Peter und der Wolf

Rund eine Million Millionäre gibt es in Deutschland. Und einen, der beim Kia-Händler steht. Die Rede ist vom Sorento: Gut zwei Millionen Exemplare des großen SUVs wurden seit 2002 verkauft, besonders viele in den USA. Ab März 2015 schickt sich die dritte Generation an, diese hierzulande bislang unauffällig gebliebene Erfolgsgeschichte fortzusetzen. Ob das gelingen kann, klärt unser Test.

Optik mit Biss
Sagte ich gerade unauffällig? Das sehen die Kia-Designer unter ihrem Chef Peter Schreyer natürlich ganz anders: Eine Art ,Straßenwolf" sei der neue Sorento. Zumindest von vorne könnte er aber auch eine Katze sein, denn die Scheinwerfer und der große verchromte Grill wären bei Jaguar gut aufgehoben. In Richtung Heck geht die Eleganz indes zusehends flöten, von hinten ähnelt der Kia dem Jeep Grand Cherokee. Die schicke Hülle kaschiert gut, dass der Sorento-Wolf ordentlich zugelegt hat. Die Länge wuchs um 9,5 Zentimeter auf jetzt 4,78 Meter, der Radstand misst nun 2,78 Meter. Damit liegt der Sorento auf VW-Touareg-Niveau, auch wenn Kia mehr die Wettbewerber vom Schlage eines BMW X3 im Visier hat.

Raum-Fähre
Einen Vorteil hat die Moppeligkeit des Sorento (er wiegt leer um die zwei Tonnen): Innen gibt es mehr als genug Platz. In der zweiten Reihe leidet niemand Not. Praktisch ist die Längsverstellung der Fondsitze, zudem sind die Lehnen in der Neigung verstellbar. Sofern die optionale dritte Sitzreihe für 900 Euro geordert wurde, macht das besonders Sinn, um die aus dem Ladeboden ...