Feinschliff fürs Flaggschiff

Sommer 2008: Mit riesigem Aufwand wird die Weltpremiere des Opel Insignia auf der London Motor Show zelebriert. Seit gut fünf Jahren gibt es die Messe nicht mehr, dafür aber die Marke Opel. Und daran hat auch das Mittelklassemodell seinen Anteil: Mehr 600.000 Fahrzeuge liefen seit 2008 in Rüsselsheim vom Band, davon 132.000 für den deutschen Markt. Jetzt hat Opel dem Insignia ein größeres Lifting verpasst. Hat sich die Kur gelohnt?

Diskreter Charme
Gezielt hat Opel an den häufig kritisierten Schwachstellen des Insignia angesetzt. Die Optik gehörte eher weniger dazu. Und so hielt man sich in diesem Bereich auch zurück. Trotzdem zeigen geschickt angebrachte Chromzierleisten und geänderte Leuchten, dass hier ein ,neues" Modell steht. Gekonnt schafft Opel den Spagat zwischen Mikro-Lifting (wie beim 5er-BMW) und massiver Nasen-OP (wie bei der Mercedes E-Klasse). So haben beide etwas davon: der Neuwagenkunde und die bisherigen Insignia-Besitzer.

Gar kein schräger Typ
Für unsere Testfahrt krallen wir uns die Fließheck-Version. Richtig gehört, bei Opel gibt es noch das gute alte Schrägheck mit großer Heckklappe. Und gerade beim Insignia macht es eine richtig feine Figur. Speziell mit 20-Zoll-Felgen und Metallic-Lackierung könnte man beinahe vom ,Facharbeiter-Sportback" sprechen, so scharf sieht das seitliche Profil dann aus. Klar, die Sicht nach hinten ist mau, das ist sie aber auch beim Kombi. Und der bietet kaum mehr Platz: 530 bis 1.470 Liter passen ins Fließheck, das sind nur z...