Der Spyker C8 Preliator XXV kommt mit Gold im Überfluss
Die Niederländer feiern die Rückkehr zu leistungsstarken und provokant gestalteten Exemplaren
Der Name Spyker dürfte bei den meisten schon seit einiger Zeit nicht mehr ganz oben auf der gedanklichen Liste stehen. Der neue C8 Preliator XXV könnte das ändern. Denn der niederländische Supersportwagenhersteller ist zurück im Rampenlicht. Und das wirklich nicht ganz unauffällig.
Denn ihr jüngstes Werk mit protzigem Show and Shine wurde in Monterey vorgestellt. Spyker bezeichnet den C8 Preliator XXV als komplett neues Modell. Wir sehen darin eher eine überarbeitete Version des früheren C8 Preliator. Unabhängig davon klingt dieser "neue" Wagen jedenfalls nach einem ziemlich beeindruckenden Gesamtpaket.
Spyker beruft sich weiterhin auf sein Luftfahrt-Erbe. Über das gesamte Auto verteilt finden sich NACA-Lufteinlässe. Die Räder orientieren sich gestalterisch an Propellern. Am Heck erinnern die Rückleuchten an Nachbrenner von Jets, während die mittige Haifischflosse auf dem Dach die Grenze zwischen Flugzeug und Motorsport verschwimmen lässt.
Schon die konkrete Konfiguration dieses Exemplars setzt ein klares Statement. Der Grünton trägt den Namen Quail Green und enthält roségoldene Metallic-Partikel im Lack. Auch alle glänzenden Anbauteile sind in Roségold gehalten. Spyker sagt, Käufer können sich alternativ für ein klassisches Aluminium-Finish entscheiden – oder es so extravagant treiben, wie sie möchten.
Und wie sollte man bei einem Auto wie diesem nicht aufs Ganze gehen? Ein Spyker sollte polarisieren und ein echtes Statement sein, oder? Schönheit liegt eben im Auge des Betrachtenden.
Im Innenraum findet sich deshalb noch mehr Roségold, sogar an der offenliegenden Schaltkulisse des Handschalters. Genau: Auch beim neuesten Spyker gibt es noch ein echtes manuelles Getriebe. Für den Antrieb sorgt ein von Audi bezogener 4,0-Liter-V8-Biturbo. Hier leistet er 580 kW (789 PS) und entwickelt 1.002 Nm Drehmoment.
Spyker gibt eine Höchstgeschwindigkeit von 349 km/h an. Der Sprint von 0 auf 100 km/h soll in unter drei Sekunden erledigt sein. Das sind echte Supercar-Werte bei einem Auto, das diese Bezeichnung auch verdient.
Dennoch spricht Spyker beim C8 Preliator XXV von einer völligen Neuentwicklung. Vermutlich wurde ein früheres C8-Chassis umfassend überarbeitet, doch die Grundformel scheint ansonsten gleich geblieben zu sein. Klassische, handgefertigte Karosseriearbeit trifft auf einen Innenraum mit deutlicher Steampunk-Anmutung – in einem Fahrzeug, das sowohl als Heldenauto als auch als Bösewicht-Mobil durchgehen würde.
Gebaut werden lediglich 25 Exemplare. Gerüchten zufolge würde dieses gezeigte Fahrzeug rund 1,6 Millionen US-Dollar kosten (etwa 1,38 Millionen Euro). Spyker betont jedoch, dass der C8 Preliator XXV erst der Anfang einer neuen Phase sei. Als Nächstes wolle der Hersteller das nie richtig gestartete D8 Peking-to-Paris Super SUV wiederbeleben und anschließend in den GT3-Motorsport zurückkehren.
Bleibt zu hoffen, dass genügend Kunden den C8 Preliator XXV kaufen, damit aus diesen Ankündigungen Realität wird.
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