Kein Stress mit Julchen

510 PS, Heckantrieb, 3,9 Sekunden auf 100 km/h, sehr viel Carbon – Alfa ist zurück. Das ,neue" Ferrari-Alfa, das laut allen wichtigen Konzern-Menschen so viel besser ist als das ,alte" Fiat-Alfa. Natürlich gibt es die neue Giulia nicht nur als M3-meuchelnden 300-km/h-Dampfhammer, auch ganz gewöhnliche Diesel mit wenigstens 136 PS sind an Bord. Auch sie sind leicht, heckgetrieben und richtig gut. Allerdings will sich nicht jeder eine 4,65 Meter lange Limousine in die Einfahrt stellen. Für all jene gilt: Das Alfa-mäßigste, was Sie abseits der neuen Giulia von Alfa kriegen, ist die ,alte", vorderradgetriebene Kompaktsportlerin Gulietta QV (den kleinen, hinreißend schönen Kohlefaser-Sportler 4C bekommt man nur mit etwas Glück und eineinhalb Jahren Lieferzeit, das zählt nicht).

Motor, Getriebe, Verbrauch
Immerhin steckt auch in unserem Neuzugang ein Fünkchen 4C. Der 240 PS starke 1,75-Liter-Turbo samt Sechsgang-Doppelkupplung wanderte im April 2014 nämlich aus der Mitte des Exoten in die Front des Kompakten. Mich als alten Alfa-Hasen und Ex-147-GTA-Besitzer besänftigt das ein wenig. Als ich 2011, noch sehr verliebt in den 3,2-Liter-Arese-V6 des GTA, erstmals eine Giulietta QV mit altem 235-PS-Motor und Handschaltung fuhr, war ich gelinde gesagt ,etwas entsetzt". Die neue Antriebskombination fühlt sich zum Glück deutlich besser an. Auch wenn das DCT-Getriebe sicher nicht der Weisheit letzter Schluss ist (kleiner Tipp: Dynamic-Modus und selbst schalten funktioniert noch am besten)...