Ferrari Luce (2026): Nur ein großer Nissan Leaf?
Gewisse Ähnlichkeiten sind nicht von der Hand zu weisen ...
DAS soll ein Ferrari sein? Die Vorstellung des rein elektrischen Luce hat für viele Diskussionen im Netz gesorgt, Shitstorm inklusive. Auch die Ferrari-Aktie brach zunächst um acht Prozent ein. Stein des Anstoßes ist das Design des Viertürers. Nicht wenige Beobachter sehen hier zu wenig Ferrari und zu viel China. Respektive eine zu große Belanglosigkeit, die unabhängig vom 1.050 PS starken Antrieb kaum Emotionen weckt.
Manch einer, darunter auch Kollege Padeanu, fühlte sich beim hellblauen Luce gar an den aktuellen Nissan Leaf erinnert. Das mag an der ähnlichen Farbe beider Elektroautos liegen. Aber formal sind gewisse Ähnlichkeiten nicht von der Hand zu weisen. Gewiss: Wir von Motor1 Deutschland haben den Ferrari noch nicht live gesehen. Vielleicht ist der reale Eindruck ein anderer.
Bildergalerie: Ferrari Luce (2026) vs. Nissan Leaf (2026)
Und natürlich ist der Luce gut 70 Zentimeter länger als der 4,35 Meter messende Leaf. Ergo fließt der Ferrari in seinen Proportionen anders gemäß dem Motto "Länge läuft", es gibt deutlichere Überhänge vorne wie hinten. Doch besonders die kuppelförmige Dachlinie weist Parallelen auf. Und nicht nur zum Nissan. Auch die neue Alpine A390 (4,61 Meter) kam uns spontan in den Sinn. Urteilen sie selbst:
Nissan Leaf (2025) Europa-Version
Alpine A390
Ferrari Luce
Das ist vielleicht der Knackpunkt beim Luce. Natürlich haben die Designer viel Zeit und Arbeit hineingesteckt, das wollen wir nicht schlechtreden. Aber das Resultat ist nicht eindeutig als Ferrari ersichtlich. Hier etwas China , dort etwas Tesla Robotaxi plus wie erwähnt Leaf und A390. Nur sind die beiden letztgenannten wesentlich preiswerter als der rund 550.000 Euro teure Luce.
Vergessen wir nicht: Mit einem Ferrari wollen seine Besitzer etwas zeigen. Und diese sammeln auch gerne Ferrari-Fahrzeuge bis hin zu besonderen Spezialanfertigungen. Ob man sich den Luce wegstellen wird, bleibt offen.
Aston Martin Cygnet (2011-2013)
Uns erinnert der Elektro-Ferrari an den Aston Martin Cygnet auf Basis des Toyota iQ vor vielen Jahren. Aus der Not des Flottenverbrauchs geboren war er die Antwort auf eine Fage, die niemand gestellt hat. Nicht einmal 600 Stück wurden in zwei Jahren gebaut. Hoffen wir, dass es beim Ferrari Luce besser läuft. Unterschreiben würden wir das aber nicht.
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