Ferrari 12Clindri Spider: Mehr Carbon, Klang und Bodennähe von Novitec
Weltweit führender Ferrari-Tuner zeigt neues Programm für den offenen V12
Seit Ende 2024 verschönert er inzwischen das Straßenbild, der sehr gelungen auf retro getrimmte 12Cilindri. Und das von Beginn an auch als Spider. Novitec zeigte uns bereits im vergangenen Oktober seine Interpretation des Coupés, jetzt legen die Stettener mit dem ersten umfangreichen Veredelungsprogramm der offenen Variante nach.
Der nach eigenen Angaben weltweit führende Veredler für Fahrzeuge aus Maranello konzentriert sich dabei nicht auf eine Leistungsspritze für den frei saugenden 6,5-Liter-V12, sondern auf die klassischen Tugenden seines Hauses: mehr Carbon, ein geschärftes Fahrwerk, neue Schmiederäder und eine Auspuffanlage, die den Zwölfzylinder noch eindrucksvoller in Szene setzen soll.
Der offene Ableger des 12Cilindri übernimmt die Technik des Coupés nahezu unverändert. Unter der langen Motorhaube arbeitet Ferraris aktueller V12-Saugmotor mit 830 PS, der bis 9.500 U/min dreht und zu den letzten seiner Art zählt.
Bildergalerie: Novitec Ferrari 12Cilindri Spider (2026)
Carbon an nahezu jeder Karosseriepartie
Den größten Teil des Umbaus machen die neu entwickelten Sichtcarbon-Komponenten aus. Die Front erhält eine neue Spoilerlippe sowie Carbon-Einsätze für die seitlichen Lufteinlässe. Ergänzt werden sie durch Abdeckungen für den zentralen Lufteinlass und die charakteristischen senkrechten Streben. Auch die serienmäßige Blende zwischen den Scheinwerfern ersetzt Novitec durch ein Bauteil aus Carbon.
Weitere Kohlefaser-Elemente finden sich an den Luftauslässen der Motorhaube, hinter den vorderen Radhäusern sowie im Motorraum selbst. Dort bestehen unter anderem die Motorabdeckung und die Luftfiltergehäuse aus Sichtcarbon.
Am Heck setzt Novitec auf eine dreiteilige Spoilerlippe, die den Abtrieb bei hohen Geschwindigkeiten erhöhen soll. Hinzu kommen ein neuer Carbon-Diffusor, Seitenschweller und Spiegelkappen aus demselben Material. Laut Novitec dienen die Bauteile nicht nur der Optik, sondern wurden auch mit Blick auf die Aerodynamik entwickelt.
Neue Schmiederäder und markanterer V12-Sound
Premiere feiert am 12Cilindri Spider außerdem das neue Schmiederaddesign NF12, das Novitec gemeinsam mit Vossen entwickelt hat. Die Felgen besitzen fünf Y-förmige Speichen und eine Nabenkappe im Zentralverschluss-Look. Sie entstehen in Schmiedetechnik und werden anschließend CNC-bearbeitet, um das Gewicht möglichst gering zu halten.
Wie bei Novitec üblich setzt der Tuner auf unterschiedliche Radgrößen: vorne kommen 21-Zoll-Felgen im Format 10J mit Reifen der Dimension 275/35 ZR21 zum Einsatz, hinten 22-Zöller (12J) mit 325/30 ZR22-Pneus. Passend dazu senken Sportfedern die Karosserie um rund 30 Millimeter ab.
Ebenfalls neu ist die Auspuffanlage. Sie ist wahlweise aus Edelstahl oder aus dem leichteren Inconel erhältlich, wie es auch im Motorsport eingesetzt wird. Für die Inconel-Version bietet Novitec optional eine 999er-Feingoldbeschichtung zur besseren Wärmeableitung an. Ergänzend stehen Sportkatalysatoren sowie Endrohre in Mattschwarz oder ebenfalls mit Goldbeschichtung zur Wahl.
Wer auch den Innenraum individualisieren möchte, kann den Spider mit Leder- und Alcantara-Ausstattungen nahezu frei konfigurieren. Damit bleibt Novitec seiner Philosophie treu: keine radikale Neuentwicklung, sondern eine umfangreiche Veredelung, die den Charakter des Ferrari 12Cilindri Spider gezielt unterstreichen soll.
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