Mehr Sicherheit durch 5G-Mobilfunktechnik

Pirelli hat einen Reifen entwickelt, der mit eigenen Sensoren Aquaplaning erkennt und die Gefahr über das 5G-Mobilfunknetz überträgt. Pirelli demonstrierte die Funktionsweise des Cyber-Reifens nun in Turin auf dem Dach des berühmten Lingotto-Gebäudes in der Umgebung des Fiat-Stammwerks.

Die mit internen Sensoren ausgestattete Pirelli-Cyber-Reifen ermitteln das Aquaplaning-Risiko und den Grip. Dann übertragen sie die Information ins Cockpit. Außerdem wird die Warnung an die 5G-Mobilfunk-Infrastruktur übermittelt (Car-to-X-Kommunikation). Diese gibt die Information dann an andere Fahrzeuge weiter, die sich der gefährlichen Stelle nähern. Aufgrund der Warnung können die Fahrzeuge dann ihre Fahrerassistenzsysteme entsprechend anpassen.

Eine direkte Car-to-Car-Kommunikation ist offenbar nicht geplant. Auch von der Möglichkeit von Warnanzeigen ist in der Pirelli-Pressemitteilung nicht die Rede. Denkbar wäre aber eine "Achtung, Aquaplaning"-Anzeige zum Beispiel auf Schilderbrücken mit veränderlichen Anzeigen. 

Pirelli denkt aber noch in eine andere Richtung. So sollen in Zukunft auch Daten über die Art des Pneus, die damit gefahrenen Kilometer und die dynamische Belastung übertragen werden. Dann könnte der Reifen der Zukunft vielleicht den Fahrer rechtzeitig vor abgefahrenem Profil warnen.

Aber Pirelli setzt Sensortechnik nicht nur im Dienst der Sicherheit ein, sondern auch, um den Spaß am Fahren zu erhöhen. So hat der Reifenhersteller in diesem Jahr den Italia Track Adrenaline vorgestellt, einen Sensor-Reifen für passionierte Rennstrecken-Liebhaber. Zum System gehören mit Sensoren ausgestattete "P Zero Trofeo"-Reifen. Dabei steht "Track Adrenaline" für einen virtuellen Rennstrecken-Ingenieur, der Druck und Temperatur der Reifen in Echtzeit überwacht und diese Informationen mit telemetrischen Daten kombiniert. Auf dieser Grundlage gibt er der Fahrerin oder dem Fahrer Hinweise und Vorschläge zur Verbesserung der Rundenzeiten.