Neuer Porsche 911 GT3 RS im Test

Aaah, da ist es wieder. Dieses GT3- RS-Gefühl. Sie sehen unzüchtig viel Flügel, eine sehr sehr grelle Farbe und Sie fragen sich, wie zum Teufel Porsche es diesmal eigentlich anstellen will, den Neuen auch nur ein Fitzelchen besser zu machen als den Alten. Dann lesen Sie von der Nordschleifen-Zeit, die der Neue in den Eifel-Teer gehackt hat und denken laut: „Oh!“ Im Falle des allerneuesten GT3 RS, also des 991.2, dürfte dem „Oh!“ eine ganz besondere Erschütterung beiwohnen: 6:56,4 Minuten! Fast 24 Sekunden schneller als 991 GT3 RS Version 1. Nicht mal zehn Sekunden langsamer als der 180 PS stärkere 911 GT2 RS. Es muss Zauberei sein. Die pure Magie.

Das ist eher unwahrscheinlich. Was hat Porsche am GT3 RS verändert?
Laut den schlauen Köpfen in Weissach geht es zum Großteil um Aerodynamik. Der Abtrieb hat sich im Vergleich zum Vorgänger mal eben um 40 Prozent verbessert. Man mag es kaum glauben, sieht das neue fiese Ding doch nicht wirklich anders aus als das alte fiese Ding. Das heroisch offensive „Lizzard Green“ und die neuen Flanken-Aufkleber (Juhu, endlich wieder Aufkleber!) mal außen vor gelassen. Aber der Teufel steckt wie so oft im Detail. Bei Autos wie dem GT3 RS geht nichts ohne den fast schon zwanghaften Schliff am Detail. Die winzigsten, meist unsichtbaren Kleinigkeiten, die dann den Unterschied machen. Von winzig kann beim neuen Heckflügel allerdings kaum die Rede sein. Er kommt vom mächtigen GT2 RS und reckt sich tatsächlich noch ein bisschen weiter nach oben. Dazu...