Kia bringt 2026 neun neue Modelle. Hier sind sie alle
Kia ist bereits erfolgreicher denn je, viele Facelifts und der Seltos sollen diesen Trend noch verstärken
3.135.803: So viele Autos hat Kia im Jahr 2025 verkauft – ein Rekordergebnis für die Marke nach einem Plus von zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Für 2026 hat Kia ein noch ehrgeizigeres Ziel: 3.350.000 Einheiten. Um den Absatz gegenüber dem Vorjahr um mehr als 200.000 Fahrzeuge zu steigern, bringt das Unternehmen mehrere neue Produkte an den Start. Einige wurden bereits vorgestellt, andere stehen kurz vor ihrer Enthüllung.
Wie bei scheinbar jeder Marke haben Crossover und SUVs Vorrang. Kia vernachlässigt klassische Pkw allerdings nicht vollständig. Gleichzeitig will die Marke mit einer großen Bandbreite an Antriebsoptionen ein breites Publikum ansprechen, statt alles auf Elektromobilität zu setzen. Es scheint also für nahezu jeden etwas dabei zu sein.
Hier ist alles, was wir über Kias Pläne für 2026 und darüber hinaus wissen.
Kia EV2: Das neue Elektro-Einstiegsmodell
2027 Kia EV2
Der EV2 markiert den neuen Einstieg in Kias umfangreiche Elektroauto-Palette. Er basiert auf einer dedizierten Plattform und setzt auf eine kantige Form mit robustem Styling, während die Ausstattungslinie GT-Line einen sportlicheren Akzent setzt. Das Exterieur wirkt zwar ungewöhnlich, doch der Innenraum ist klar gestaltet: Zwei Bildschirme und viele physische Tasten ermöglichen den schnellen Zugriff auf häufig genutzte Funktionen.
Der kleine EV2 ist nur 4.060 Millimeter lang und wird sowohl als Vier- als auch als Fünfsitzer angeboten. Seine E-GMP-Plattform bringt eine Batterie mit 42,2 kWh mit, die nach WLTP eine Reichweite von bis zu 317 Kilometer ermöglicht. Gegen Aufpreis steigert ein größerer Akku mit 61 kWh die Reichweite auf 453 Kilometer. In Deutschland starten die Preise bei 26.600 Euro.
Kia EV GT-Modelle: Mehr Leistung, dezente Designänderungen
2027 Kia EV3 GT
Kia verabschiedet sich zunehmend von leistungsorientierten Verbrennermodellen und setzt stattdessen auf sportliche Elektroautos. Der EV3, EV4 und EV5 erhalten jeweils GT-Versionen mit zwei Elektromotoren und serienmäßigem Allradantrieb, ohne dass größere Designänderungen auf ihren höheren Anspruch hinweisen. EV3 GT und EV4 GT leisten 212 kW, der EV5 GT legt mit 221 kW noch etwas nach.
Der EV4 GT ist das schnellste Modell des Trios und sprintet in nur 5,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Der EV3 GT ist eine Zehntelsekunde langsamer, während der größere EV5 GT die Übung in 6,2 Sekunden absolviert. Allerdings sind die Strom-GT teuer: Schon der EV3 GT liegt hierzulande bei knapp 54.000 Euro.
Kia K4 Sportswagon: Der überraschende Kombi
2027 Kia K4 Sportswagon
Dachten Sie, Kombis seien tot? Nicht so schnell. Bei Kia ist der K4 Sportswagon die praktischere Alternative zu Hatchback und der bei uns nicht angebotenen Limousine. Im Europa-Programm ersetzt er im Grunde den Ceed Sportswagon und tritt gegen Kompaktklasse-Schwergewichte wie den Skoda Octavia Combi und den VW Golf Variant an.
Kia bietet den Lademeister mit 604 bis 1.439 Liter Kofferraumvolumen mit turboaufgeladenen 1,0- und 1,6-Liter-Benzinmotoren an, die bis zu 180 PS leisten. Während das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe voraussichtlich die beliebteste Wahl sein dürfte, bietet das Basismodell weiterhin ein Sechsgang-Schaltgetriebe. Einen Dieselmotor gibt es zwar nicht, vermissen dürften ihn aber nur wenige, denn noch im Laufe dieses Jahres folgt ein Vollhybrid für den K4 Sportswagon. Preise aktuell: ab 29.890 Euro.
