BYD Atto 3 Evo (2026) im Video: viel Technik, viel Platz, wenig Drama
Mit 74,8-kWh-Akku, bis zu 449 PS und 220 kW Ladeleistung klingt der Atto 3 Evo stark
Der BYD Atto 3 Evo liest sich auf dem Papier wie ein ziemlich starkes Angebot. 74,8 kWh Batterie, über 500 Kilometer Reichweite, 220 kW Ladeleistung und ein Startpreis ab 45.000 Euro: Das ist in dieser Klasse alles andere als zurückhaltend. Wer die Allradversion nimmt, bekommt sogar bis zu 449 PS und 560 Nm.
Der erste Eindruck passt dazu: optisch ist das kein radikaler Neuanfang, sondern eher eine Evolution. BYD hat an der Linienführung und an den Stoßfängern gefeilt, das Ergebnis wirkt stimmig, ohne auf Effekthascherei zu setzen. Mit 4,46 Metern Länge und 2,72 Metern Radstand bleibt der Atto 3 Evo kompakt, nutzt den Platz aber ordentlich aus.
Im Innenraum dominiert Technik. Das große 15,6-Zoll-Infotainment, das hochauflösende Fahrerdisplay und die Google-basierte Navigation setzen klar den Ton. Dazu kommen Apple CarPlay, Android Auto, Ambientebeleuchtung und sogar Sitzheizung hinten. Vieles wirkt modern und sauber gelöst, nur der emotionale Funke springt nicht so recht über.
Genau das gilt auch beim Fahren. Der Atto 3 Evo schiebt kräftig an, vor allem in der Allradversion mit 3,9 Sekunden auf 100 km/h, bleibt dabei aber komfortabel und eher vernünftig als wild. Im Test lag der Verbrauch bei 15,1 kWh pro 100 Kilometer und damit unter dem offiziellen WLTP-Wert von 16 bis 18 kWh. Wer zügig fährt, wird das natürlich nicht dauerhaft halten.
Praktisch ist das Auto trotzdem sehr. Der Kofferraum fasst 490 Liter, mit umgeklappter Rückbank knapp 1.000 Liter, dazu kommen noch rund 100 Liter im Frunk. Für Familien, Urlaubsfahrten und den Alltag ist das mehr als brauchbar. Auch das Laden geht schnell: Unter optimalen Bedingungen soll der Akku in etwa 25 Minuten von 10 auf 80 Prozent kommen.
Unterm Strich bleibt der BYD Atto 3 Evo ein ziemlich rationales Elektro-SUV. Er ist schnell, effizient, geräumig und ordentlich ausgestattet, aber eben nicht das Auto, das mit Pathos oder großer Geste punktet. Wie das im Detail aussieht, zeigen wir oben im Video — und genau dort merkt man am besten, warum dieser BYD mehr kann, als er auf den ersten Blick verspricht.
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