormblau gibt es etwa passende Textilfarben im Inneren.

Hymer Columbia (2025) Leak
Hymer Columbia (2025) Leak
Hymer Columbia (2025) Leak
Bilder von: WitomaCaravan / YouTube

Die beiden Varianten unterscheiden sich vor allem durch die Nasszelle. Der Columbia 600 setzt auf eine klassische Badaufteilung mit kompakter Duschkabine. Der Columbia 601 hingegen übernimmt die neue Variante mit mehr Bewegungsfreiheit und Schiebetür. Beide Modelle bieten im Heck Stauraum und hochklappbare Betten, wie man sie aus anderen Hymer-Modellen kennt.

Die Ausstattung zeigt Sinn für Details: Eine halbhohe Kühlschrank-Position lässt Platz für Kaffeemaschinen, breite Schubladen erleichtern das Verstauen, und die Oberschränke wirken nicht nur stabil, sondern auch formschön. Highlight ist aber das neue Aufstelldach: Es lässt sich nicht nur großflächig öffnen, sondern verfügt auch über eine komplett öffnende Innenbespannung. Wer mag, öffnet den Reissverschluss und blickt beim Aufwachen direkt aufs Meer – oder auf den Nachbar-Camper.

Zum Preis schweigt sich Hymer zwar offiziell noch aus, die Händlerlisten sprechen aber von rund 75.000 Euro Einstieg. Die Serienausstattung ist umfangreich, Sonderwünsche wie Lithium-Batterien, Dachklimaanlage oder Automatikgetriebe dürften den Endpreis schnell in andere Regionen treiben.

Mit dem Columbia füllt Hymer eine Lücke im eigenen Portfolio und setzt auf eine modernisierte Interpretation des klassischen Campervans. Wer auf Fiat-Ducato-Basis unterwegs sein möchte, findet aber auch bei anderen Marken spannende Alternativen: Der Malibu relax bietet viel Ruhe im Innenraum, der Karmann Dexter 635 punktet mit Längsbetten und Dachausbau. Auch Knaus mischt mit dem neuen Boxtime wieder mit, ebenso wie Etrusco mit dem CV 600 SB.