Kia Niro: Umfangreiches Facelift
2027 Kia Niro
Kaum jemand hat ihn auf dem Schirm, aber es gibt ihn noch: den Niro. Er bekommt in diesem Jahr ein umfangreiches Facelift, das das Design an Kias aktuelle Modellpalette anpasst. Auch im Innenraum gibt es Änderungen: Das überarbeitete Armaturenbrett erhält zwei 12,3-Zoll-Bildschirme und ein Zweispeichenlenkrad, während eine großzügige Zahl physischer Tasten erhalten bleibt.
Kia streicht den Plug-in-Hybrid und den elektrischen Niro in den USA; dort wird das Crossover-Modell nun (wohl wie bald auch in Europa) ausschließlich mit Vollhybrid-Antrieb angeboten. Dieser kombiniert einen elektrifizierten 1,6-Liter-Turbobenziner mit einem Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe, das die Vorderräder antreibt. Systemleistung: 138 PS. Laut Kia ist das Modell dank überarbeiteter Fahrwerksabstimmung leiser und komfortabler als bisher.
Kia Seltos: Komplett neu entwickelt
2027 Kia Seltos
Kia ist stark ins Jahr gestartet und hat die zweite Generation des Seltos als vollständig neues Modell vorgestellt. Optisch hat er mit seinem Vorgänger kaum noch etwas gemeinsam: Die umfassende Designüberarbeitung verleiht dem kleinen Crossover einen Auftritt im Stil eines Mini-Telluride. Innen wie außen wirkt er deutlich erwachsener. Und er kommt erstmals nach Europa.
Der neue Seltos ist 4,43 Meter lang, 1,83 Meter breit und 1,60 Meter hoch. Der Radstand liegt bei 2,69 Meter. Damit ist er ein wenig größer als der VW T-Roc und ein wenig kleiner als ein BMW X1. Der Radstand ist für die Länge recht großzügig, was Kia dazu veranlasst, dem Seltos sehr großzügige Platzverhältnisse im Fond und den "klassenbesten" Kofferraum (536 bis 1.511 Liter) zu attestieren.
Unter der Haube gibt es nur den 1,6er-Turbobenziner mit 180 PS sowie optional Automatik und Allrad. Die deutschen Preise beginnen bei 34.190 Euro.
Kia Stonic: Noch ein Modell im Facelift-Potpourri
Kia Stonic (2026)
Gefühlt verpasst Kia jedem seiner älteren Modelle die neue Frontpartie im "Star Map"-Stil. Auch dem seit 2017 existenten, rund 4,15 Meter langen Stonic. Die Cockpitlandschaft wurde zum Facelift sehr digital, in unserem Fall 12,3-Zoll-Instrumente plus das gleiche Format daneben als Touchscreen. Neu ist dort unter dem Bildschirm die vom Sportage umschaltbare Touch-Leiste für Klimatisierung respektive für den Zugriff auf die wichtigsten Funktionen des Infotainments.
Stonic-Kunden des Jahres 2026 haben keine Qual der Wahl: Es gibt nur den Dreizylinder-Turbobenziner mit 1,0 Liter Hubraum. Dazu serienmäßig eine manuelle Sechsgang-Schaltung oder für 1.800 Euro extra ein 7-Stufen-DKG. Leistung: 100 PS respektive 115 PS. Die Preise beginnen bei 23.790 Euro.
Kia XCeed: Der alternde Crossover wird überarbeitet
2027 Kia XCeed
Als wäre Kias Crossover-Palette nicht ohnehin schon komplex genug, bleibt der XCeed in Europa mit einer weiteren Modellpflege im Programm. Für 2026 erhält er sein zweites Facelift, ein umfangreiches Update, das die inzwischen betagte technische Basis kaschieren soll. Den XCeed gibt es bereits seit sieben Jahren, auch wenn man ihm das dank der frischen Frontpartie mit den bei neuen Kia-Modellen typischen vertikalen Scheinwerfern nicht sofort ansieht.
