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Die Neuheiten der deutschen Hersteller für 2025

Audi-A6-Nachfolger, Neue Klasse bei BMW, Mercedes CLA und ein Elektro-Kleinwagen von VW stehen unter anderem auf dem Programm ...

Neuheiten der deutschen Hersteller 2025
Bild von: Motor1.com

Minus 12 Prozent beim Absatz 2024 vermeldete Audi kürzlich, auch Mercedes oder VW verkauften weltweit weniger Neuwagen, wenngleich das Minus dort eher gering ausfällt. So oder so muss das Jahr 2025 für die deutschen Hersteller besser werden. Dabei sollen viele Neuheiten helfen. Hier eine erste Übersicht der wichtigsten Modelle abseits von Facelifts.


Audi | BMW | Ford | Mercedes-Benz | Opel | Porsche | VW


Audi

Der aktuell deutliche Rückgang beim Absatz von Audi ist auch auf viele Modellwechsel zurückzuführen. 2024 erschienen der neue A5 als Nachfolger des A4, zudem ein neuer Q5 und die elektrischen Modelle A6 e-tron und Q6 e-tron. 2025 stehen zwei Baureihen im Mittelpunkt, die Konzernchef Gernot Döllner bereits ankündigte: der neue A7 und der nächste Q3.

Bildergalerie: Audi A7, Audi A7 Avant, Audi RS7 Avant und Audi A7 Allroad (2026) Erlkönigfotos

Wie schon beim Wechsel von A4 zu A5 bekommt auch der nächste A6 künftig eine ungerade Verbrenner-Ziffer und mutiert zum A7. Erlkönigbilder zeigen bereits den Avant und die Limousine mit Stufenheck. Beide sind zwar trotz Tarnung als neu zu erkennen, setzen aber eher auf eine Weiterentwicklung des bisherigen A6-Designs.

Technisch nutzt der neue A7 die PPC-Plattform für Verbrenner, die auch dem A5 zugrunde liegt. Gesetzt sind somit zunächst der 2.0 TFSI mit 150 und 204 PS, der 3,0-Liter-Sechszylinder-Benziner mit 367 PS und der 2.0 TDI mit 204 PS Leistung und 48V-Technik. Plug-in-Hybride dürften aber noch folgen. Der A7 Avant dürfte im Sommer 2025 starten, wenige Wochen später die A7 Limousine.

Bildergalerie: Audi Q3 (2025) Erlkönigfotos

Kommen wir zur dritten Generation des Audi Q3: Sie läuft gemeinsam mit dem Cupra Terramar in Ungarn vom Band. Antriebsseitig erwarten wir daher den 1.5 eTSI mit 150 PS, den 2.0 TFSI mit Allrad und 204 bzw. 265 PS. Dazu zwei Plug-in-Hybride mit 204 und 272 PS Leistung. Im Gegensatz zum Cupra dürfte der Audi aber einen Diesel im Angebot haben. 

BMW

In München steht das Jahr 2025 ganz im Zeichen der "Neuen Klasse". Dahinter verbirgt sich eine komplett neue Plattform von BMW für Elektroautos, deren erster Vertreter die Serienversion der Studie Vision Neue Klasse X ist. Dabei handelt es sich um den künftigen iX3, der in Ungarn gebaut wird. Er ist zwar ungefähr so groß wie der jüngst komplett erneuerte X3, verfolgt aber eine ganz andere Philosophie beim Design: Ecken und Kanten plus eine schmale Niere.

Bildergalerie: BMW Vision Neue Klasse X (2024)

Zur Technik beider Modelle ist bislang bekannt, dass sie eine 800-Volt-Architektur und erstmals zylindrische Batteriezellen bekommen. Die Systemleistungen sollen von 200 bis 1.000 kW reichen. Kürzlich wurde das Cockpit der Neue-Klasse-Modelle enthüllt, auffallend ist dort ein schmales Displayband unterhalb der Frontscheibe.

2026 startet die Produktion des rein elektrischen 3er (er könnte i3 heißen) in München. Ihm zur Seite gestellt wird ein optisch ähnlicher neuer Verbrenner-3er, bei dem aber vermutlich die bestehende Plattform weiterentwickelt wird.

Ford

Schlechte Zeiten bei Ford: Der elektrische Explorer verkauft sich nicht so wie erhofft, die Gesamtabsatzzahlen in Deutschland sackten im Jahr 2024 um fast 15 Prozent ab. Der Marktanteil von Ford beträgt hierzulande nur noch 3,5 Prozent. Und 2025 endet auch noch die Produktion des beliebten Focus in Saarlouis. 

Einzige echte Ford-Neuheit für 2025 ist der elektrische Puma Gen-E. In den Handel kommt er dann Anfang 2025. Gebaut wird er zusammen mit dem Transit Custom in Ford-Otosan-Werk im rumänischen Craiova, die Antriebe kommen aus Halewood bei Liverpool. Optisch ähnelt er stark dem Verbrenner-Puma

Bildergalerie: Ford Puma Gen-E (2025)

Während die Batterie tatsächlich 43 kWh netto speichert, ist der Antrieb mit 124 kW stärker als gedacht. Den Normsprint auf 100 km/h erledigt der Puma in 8,0 Sekunden, maximal sind 160 km/h möglich. Der WLTP-Verbrauch liegt bei 13,1-14,5 kWh/100 km – die 13,1 kWh sind einer der niedrigsten Verbräuche überhaupt.  Weniger berauschend ist die Reichweite von 347 bis 376 km. Den Ford Puma Gen-E gibt es laut deutschem Konfigurator ab 36.900 Euro Listenpreis, der Aktionspreis liegt bei 36.162 Euro. 

