SUV oder Suff?

Fußballer kennen das: Heute Gott, morgen Depp. Auch im automobilen Bereich kommt es vor. Jüngstes Beispiel ist der Diesel. Noch vor nicht allzu langer Zeit gefeiert, soll er nun ein schweres Foulspiel begangen haben und erhält die rote Karte gezeigt. (Ob der Schiedsrichter wirklich unparteiisch ist, lassen wir einmal dahingestellt.) Freie Fahrt also für den Benziner? Wir haben den Hyundai Tucson mit 1,6-Liter-Turbobenziner und 177 PS getestet.

Ein Koreaner strebt nach oben
Der Tucson steht dabei exemplarisch für den Erfolg der SUV-Klasse, der ohne Diesel nicht so steil gewesen wäre. Im Jahr 2016 war der Tucson erstmals der meistverkaufte Hyundai in Deutschland (25.559 Exemplare) und löst den i30, einen klassischen Kompakten, ab. Ob es am Design liegt, sei dahingestellt: Der Tiguan-Rivale von Hyundai sieht gefällig aus, nicht mehr, nicht weniger. Überzeugend sind in erster Linie die inneren Qualitäten: So gut wie jeder Beifahrer stellt fest, wie großzügig es in Reihe eins zugeht. Der Grund ist simpel, nämlich die stattliche Breite von 1,85 Meter. In engen Garagen ist deshalb Vorsicht geboten.

Keine Rätsel für den Fahrer
Immerhin ist die Sicht nach vorne gut, dass Cockpit ist nicht unnötig verbaut. Typisch für Hyundai ist die übersichtliche und einfache Bedienung trotz vieler Tasten. Alles ist dort, wo es hingehört, dazu kommen klar ablesbare Instrumente. ,NO Nonsense" würde der Engländer sagen, also keine Spielereien mit virtuellen Mäusekinos. Prima auch das ab der Style-Aus...