Neuer Nissan Micra im Test

Ihre Lieblingsfarbe ist Hellgrau, Sie kleiden sich am liebsten beigefarben und mögen es gediegen? Dann ist der neue Nissan Micra nichts für Sie. Die fünfte Generation, die ab Mitte März 2017 beim Händler steht, ist das genaue Gegenteil von Understatement, vor allem in Orange. Ob sich der Kleine so ungewöhnlich fährt, wie er aussieht? Wir haben ihn getestet.

Das Gegenteil der alten Generation
Der alte Micra war ein tristes Pummelchen. Er sollte als Weltauto funktionieren, und dann muss eben auch ein Inder mit Turbanen hineinpassen (kein Witz), und die restriktiven japanischen Bestimmungen zur Breite müssen ebenfalls beachtet werden. Der Neue kommt aus Europa und wirkt deutlich dynamischer und männlicher, seitlich ist er durch die vielen Kanten und geknickten Linien vielleicht etwas überzeichnet. Die Proportionen sind erwachsener, man sieht es dem Wagen an, dass er mit ziemlich genau vier Meter nun gleich 17 Zentimeter länger ist als bisher. Breiter und niedriger ist er auch. Größenmäßig ist er nun Mainstream im Kleinwagensegment und soll so wieder mehr Käufer finden. Bisher waren drei Viertel der Käufer weiblich, künftig soll der Geschlechtermix ausgeglichen sein.

Sportliches Fahren? Vergessen Sie`s
Die Optik weckt bei mir Erwartungen in puncto Fahrdynamik. Die kann der neue Micra jedoch nicht erfüllen, das sag ich gleich mal vorneweg. Der 0.9 IG-T soll der ,Volumenmotor" werden, wie man das in der Branche nennt. Ungewöhnlich: Der Dreizylinder-Turbobenziner hat keine Direkt-...