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Dieses China-Bike will BMW an den Kragen

Die CFMOTO 800MT-ES rüttelt mit elektronischem Fahrwerk, 91 PS starkem Zweizylinder und Kampfpreis am Thron der Reiseenduro-Mittelklasse

CFMOTO 800MT-ES (2026)
Bild von: Hans Leeb GmbH

Der Motorradmarkt erlebt einen rasanten Wandel und die chinesische Marke CFMOTO etabliert sich hierzulande in Rekordzeit als feste Größe. Mit der neuen 800MT-ES präsentieren die Aufsteiger nun ein neues Flaggschiff für reiselustige Abenteurer, das ab Mitte Juni 2026 die Händler erreicht.

Die Premium-Reiseenduro zielt direkt auf das Herz der boomenden Mittelklasse und fordert etablierte Platzhirsche heraus. Mit einem Preis von knapp 11.000 Euro in Deutschland will das Modell der Konkurrenz das Leben schwermachen.

CFMOTO 800MT-ES (2026)
Bild von: Hans Leeb GmbH

Hightech-Fahrwerk für Straße und Schotter

Die wichtigste Neuerung steckt im Fahrwerk der Maschine. CFMOTO spendiert dem Top-Modell ein elektronisch geregeltes System namens "Intelligent Suspension System". Dieses System passt die Dämpfung in Echtzeit innerhalb von Millisekunden an den aktuellen Fahrstil, das Tempo und den Straßenbelag an. Über das Cockpit wählen Fahrer zwischen drei Dämpfungsstufen und verschiedenen Beladungsmodi aus. Damit will die Reiseenduro sowohl auf langen Autobahnetappen als auch auf holprigen Schotterwegen maximalen Komfort und hohe Stabilität bieten.

Als Antrieb dient der bewährte, flüssigkeitsgekühlte Zweizylinder-Reihenmotor mit 799 Kubikzentimetern Hubraum. Das Triebwerk leistet 91 PS bei 9.250 Umdrehungen pro Minute und schickt ein maximales Drehmoment von 75 Newtonmetern an das Hinterrad. Die Kraftübertragung übernimmt ein Sechsganggetriebe mit einem Quickshifter, der Gangwechsel ohne Kupplung erlaubt. Damit positioniert sich die Maschine als agile Alternative zu etablierten Bestsellern wie der Suzuki V-Strom 800, der KTM 790 Adventure oder der etablierten BMW F 800 GS.

CFMOTO 800MT-ES (2026)
Bild von: Hans Leeb GmbH


Sicherheit und Vollausstattung ab Werk

Für Sicherheit und Kontrolle sorgt ein Elektronikpaket von Bosch. Eine Sechs-Achsen-Sensorbox füttert das Kurven-ABS, die Traktionskontrolle und die Wheelie-Kontrolle permanent mit Daten. Vier verschiedene Fahrmodi passen die Leistungscharakteristik und die Fahrwerksabstimmung an das jeweilige Terrain an. Der Fahrer steuert diese Systeme über ein großes, acht Zoll großes TFT-Farbdisplay im Cockpit, das auch eine Smartphone-Kopplung bietet. Zur Serienausstattung gehören zudem ein Radarsystem, ein Tempomat sowie beheizbare Griffe und Sitze.

Die CFMOTO 800MT-ES bringt fahrbereit 231 Kilogramm auf die Waage und besitzt einen 19,2 Liter großen Kraftstofftank für ordentliche Reichweiten. Die Sitzhöhe liegt bei angenehmen 825 Millimetern. Das Motorrad rollt auf robusten Speichenrädern mit Michelin-Bereifung zum Kunden.

CFMOTO 800MT-ES (2026)
Bild von: Hans Leeb GmbH

Der Einstiegspreis liegt in Deutschland bei 10.999 Euro, während in Österreich aufgrund abweichender Steuern 11.999 Euro fällig werden. Zum Vergleich: Eine BMW F 800 GS kostet auch "nur" ab 10.650 Euro, die Suzuki V-Storm 800 knapp 11.000 Euro und KTMs 790 Adventure auch nur 10.790 Euro. Da ist offenbar sehr viel chinesisches Selbstbewusstsein im Spiel, denn die übliche Fernost-Taktik, mit Kampfpreisen in den europäischen Markt zu drücken (ja, wir meinen dich, BYD!), kommt hier nicht zum Zuge.