Dacia plant KEINEN Mittelklasse-Kombi im Passat-Format (Update)
Es handelt sich um einen Aprilscherz ... mit einem Körnchen Wahrheit
Update vom 2. April 2025: Kundige Leser werden es vielleicht anhand der Namen gemerkt haben. Es handelte sich beim Dacia Grand Kombi um einen Aprilscherz. "Poisson d'Avril" ist die französische Bezeichnung für "Aprilscherz", "Gluma" bedeutet "Scherz" auf rumänisch.
Allerdings steckt ein Funke Wahrheit dann doch drin. Denn Ende Januar 2025 verkündete Dacia folgendes: "Der Bigster bietet einen beispiellosen Mix aus Größe, Features und Preis-Leistungs-Verhältnis und wird Dacia zusammen mit zwei weiteren C-Segment-Modellen, die in den kommenden Jahren folgen, einen weiteren kräftigen Schub verleihen."
Ergo werden wir zwei weitere Modelle im Bereich bis 4,60 Meter sehen. Was das genau sein wird, ist noch offen. In der Mittelklasse wären genügend Lücken für ein günstiges Angebot vorhanden. Wer bis dahin ein geräumiges Modell sucht, kann zum neuen Bigster greifen. Oder wählt den 4,55 Meter langen Jogger, den es auch mit sieben Sitzen gibt. Er bekommt bis 2026 ein Facelift, wie Erlkönigbilder zeigen:
Bildergalerie: Dacia Jogger (2026) Erlkönigfotos
Im Folgenden unser originaler Aprilscherz von gestern:
667 bis 1.937 Liter Kofferraum: Mit dem neuen Bigster weitet Dacia sein Modellangebot nach oben aus. Doch mit dem 4,57 Meter langen SUV ist das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht. Schon bei der Vorstellung des Strategieplans Renaulution am 14. Januar 2021 hieß es: "Die wettbewerbsfähige und äußerst flexible CMF-B-Plattform steht im Mittelpunkt der industriellen Strategie von Dacia."
Und weiter: "Die Produktionsstandorte in Rumänien und Marokko verfügen über folgende Produktionskapazitäten: Verschiedene Karosserieformen: Limousinen, Schräghecklimousinen und SUVs im B- und C-Segment. Modelle mit Verbrennungs- und Hybridmotoren sowie alternativen Antrieben, die sämtliche aktuellen Vorschriften erfüllen.
Fahrzeuge mit Vorderrad- und Allradantrieb mit einer Länge zwischen 4,1 und 4,6 Meter. Die Plattform verleiht Dacia große Flexibilität und unterstützt die Marke bei der weiteren Produkteinführung sowie bei der Offensive im C-Segment."
Bildergalerie: Dacia Bigster (2025)
Doch bei gut 4,60 Meter soll es nicht bleiben. Man hat sich die klassische Mittelklasse angesehen und eine stetige Ausdünnung festgestellt: Ford Mondeo und Opel Insignia etwa sind tot. Übrig bleiben Premium-Marken sowie der VW Passat Variant und Skoda Superb. Doch auch dieser startet in Deutschland bei knapp 40.000 Euro. Eine perfekte Lücke also für Dacia.
Dacia, bekannt für seine günstigen und robusten Fahrzeuge, plant einen Angriff auf den Geschäftsmarkt mit einem neuen Kombi-Modell. Nach Jahren des Erfolgs im Privatkundenbereich, bei dem vor allem der Dacia Duster und der Sandero die Herzen der Käufer eroberten, will der Hersteller nun auch in der Business-Welt Fuß fassen – und das mit einem Fahrzeug, das die Marktführer wie den VW Passat alt aussehen lassen soll.
"Der Dacia Grand Kombi wird der neue Maßstab in der Business-Class“, erklärt der globale Marketingdirektor von Dacia, Hubert Poisson d'Avril. "Wir haben uns bewusst für den Kombi entschieden, weil dieser Fahrzeugtyp bei Geschäftsreisenden besonders beliebt ist. Unser Ziel ist es, den VW Passat nicht nur zu konkurrieren, sondern ihn auf allen Ebenen zu übertreffen."
