Neues Infotainmentsystem im gelifteten Opel Insignia

Auf der 65. Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt (12. bis 22. September 2013) feiert der geliftete Opel Insignia Weltpremiere – und mit ihm das neue Infotainment-System ,Navi 900 Europa Touch", das wir im Folgenden vorstellen.

Neues Navi 900 Europa Touch
Das neue System umfasst die IntelliLink-Technologie, die Anfang 2013 im Opel Adam eingeführt wurde. Mit IntelliLink lassen sich viele Smartphone-Inhalte auf dem Display in der Mittelkonsole anzeigen. Dazu zählen nicht nur Telefon- und Musiklisten, sondern auch Filme – Letzteres allerdings nur bei geparktem Fahrzeug. Zu dem neuen Gerät gehören ein acht Zoll großer Touchscreen in der Mittelkonsole, ein Touchpad vor dem Schalthebel sowie ein Navigationssystem mit Straßenkarten für etwa 30 europäische Länder. Steuern lässt sich das Gerät auf vier verschiedene Arten: über den Touchscreen, per Tastendruck am Lenkrad, via Sprachsteuerung und mittels Touchpad.

Infotainment mit Touchpad
Ein Touchpad als Eingabegerät verwendet unter anderem auch Audi, doch bei Opel ist diese Möglichkeit neu. Dabei gibt ein kurzes Vibrieren der berührungsempfindlichen Oberfläche dem Fahrer eine Rückmeldung. Das Touchpad kann zum Beispiel zum Anwählen einer Option verwendet werden. Dazu bewegt man den Cursor mit dem Finger und tippt kurz auf das Touchpad, wenn er über dem gewünschten Menüpunkt steht. Mit einer Zweifinger-Wischgeste kann der Fahrer zwischen den Audioquellen wechseln, und streicht er mit drei Fingern über die Touchpad-Oberfläche, öffnet sich die Favoritenliste. Außerdem lässt sich die Landkarte zoomen, indem man wie beim Smartphone Zeigefinger und Daumen zusammen- oder auseinanderzieht. Auch können Großbuchstaben per Finger eingegeben werden. Dies erleichtert die Suche eines Musiktitels im Datenspeicher oder eines Zielortes für die Navigation.

Favoriten auch für Navi und Kontakte
Opel hebt auch die Individualisierbarkeit des Systems hervor: Statt wie üblich nur die Lieblings-Radiosender abspeichern zu können, lassen sich hier Favoriten auch für Navigation, Telefon und Unterhaltungsmedien zusammenstellen – und zwar bis zu 60 davon. So ist beispielsweise der meistgehörte Radiosender im Display direkt neben der wichtigsten Telefonnummer platziert, die wiederum nur einen Fingertipp von der im Navi-Verzeichnis gespeicherten Geschäftsadresse entfernt ist. Auch per Sprachbefehl lässt sich das System dirigieren. Mit der Stimme können Adressen im Navi eingegeben werden. Zudem kann man bewirken, dass Lieder abgespielt werden, oder dass das Smartphone die Telefonnummer von Freunden wählt.

Kombiinstrument mit großem Farbdisplay
Die Instrumentenkombination vor dem Fahrer enthält neben den Anzeigen für wichtige Fahrdaten wie Geschwindigkeit, Drehzahl und Tankinhalt auch ein Display, das serienmäßig 4,2 Zoll groß ist. Für 235 Euro Aufpreis gibt es stattdessen ein Acht-Zoll-Display, in der Version Sport ist es Serie. Dabei lassen sich die angezeigten Inhalte konfigurieren. Neben der gefahrenen Geschwindigkeit erscheinen hier Daten zu Navigation, Smartphone-Nutzung und Audioangebot. Um die Funktionen aufrufen, nutzt der Fahrer die Tasten auf der rechten Seite des Lenkrads.

1.200 Euro Aufpreis
Das neue Infotainment-System ist bei den Top-Ausstattungen Sport und Innovation Serie, bei den günstigen Versionen Selection und Edition kostet es 1.200 Euro Aufpreis. Wesentlich weniger spektakulär ist die Grundausstattung des Insignia: Hier gibt es ein MP3-fähiges Radio mit einem 4,2-Zoll-Display in der Mittelkonsole, einen USB-Anschluss, eine Bluetooth-Freisprecheinrichtung sowie eine Audiostreaming-Funktion. Ein CD-Laufwerk kostet bei allen Ausstattungen 150 Euro Aufpreis, es ist selbst beim Navi 900 Europa Touch nicht inbegriffen.

Mit Touchpad und Acht-Zoll-Display