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Wiesmann MF5 kehrt zurück: Steckt ein BMW V10 unter der Haube?
Die Dülmer signalisieren mit dem Tributo eine Rückkehr zum Verbrenner – Details zum Motor sind bisher unbestätigt

Bild von: Wiesmann

Von: Brian Potter
Übersetzt von: Benja Hiller
Veröffentlicht von: Benja Hiller
14. Aug. um 15:31 Uhr
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Wiesmann ist zurück im V10-Geschäft – zumindest im Geiste. Die Dülmer haben den MF5 Tributo bei der Monterey Car Week überraschend in Pebble Beach präsentiert und damit eines ihrer wildesten Retro-Sportwagenmodelle wiederbelebt. Ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, an dem eigentlich alles auf Elektroantrieb ausgerichtet sein sollte.
Das ist bemerkenswert, weil der ursprüngliche MF5, der von 2008 bis zum Zusammenbruch Wiesmanns im Jahr 2013 nur in sehr kleinen Stückzahlen gebaut wurde, im Grunde ein in Handarbeit aufgebauter BMW M5 im geschrumpften, kurvigen Kleid war. Nun kehrt das Modellkürzel zurück, während das Elektroprogramm des Unternehmens ins Stocken gerät. Allerdings noch ohne bestätigten Motor. Damit bleibt offen, welches BMW-Triebwerk unter der langen Motorhaube steckt.
Bildergalerie: Wiesmann MF5 Tributo

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Quelle: Wiesmann
Wiesmann MF5 Tributo: das Comeback
Wiesmann Sports Cars zeigt den MF5 Tributo in Pebble Beach als Verbeugung vor der eigenen Vergangenheit und zugleich als Signal, dass neben dem verspäteten Elektro-Roadster Project Thunderball auch wieder Verbrenner eine Rolle spielen. Vom ursprünglichen MF5 Coupé und Roadster entstanden vor der Insolvenz weniger als 200 Exemplare – genau deshalb wiegt die Wiederbelebung dieses Modellnamens schwerer, als es die Stückzahlen vermuten lassen.
Das Auto folgt der typischen Wiesmann-Formel: kompakte Proportionen mit Frontmittelmotor, eine fast cartoonhaft lange Motorhaube und eine niedrige Kabine, die eher an Roadster der 1960er-Jahre als an moderne Supersportwagen erinnert. Für Beobachter von Nischen-Performance-Marken markiert das außerdem eine Abkehr vom Versprechen, als einer der Ersten ein vollelektrisches Zweisitzer-Cabrio zu bringen, und eine Rückkehr zu lauter, vertrauter Hardware.
Wer eine Auffrischung zu den Daten und zur Geschichte des ursprünglichen Wiesmann MF5 sucht: Die Grundidee war eine leichte Karosserie kombiniert mit kräftiger BMW-M-Power, verkauft in so kleinen Stückzahlen, dass selbst Ferrari im Vergleich wie Großserie wirkt.
BMW-M5-V10-Wurzeln und was noch offen ist
Der Grund, warum der Name MF5 unter Enthusiasten sofort Aufmerksamkeit erzeugt, ist die Motorengeschichte. Der erste MF5 nutzte den 5,0-Liter-V10 S85 von BMW M aus dem damaligen M5, mit 368 kW Leistung. Den Sprint von 0 auf 100 km/h absolvierte er offiziell in unter vier Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit lag bei über 306 km/h. Genau diese Kombination aus kompakter Karosserie und großem Saugmotor-V10 machte den ursprünglichen MF5 zum Kultauto – nicht allein das Design.
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BMW stellte die Produktion des S85-V10 bereits 2010 ein, daher hat Wiesmann schon bestätigt, dass der Tributo einen anderen Motor benötigt. Die Dülmer boten früher zudem einen MF5 GT mit BMW-S63-Twin-Turbo-V8 und 402 kW an, während BMWs neuerer S68-V8 in anderen Anwendungen bis zu 460 kW erreicht. Offiziell mit dem Tributo verknüpft wurde bislang keine dieser Optionen, und auch zu Getriebe oder Preis gibt es noch keine Angaben.
Wie CarBuzz berichtet, setzt Wiesmann nach Verzögerungen beim Project Thunderball und einer schwächeren Nachfrage nach dem Elektroauto wieder stärker auf Verbrenner. Interessenten können nun über das Online-Portal des Unternehmens eine Reservierung für den Tributo gegen 3.000 Euro hinterlegen.
Quelle: CarBuzz
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