Stellantis bringt 11 neue Nutzfahrzeuge bis 2030
Der Großkonzern stellt die Weichen für seine Transporter und Pickups – neben frischen Plattformen gibt es neue Batterietechnologien
Stellantis baut weiter an seiner Zukunft. In den letzten Tagen zeichnete sich eine Struktur über Zusammenarbeiten, Plänen und Ausblicken ab. Im ersten Quartal 2026 konnte der Konzern seinen Absatz in Europa um fünf Prozent steigern. Damit es weiter aufwärts geht und die starke Marktposition unter den Arbeitern gehalten werden kann, haben jetzt auch die Nutzfahrzeuge einen Fahrplan.
Unter dem Label Pro One bündelt Stellantis seine Nutzfahrzeuge von Citroën, Fiat, Opel, Peugeot und Ram. Als strammes Ziel äußerte der 14 Marken umfassende Konzern eine Umsatzsteigerung von 30 Prozent bis zum Jahr 2030 steigen. Das Mittel zum Zweck ist eine groß angelegte Produktoffensive.
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Insgesamt elf neue Modelle will der Konzern bis 2030 auf den Markt bringen. Das Fundament für die mittleren und großen Transporter bilden zwei neu entwickelte Multi-Energie-Plattformen, die auf der sogenannten STLA Brain-Architektur aufbauen. Bei den Antrieben setzt Stellantis weiterhin auf Flexibilität: Neben klassischen Verbrennungsmotoren und reinen Elektroantrieben soll vor allem der Hybridantrieb eine zentrale Rolle einnehmen.
Zusätzlich steht eine Modernisierung der bestehenden Flotte an. Die weltweit vertriebenen Kompakttransporter erhalten ein umfassendes Update, für die kleineren Modelle in Südamerika ist eine Modellpflege geplant. Technisch rüstet der Konzern ebenfalls nach: Zwei neue Elektromotoren halten Einzug in die Modellpalette. Kombiniert werden diese mit neuen LFP- und NMC-Batterien, was sowohl die Reichweite steigern als auch die Anschaffungskosten senken soll.
Modelloffensive bei den Pickups
Auch das globale Pickup-Segment wird neu sortiert. Für den südamerikanischen Markt frischt Stellantis die kompakten Modelle Fiat Strada und Fiat Toro auf. In Nordamerika steht der RAM Rampage kurz vor der Markteinführung. Deutliche Änderungen gibt es bei den großen Full-Size-Pickups von RAM. Neben den klassischen Nutzlastklassen und Chassis-Cab-Varianten kündigt der Hersteller den ersten elektrischen Pickup mit einem Range Extender an.
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Bei den mittelgroßen Pickups fährt Stellantis zweigleisig. Einerseits entsteht in einer strategischen Partnerschaft ein wirtschaftliches Basismodell. Andererseits wird ein völlig neuer, mittelgroßer RAM-Pickup für den nordamerikanischen Markt entwickelt, der vor allem bei der Leistungsfähigkeit konkurrieren soll.
Ein Auto, das in der Werkstatt steht, verdient kein Geld. Stellantis will daher mit dem System "Pro One NEXT" eine digitale Steuerzentrale etablieren, die derzeit in Europa erprobt wird. Per Echtzeitüberwachung und vorausschauender Wartung soll die Ausfallzeit von Flottenfahrzeugen im Idealfall auf null Prozent gedrückt werden.
Einen Ausblick auf die urbane Logistik liefert Stellantis im Herbst. Am 14. September 2026 wird auf der IAA Transportation in Hannover das Konzeptfahrzeug "Box on Wheels" präsentiert. Dabei handelt es sich um eine autonome, lokal emissionsfreie Transportbox für die Zustellung auf der sogenannten letzten Meile, die Logistikabläufe optimieren und Betriebskosten im Lieferverkehr senken soll.
Quelle: Stellantis
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