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Ferrari bringt vielleicht endlich das Schaltgetriebe zurück

Ausgerechnet ein 12Cilindri könnte Ferraris lang erwartete Rückkehr zu drei Pedalen markieren

Ferrari 12Cilindri

Wenn Sie - wie gefühlt die meisten Menschen - vom Luce enttäuscht sind, gibt es nun zumindest etwas neue Ferrari-Hoffnung: Das Cavallino Rampante könnte nämlich das manuelle Getriebe zurückbringen. Ein neuer Bericht legt nahe, dass man bereits in diesem Sommer eine Version des 12Cilindri mit drei Pedalen vorstellen könnte – und damit womöglich den ersten Serien-Ferrari mit manuellem Getriebe seit fast zwei Jahrzehnten.

Laut The Supercar Blog könnte der handgerissene 12Cilindri sogar schon im Juli auftauchen. Sollte sich das bewahrheiten, wäre er der erste V12-GT an der Spitze der Ferrari-Palette mit Handschaltung seit 2007. Zudem wäre er das erste neue Straßenmodell der Marke mit Schaltgetriebe seit dem California.

Allerdings gibt es einen Haken: Der 12Cilindri mit Handschaltung dürfte kaum als reguläres Serienmodell angeboten werden. Ferrari wird das Auto voraussichtlich auf nur einige Hundert Exemplare limitieren und sie ausgewählten Top-Kunden vorbehalten. Markenrechtliche Eintragungen deuten darauf hin, dass er 12Cilindri „MM“ heißen könnte.

Wer das Glück hat, tatsächlich einen 12Cilindri mit Schaltgetriebe in die Hände zu bekommen (im wahrsten Sinne des Wortes), wird wohl den Enthusiasten-Gipfel erklimmen. In einer Zeit, in der Turbomotoren und Doppelkupplungsgetriebe den Ton auch bei den extrovertiertesten Sportwagen angeben, klingt ein frei saugender 6,5-Liter-V12 mit drei Pedalen und 830 PS nach einem echten Fahrerfest.

Ferrari 12Cilindri

Ferrari könnte an mehr als einem Handschalter arbeiten

Allerdings könnte nicht nur der 12Cilindri ein manuelles Getriebe erhalten. Eine aktuelle Markeneintragung, ursprünglich von CarBuzz aufgegriffen, deutet darauf hin, dass Ferrari an einem „digitalen“ Schaltgetriebe arbeitet.

"Digi" was? Das System würde demnach ein elektronisches Kupplungspedal nutzen, das das Gefühl einer klassischen Handschaltung simuliert – inklusive Druckpunkt und Rückstellverhalten. Diese Technik könnte künftig in einem Performance-Elektroauto wie dem Luce landen.


Motor1 meint: Sollte Ferrari den Handschalter zurückbringen – selbst in stark limitierter Stückzahl –, wäre das einer der größten Enthusiasten-Momente dieses Jahrzehnts. Die entscheidende Frage ist, ob es ein reines Sammler-Experiment bleibt oder ob es ein Signal für eine breitere Rückbesinnung auf besonders fahrerorientierte Supersportwagen ist.