Zwar hat Kia den Innenraum sichtbar modernisiert, doch der aus der Mittelkonsole herausragende Wählhebel verrät sofort, dass es sich um ein älteres Produkt handelt. Ansonsten gibt es bekannte Kia-Elemente wie nebeneinander angeordnete Bildschirme, ein Zweispeichenlenkrad, neu gestaltete Luftausströmer und neue Polsteroptionen. Geräusche, Vibrationen und Rauheit wurden durch Fahrwerksänderungen zur Komfortverbesserung reduziert. Angetrieben wird der XCeed von Benzinern und Mildhybriden zwischen 1115 und 180 PS; der Plug-in-Hybrid wurde eingestellt. Preise: ab 28.390 Euro.
Ausblick: Sportage, elektrische Limousine, EV1

Die nächste Generation des Sportage wurde kürzlich bei Testfahrten in Südkorea gesichtet, dürfte aber wohl nicht mehr in diesem Jahr debütieren. Stattdessen soll das neue Kompakt-SUV Gerüchten zufolge irgendwann 2027 enthüllt werden. Angesichts von Kias Vorliebe für tiefgreifende Veränderungen ist von einer umfassenden Überarbeitung auszugehen und damit ist nicht nur das Exterieur gemeint.
Das neue Pleos-Infotainmentsystem soll die Gestaltung des Armaturenbretts mit einem zentralen Touchscreen deutlich verändern, dabei aber weiterhin einige physische Bedienelemente darunter beibehalten. Mehr über den überarbeiteten Sportage dürften wir später in diesem Jahr erfahren, wenn das Schwestermodell Hyundai Tucson in die nächste Generation wechselt. Logischerweise dürfte keines der beiden Modelle ein direktes Elektro-Pendant erhalten, da Kia und Hyundai separate Baureihen für ihre dedizierten Elektroautos pflegen.
Auch wenn diese Liste von SUVs dominiert wird, ist der K4 Sportswagon nicht das einzige Pkw-Projekt, an dem Kia arbeitet. Der Vision Meta Gran Turismo ist eine flach gezeichnete Sportlimousine mit Elektroantrieb. Die Serienversion wird zwar nicht mehr 2026 erscheinen, doch das Unternehmen hat bestätigt, dass sie in Entwicklung ist, inklusive einer Fastback-Variante.
Wenn das kantige Elektroauto schließlich kommt, wird es als indirekter Nachfolger des Stinger fungieren. Für wen ist es gedacht? Kia sagt, das Hochleistungs-EV richte sich an die "Gamer-Generation". Zu technischen Daten schweigt das Unternehmen noch, verspricht aber bereits "„ein dynamischeres, fesselnderes und intensiveres Fahrerlebnis". Und das ganz ohne den Biturbo-V6 des Stinger oder überhaupt einen Verbrennungsmotor.
2027 Kia EV2
Der Status des EV2 als Kias Elektro-Einstiegsmodell wird nur vorübergehend sein, denn das Unternehmen entwickelt mit dem EV1 ein noch kleineres und günstigeres Modell. Obwohl bislang noch keine Studie gezeigt wurde, ist bereits klar, dass es sich um einen Kleinwagen mit Schrägheck handeln wird, der auf Europa zielt. Er soll im nächsten Jahr kommen und dürfte langfristiug den Picanto beerben. Als technische Grundlage könnte der Hyundai Inster dienen.
Kia hält sich bei Details zur Reichweite noch bedeckt, doch der EV1 könnte dank seiner aerodynamischeren Form weiter kommen als der EV2. Als elektrische Alternative zum benzinbetriebenen Picanto dürfte der EV1 in Europa zu einem Volumenmodell werden. Vor allem dann, wenn Regierungen den Umstieg auf Elektroautos weiterhin mit Anreizen unterstützen.
Auch interessant
Kia XCeed Facelift (2026) im Test: Kosmetik für den Klassiker
Camper für 51.490 Euro: Challenger macht eine klare Ansage
Kia Seltos (2026) im Test: Sekt oder Seltos?
Video: Mercedes testet wildes AMG V8 Coupé am Nürburgring
Kia XCeed (2026): Das kostet das Facelift (Update)
Diese getunte Corvette hat 300.000 Meilen auf dem Tacho
Mazda CX-30 gegen Kia XCeed: Duell der Kompakt-SUVs