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KTM 790 Duke (2027): Das "Skalpell" schärft seine Klingen
KTM verpasst dem Mittelklasse-Skalpell für das Modelljahr 2027 eine scharfe Optik, frische WP-Stoßdämpfer und hauseigene Stopper

Bild von: KTM
Christopher Otto 
Von: Christopher Otto
23. Jun. um 09:16 Uhr
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KTM schärft für das Modelljahr 2027 sein beliebtes Mittelklasse-Naked-Bike gründlich nach. Die KTM 790 Duke, die einst 2018 debütierte und mittlerweile in China gefertigt wird, bekommt ihre bisher umfassendste Modellpflege. Die Österreicher spendieren dem zweizylindrigen Kurvenräuber nicht nur ein komplett neues Design im Stile der größeren Schwestermodelle, sondern feilen auch kräftig an der Ergonomie, dem Fahrwerk und den Bremsen. Eine für den A2-Führerschein taugliche Variante bleibt weiterhin im Programm.
Bildergalerie: KTM 790 Duke 2027

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Quelle: KTM
Neuer Look und bessere Ergonomie
Optisch rückt die neue KTM 790 Duke deutlich näher an die radikal gestalteten Modelle 990 Duke und 1390 Super Duke R heran. Der markante LED-Scheinwerfer wirkt extrem aggressiv und scheint dank einer cleveren Konstruktion fast vor dem Motorrad zu schweben. Gleichzeitig speckte die nackte Mittelklasse beim Bodywork um zwei Kilogramm ab. Ein neu geformter Stahltank mit 13,5 Litern Volumen sorgt für einen flacheren Abschluss und erlaubt einen spürbar engeren Knieschluss, was die Kontrolle in schnellen Wechselkurven spürbar erleichtert.
Das Herzstück bleibt der bewährte LC8c-Reihenzweizylinder mit 799 Kubikzentimetern Hubraum. In der offenen Version leistet das Triebwerk weiterhin 105 PS und drückt ein Drehmoment von 87 Newtonmetern auf die Kurbelwelle. Die für Einsteiger wichtige L-Variante leistet gesetzeskonforme 95 PS. Beide Versionen erfüllen die strenge Abgasnorm Euro 5+ und nutzen dafür eine neu konstruierte Auspuffanlage, deren Schalldämpfer durch ein spezielles Wickelverfahren fast ohne sichtbare Schweißnähte auskommt.

Bild von: KTM
Updates für Fahrwerk und Bremsen
Spürbare Fortschritte verspricht das überarbeitete WP-Fahrwerk. Die verbaute 43-Millimeter-Gabel arbeitet nun mit einer praktischen Fünf-Klick-Verstellung für die Zug- und Druckstufe, die sich direkt an den Gabelkappen bedienen lässt. Auch das hintere Federbein legte um fünf Millimeter Federweg zu und bietet eine manuelle Anpassung der Federvorspannung sowie eine ebenfalls in fünf Stufen einstellbare Zugstufe. Ab Werk rollt das Motorrad auf griffigen Reifen des Typs Pirelli Diablo Rosso IV.
Eine echte Premiere feiert die neue Bremsanlage an der Vorderachse. KTM setzt hier erstmals auf ein komplett selbst entwickeltes Radial-Bremssystem der Konzernmarke WP. Zwei schwimmend gelagerte 300-Millimeter-Scheiben und radial verschraubte Vierkolben-Zangen sollen im Zusammenspiel mit einer radialen Handbremspumpe für hervorragende Verzögerungswerte sorgen. Die Entwickler versprechen eine lineare Dosierbarkeit ohne giftiges Erstansprechen, was vor allem im Alltag für mehr Vertrauen sorgen dürfte.

Bild von: KTM
Modernes Cockpit ohne Demo-Modus
Hinter dem Lenker blickt der Fahrer auf ein neues, fünf Zoll großes TFT-Display aus entspiegeltem Verbundglas. Die Menüführung wurde stark vereinfacht, um wichtige Einstellungen mit deutlich weniger Klicks zu erreichen. Wer die KTM 790 Duke auf der Rennstrecke bewegen möchte, kann im speziellen Track-Modus eine reduzierte Telemetrie-Ansicht wählen. Diese zeigt dann nur noch Schräglagenwinkel, Beschleunigungswerte und Rundenzeiten an. Ein echtes Plus für die Kunden: KTM schafft mit diesem Modelljahr den umstrittenen Demo-Modus für Software-Features endgültig ab.
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