Dacia Bigster Hybrid 155 (2025) im Test
Der Dacia Grand Kombi, so das neue Modell, wird auf der Basis des Bigster entwickelt und soll auf rund 4,90 Meter alles bieten, was die Geschäftsreise von heute braucht: einen großzügigen Kofferraum, modernste Technologie (mit einem Fokus auf Praktikabilität statt Schnickschnack) und natürlich den legendären Dacia-Preis, der immer noch unter dem des Mitbewerbers liegen wird.
"Wir verstehen, dass der VW Passat ein solider Klassiker ist, aber wir sind überzeugt, dass der Dacia Grand Kombi mit seinem unschlagbaren Preis-Leistungs-Verhältnis und unserem Fokus auf Zuverlässigkeit und Langlebigkeit der perfekte Partner für Unternehmen ist“, erklärt der Leiter der Produktentwicklung, Francois Drole. "Wir haben uns von den besten Eigenschaften des Passat inspirieren lassen, allerdings mit dem entscheidenden Vorteil, dass unsere Modelle für jedermann erschwinglich sind. Und natürlich gilt für uns: Copy nothing."
Das Cockpit könnte vom Bigster (Foto) übernommen werden
Das Fahrzeug wird nicht nur mit einem sparsamen Motor und ausreichend Platz für alle geschäftlichen Anforderungen ausgestattet, sondern auch mit einem neuartigen Infotainment-System, das der Hersteller als „praktisch, aber nicht überladen“ beschreibt. Das System lässt sich per Knopfdruck bedienen und bietet einfache Funktionen, die auf das Wesentliche reduziert sind.
"Die Benutzeroberfläche des Dacia Grand Kombi ist so simpel wie möglich – es gibt nichts, was unnötig verwirren könnte", sagt der rumänische Chefingenieur Ion Gluma. "Wir haben uns dazu entschlossen, die Digitalisierung auf das Nötigste zu reduzieren. Weniger ist mehr, besonders in der Business-Welt. Renault hatte uns auch den ausgelaufenen Talisman angeboten, doch wir nutzen lieber die moderne Bigster-Grundlage."
Dacia Mittelklasse-Limousine (2026)
Diesel wird es dadurch leider nicht geben, aber den TCe 140 und den Hybrid 155. Das Konzernregal dürfte noch weitere Möglichkeiten, auch im Bereich Plug-in-Hybrid ermöglichen. Gluma ergänzt, dass man auch eine Limousine mit Stufenheck plant. Mit diesem Wunsch sei die rujmänische Regierung an Dacia herangetreten. Zudem habe man von 1979 bis 1982 schon den Dacia 2000 auf Basis des Renault 20 angeboten.
Bildergalerie: Autoliebhaber besitzt den Dacia 2000 des rumänischen Diktators Nicolae Ceausescu
Laut Dacia wird der Grand Kombi in mehreren Varianten angeboten, darunter eine "Business Edition", die mit robusten Stoffbezügen, einem höhenverstellbaren Beifahrersitz und natürlich einer "Kaffeebecherhalterung" ausgestattet ist, die für das moderne Geschäftsleben unverzichtbar ist. Hier werde man das aus Duster und Bigster bekannte YouClip-System nutzen. "In der ersten Reihe wird es bequem, im Kofferraum gibt es sehr viel Platz", fügt Gluma an.
Der Dacia Grand Kombi soll noch Ende 2025 auf den Markt kommen – mit einem Einstiegspreis, der den VW Passat und andere Mitbewerber weit hinter sich lässt. "Wir wissen, dass der Weg nicht einfach wird", sagt Hubert Poisson d'Avril. "Aber wir sind bereit, den Markt zu erobern – und wir beginnen mit den Geschäftskunden. Der Passat kann einpacken!"
Ob das Modell tatsächlich in den Wettbewerb mit der etablierten Kombi-Klasse tritt oder ob es sich hierbei um einen weiteren Aprilscherz handelt, wird sich noch zeigen. Doch eines ist sicher: Dacia bleibt seiner Linie treu – und hat für den 1. April ganz sicher eine Überraschung parat.
Quelle: Automedia
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