Citroën e-C3 You Urban Range (2026): Die günstige Basis im Test
Der Franzose lockt derzeit als eines der günstigen Elektroauto – reicht die kleine Batterie für den Alltag?
Erinnern Sie sich an die spartanischen Einstiegsmodelle der Achtzigerjahre? Vier Räder, Heizung und gute Fahrt. Ganz so kahl ist die Basis des Citroën e-C3 als You in der Urban Range glücklicherweise nicht. Für regulär 20.140 Euro sind Klimaanlage, Parkpiepser hinten, elektrische Fensterheber und sechs Airbags ab Werk an Bord.
Kombiniert man die maximalen Förderprämien der Franzosen und von Staat, sinkt der Kurs bis zum Sommer auf 8.140 Euro. Mit diesem Kampftarif wildert der Stromer im klassischen Revier von günstigen Verbrennern wie dem Dacia Sandero und macht Elektromobilität bezahlbar.
Citroën e-C3 You Urban Range (2026) im Test
Citroën e-C3 You Urban Range (2026) im Test
Cleverer Pragmatismus im Cockpit
Der Innenraum des Kleinwagens offenbart den rigorosen Rotstift, ohne dabei billig oder klapprig zu wirken. Der obligatorische zentrale Bildschirm glänzt durch Abwesenheit. Stattdessen klemmt das eigene Smartphone in einer Halterung und übernimmt via spezieller App das Ruder für Navigation und Musik. Das ist ein cleverer, ressourcenschonender Schachzug, der Kosten drückt. Die standardmäßigen Boxen machen ihren Job souverän. Physische Knöpfe für die wichtigsten Assistenzsysteme bewahren uns glücklicherweise vor digitaler Verzweiflung im Alltag.
Unter der kantigen Haube arbeiten 83 kW (113 PS). Der Frontantrieb zieht den Fünftürer in 12 Sekunden auf Landstraßentempo, bei 125 km/h schiebt die Elektronik zugunsten des Energiesparens verlässlich den Riegel vor. Das weich abgestimmte Fahrwerk schluckt leichte Unebenheiten gelassen, kapituliert aber hörbar bei tiefen Schlaglöchern. Das ovale Lenkrad liegt beim Rangieren nicht immer perfekt in der Hand, und die Sitze thronen recht hoch. Immerhin schluckt der Kofferraum des Citroën e-C3 segmentgerechte 310 Liter für den Wocheneinkauf.
Ladeleistung und tatsächliche Ausdauer
Wer regelmäßig auf der echten Langstrecke unterwegs ist, braucht bei einer maximalen Ladeleistung von 30 kW definitiv starke Nerven. Die verbaute Batterie bietet eine Reichweite von 215 Kilometern im kombinierten Mix. Bleibt man konsequent im urbanen Raum, klettert der Wert auf entspannte 304 Kilometer. In unserem sommerlichen Test in Südfrankreich lag der Verbrauch bei soliden 14 kWh. Kürzere Ladezeiten gibt es erst beim teureren Schwestermodell mit dem größeren Akku im Unterboden.
Bleiben wir bodenständig und ehrlich, ist dieser Wagen von Grund auf für den urbanen Raum konzipiert worden. Genau hier fallen Schwächen auf Kurzstrecken eher nicht ins Gewicht. Die extrem leichtgängige Lenkung, die auf der Landstraße nervös wirken mag, wird beim engen Rangieren am Supermarkt zum handfesten Vorteil. Wer das Auto als genau das akzeptiert, was es letztlich ist, als einen wendigen und extrem günstigen Begleiter, der wird den radikalen Minimalismus schnell zu schätzen lernen.
Den ausführlichen Testbericht mit allen Eindrücken und Bildern finden Sie auf InsideEVs.de.
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