Mercedes-Benz

So recht in Fahrt kommen die aktuellen Elektroautos der Marke Mercedes nicht. Hoffnungsträger ist deshalb der neue CLA. Mit 800V-Technik soll er mit bis zu 320 kW laden können. Die sogenannte MMA-Plattform bietet eine primär auf Elektroautos ausgelegte Bodengruppe samt entsprechender Antriebs- und Fahrwerkskomponenten. Im neu definierten Einstiegssegment plant Mercedes eine Familie von insgesamt vier Modellen. Neben dem CLA als viertüriger Limousine sind dies ein Shooting Brake und zwei SUVs.

Bildergalerie: Mercedes CLA (2025) Erlkönigfotos

200 kW elektrische Leistung gibt es an der Hinterachse, mit 4matic-Allrad zusätzlich 80 kW vorne. Dank ausgeklügelter Aerodynamik sollen bis zu 750 Kilometer Reichweite möglich sein. Wohl erst 2026 werden noch die Verbrenner nachgereicht. Hier kommt dort ein neuer Vierzylinder-Benziner der modularen Motorenfamilie FAME (Family of Modular Engines) zum Einsatz. Zunächst ist der 48V-Hybridantrieb in drei Leistungsstufen mit 100, 120 oder 140 kW erhältlich.

Opel

Wichtigste Neuheit von Opel für 2025 ist neben dem Grandland, der um einen Plug-in-Hybrid ergänzt wird und dem Mokka-Facelift der neue Frontera. Der Modellname aus den 1990ern prangt an dem Schwestermodell des neuen Citroën C3 Aircross

Bildergalerie: Opel Frontera Hybrid (2024) im Test

Das Motorenangebot für das 4,38 Meter lange (und optional siebensitzige) SUV umfasst einen 1,2-Liter-Turbobenziner mit 48V-Technik und 100 respektive 136 PS Leistung. Einen Diesel gibt es nicht, dafür ein reines Elektromodell mit 83 kW (113 PS) unter dem Blech. Dieser Frontera soll gut 300 Kilometer weit kommen. Interessant sind die deutschen Preise: Der Basis-Benziner startet bei 23.900 Euro.

Porsche

Bei Porsche entwickelt man weiterhin viele Elektro-Baureihen, obwohl sich die Verbrenner derzeit weit besser verkaufen. Aber ein Modell wie der rein elektrische 718 Boxster und Cayman ist nun einmal fast fertig. Muss es auch, denn das benzinbetriebene Boxster- und Cayman-Duo wird mit dem Produktionsende Mitte 2025 auch global ausgemustert. Noch offen ist das Premierendatum für den Strom-718, man munkelt über Verzögerungen bei der Entwicklung.

Bildergalerie: 2025 Porsche Boxster EV mit endgültigen Scheinwerfern und Rückleuchten gesichtet

Die vierte Generation des Porsche Cayenne wird vollelektrisch. Das anspruchsvolle Testprogramm für die ersten getarnten Prototypen ist bereits in vollem Gange. Gleichzeitig entwickelt Porsche seine leistungsstarken Hybrid- und Verbrenner-Modelle weiter. Bis über das Jahr 2030 hinaus soll das erfolgreiche SUV weltweit in drei Antriebsvarianten angeboten werden.

Porsche Cayenne (2025)

Porsche Cayenne Elektro (2025)

Bild von: Porsche

Porsche-Chef Oliver Blume: "Unsere Kunden werden weiter bis ins nächste Jahrzehnt hinein aus einem breiten Angebot an leistungsstarken und effizienten Verbrenner- und Hybridmodellen wählen können.". Dafür erfährt die dritte Generation des Cayenne eine weitere Produktaufwertung und läuft parallel zur vierten, rein elektrischen Generation weiter.

VW

Kommen wir zunächst zu jenen Modellen, die 2025 bei der Marke Volkswagen aus dem Programm verschwinden werden: Der altgediente Touran fährt in Rente, ebenso endet die Produktion des Arteon Shooting Brake. Vermutlich als letzte neue Baureihe mit Verbrenner debütiert in diesem Jahr die zweite Generation des T-Roc. Das derzeitige T-Roc Cabrio läuft 2027 ohne Ersatz aus. 

In Sachen Verkaufszahlen ist der T-Roc enorm wichtig, für die Außenwirkung und die Zukunft aber ein anderes Modell: der elektrische ID.2. Seine Serienversion wird vermutlich im September 2025 auf der IAA in München präsentiert. Mit 4,05 Meter Länge zielt er auf das Kleinwagen-Segment des Polo, als Reichweite sind rund 400 Kilometer im Gespräch. Preislich könnte der ID.2 bei etwa 25.000 Euro starten. Allerdings wie schon der Renault 5 E-Tech Electric wohl nicht zum Marktstart, den wir beim VW für Frühjahr 2026 erwarten.  

Bildergalerie: Volkswagen ID.2all (2023)