Kia Picanto: Toller mit Turbo?

Höher, schneller, weiter: Das olympische Motto gilt inzwischen auch für Autos der untersten Kategorie, ob man sie nun Cityflitzer oder Kleinstwagen nennt. Renault hat im Twingo schon länger einen 90-PS-Turbo, der Twingo GT bringt es gar auf 110 PS. VW verpflanzte dem Up zum Facelift ebenfalls 90 aufgeladene PS, den Vogel schießt inzwischen der Up GTI mit 115 PS ab. Ein neuer Kontrahent im Wettrüsten der Taschenraketen kommt nun aus Korea in Gestalt des Kia Picanto 1.0 T-GDI. Sorgen seine 100 PS für einen Aha-Effekt? Wir haben ihn getestet.

Im Zeichen des X
Erhältlich ist der Kraftzwerg als ,GT Line" oder ,X-Line", also in den beiden Topausstattungen. Kunden, die ihren Picanto so stark haben wollen, achten laut Kia nicht so sehr auf Heller und Pfennig getreu dem Motto: Man gönnt sich ja sonst nichts. Neu ist die X-Line, sie haut mit 15 Millimeter mehr Bodenfreiheit, schwarzen Radlaufverkleidungen, robusten Stoßfängern und Seitenschutzleisten optisch auf den Putz. Mit 3,67 Meter ist sie übrigens gut sieben Zentimeter länger als die anderen Picantos. Eine Gemeinsamkeit mit der GT Line sind 16-Zoll-Alus und ein vorwitziger Doppelrohrauspuff. Welche Variante hübscher ist, sei Ihnen überlassen, eine höhere Sitzposition beim X-Line konnte ich allerdings nicht feststellen.

Schick, aber eng
Licht und Schatten gibt es im Innenraum des Kia Picanto: Er ist deutlich nobler eingerichtet als ein Renault Twingo oder ein VW Up. Armselig ist hier nix, Chromapplikationen erwecken den Eindruck...