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Neuzulassungen in Deutschland: Automarkt wächst im Juli 2026

Elektroautos bleiben auf Rekordkurs, Benziner und Diesel verlieren weiter deutlich

VW Golf und VW T-Roc als Vollhybrid (2026)
Bild von: Volkswagen

Die Elektromobilität setzt ihren Höhenflug auf dem deutschen Automarkt fort. Im Juli 2026 legten batterieelektrische Fahrzeuge erneut kräftig zu und erreichten erstmals fast 30 Prozent Marktanteil. Gleichzeitig gerieten klassische Benziner und Diesel weiter unter Druck. Insgesamt wurden im vergangenen Monat 268.068 neue Pkw zugelassen – ein leichtes Plus von 1,2 Prozent gegenüber Juli 2025.

Während der Gesamtmarkt nur moderat wuchs, entwickelte sich das Privatkundengeschäft deutlich dynamischer. Die privaten Neuzulassungen stiegen um 8,0 Prozent und erreichten einen Marktanteil von 36,8 Prozent. Das gewerbliche Geschäft gab dagegen um 2,4 Prozent nach. Über die ersten sieben Monate des Jahres betrachtet liegt der deutsche Pkw-Markt damit 5,1 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Besonders auffällig bleibt die Entwicklung bei den klassischen Verbrennern. Reine Benziner kamen im Juli nur noch auf 18,9 Prozent Marktanteil. Gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht das einem Rückgang von 29,7 Prozent. Auch der Diesel setzte seine Talfahrt fort: Sein Marktanteil lag nur noch bei 11,8 Prozent, die Neuzulassungen gingen um 21,8 Prozent zurück.

Verbrenner-Anteil wird durch Mildhybride verzerrt

Wie schon in den vergangenen Monaten gilt allerdings: Die Statistik des Kraftfahrt-Bundesamts weist sämtliche Mildhybride als Hybridfahrzeuge aus. Eine Grauzone, welche die Verbrenner-Statistik im Prinzip ungerechtfertigt nach unten zieht.

Insgesamt wurden nach dem KBA-Schema 105.284 Hybridfahrzeuge neu zugelassen, was einem Marktanteil von 39,3 Prozent entspricht. Darunter entfielen 30.609 Einheiten beziehungsweise 11,4 Prozent auf Plug-in-Hybride. Zieht man die Mildhybride aus dieser Kategorie heraus, fällt der tatsächliche Anteil klassischer Verbrenner wie gesagt höher aus, als es die reine Statistik zunächst vermuten lässt.

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Bild von: InsideEVs.de

Ungebremst bleibt dagegen der Aufwärtstrend bei den Elektroautos. 78.609 batterieelektrische Pkw (BEV) kamen im Juli neu auf die Straße – ein Plus von 61,7 Prozent. Mit einem Marktanteil von 29,3 Prozent lagen reine Elektroautos erneut deutlich vor den Plug-in-Hybriden und etablierten sich weiter als wichtigste alternative Antriebsform.

Alternative fossile Antriebe bleiben hingegen bedeutungslos. Lediglich eine Erdgas-Neuzulassung wurde registriert. Flüssiggasfahrzeuge (LPG) legten zwar um 59,2 Prozent auf 1.705 Fahrzeuge zu, erreichen mit 0,6 Prozent Marktanteil aber weiterhin nur eine kleine Nische. Parallel dazu sank der durchschnittliche CO₂-Ausstoß aller neu zugelassenen Pkw um 15,1 Prozent auf 91,2 g/km.

Smart überrascht, Volkswagen bleibt Marktführer

Bei den deutschen Herstellern sorgte vor allem Smart für Aufmerksamkeit. Die Marke konnte ihre Neuzulassungen um 106,6 Prozent steigern, wenngleich der Marktanteil mit 0,3 Prozent weiterhin klein bleibt. Ebenfalls deutlich im Plus lagen Mini (+19,3 Prozent) und Mercedes (+8,0 Prozent). Audi (+1,5 Prozent), BMW (+0,5 Prozent) und MAN (+1,9 Prozent) legten leicht zu.

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Weniger erfreulich verlief der Monat für mehrere Volumenhersteller. Opel verlor 18,1 Prozent, Ford 17,0 Prozent, Volkswagen 7,6 Prozent und Porsche 4,5 Prozent. Trotz des Rückgangs blieb Volkswagen mit einem Marktanteil von 17,9 Prozent klar stärkste Marke in Deutschland.

BYD wächst rasant, Skoda bleibt stärkste Importmarke

Auch bei den Importmarken dominierten die Elektroanbieter. Besonders stark präsentierte sich BYD, dessen Neuzulassungen um 365,4 Prozent zulegten. Die Chinesen erreichen damit 2,0 Prozent Marktanteil. Ebenfalls kräftig wuchsen Renault (+32,3 Prozent), Citroën (+23,1 Prozent), Peugeot (+22,0 Prozent), Fiat (+13,6 Prozent) und Kia (+11,4 Prozent). Seat legte um 4,9 Prozent zu.

Deutlich schwerer taten sich Toyota (-25,0 Prozent), Volvo (-14,2 Prozent), Dacia (-11,2 Prozent) und Hyundai (-6,7 Prozent). Skoda behauptete mit einem Marktanteil von 8,7 Prozent erneut seine Position als stärkste Importmarke auf dem deutschen Markt.

Bei den Fahrzeugsegmenten dominierten weiterhin die SUVs mit einem Marktanteil von 35,7 Prozent und einem Plus von 5,4 Prozent. Dahinter folgen Kompaktwagen (13,8 Prozent, -11,0 Prozent) sowie Kleinwagen (13,3 Prozent, +9,9 Prozent). Den deutlichsten Zuwachs fuhren die Minis mit einem Plus von 25,0 Prozent ein, ihr Anteil an den Neuzulassungen im Juli betrug dennoch nur 2,8 Prozent. Rückläufig waren die Neuzulassungen in den Segmenten Sportwagen (-27,1 %/0,5 %), Oberklasse (-20,2 %/0,5 %), Großraum-Vans (-16,4 %/1,6 %), Wohnmobile (-15,7 %/ 2,2 %), und Utilities (-4,3 %/4,8 %).