Ist das die coolste neue Retro-Harley des Jahres? Die Deadwood rockt!
Schwarze Optik, Solositz und ein dicker V2 machen die Deadwood zum rollenden Rückblick auf die Bobber der 40er Jahre
Weniger Chrom, weniger Zierrat, weniger Ballast. Dafür ein dicker V2, ein Solositz und jede Menge schwarze Anbauteile. Mit der neuen Deadwood schickt Harley-Davidson einen Bobber auf die Straße, der aussieht, als wäre er direkt aus einer Garage der späten 1940er Jahre gerollt. Schade nur, dass das Modell gar nicht erst nach Europa kommt.
Bildergalerie: Harley Davidson Deadwood (2026)
Bobber statt Blender
Nach dem Zweiten Weltkrieg war vielen Harley-Fahrern jedes überflüssige Teil zu viel. Schutzbleche wurden gekürzt, Anbauteile entfernt und alles auf das reduziert, was wirklich zum Fahren nötig war. Genau diesen Stil greift die Deadwood auf. Selbst ihr Name verweist auf die Geschichte der legendären Sturgis Rally und die Westernstadt Deadwood in den Black Hills.
Fast alles trägt Schwarz. Motor, Auspuff, Gabel, Lenker, Riser, Bedienelemente und selbst die Scheinwerferverkleidung verzichten auf glänzende Akzente. Nur die unteren Rockerbox-Abdeckungen und die Stößelstangen setzen mit etwas Chrom einen dezenten Kontrast. Speichenräder mit schwarzen Felgen und ein klassischer Solositz runden den Auftritt ab.
Klassiker mit aktueller Technik
Unter dem nostalgischen Blech steckt moderne Softail-Technik. Das versteckte Zentralfederbein sorgt für die klassische Hardtail-Linie, ohne den Fahrkomfort zu opfern. Mit nur 648 Millimetern Sitzhöhe gehört die Deadwood zu den niedrigsten Harley-Modellen des Jahrgangs 2026. Koffer sucht man vergeblich. Genau das ist Teil des Konzepts.
Den Vortrieb übernimmt der Milwaukee Eight 117 Classic. Aus 1.923 Kubikzentimetern holt der V2-Motor 98 PS und 163 Newtonmeter. Die 2-in-1-Abgasanlage soll das Drehmoment zusätzlich unterstützen und liefert den passenden Sound gleich mit. Wer mehr möchte, kann den Motor später mit Screamin’ Eagle-Komponenten weiter aufrüsten.
Mehr als nur Retro
Der klassische Look täuscht. Die Deadwood bringt Kurven-ABS, Kurven-Traktionskontrolle, Schleppmomentregelung, Reifendruckkontrolle und drei Fahrmodi mit. LED-Licht, USB-C-Anschluss und ein Rundinstrument mit integriertem Display gehören ebenfalls zur Serienausstattung.
Ihre Premiere feiert die Deadwood auf der Sturgis Motorcycle Rally. Verkauft wird sie anschließend leider ausschließlich in den USA und Kanada. Der Einstiegspreis liegt dort bei 17.999 US-Dollar. Für Fans in Europa bleibt damit vorerst nur das Anschauen.
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