Kia Stinger mit 200-PS-Diesel im Test

Er verdreht Köpfe und lässt Menschen auf ihn zeigen. Ja, ein Kia. Wirklich. Noch dazu ein Kia, der nicht gerade eben aus dem All geplumpst ist. Man kann dieses Auto seit Monaten kaufen. Ich gebe zu, ich kann das „Wow, Kia hat tatsächlich ein sexy Auto gebaut“ selbst schon nicht mehr hören. Ja, der Stinger ist ein scharfes Teil. Ein großes scharfes Teil. Und die Leute scheinen ihn zu mögen. Ich habe es gerade selbst erlebt. Sie drehen sich um, sprechen mich an. Aber warum in Herrgotts Namen sollte Kia denn auch nicht in der Lage sein, ein attraktives Auto zu bauen? Was uns vorurteilsüberladene deutsche Autokenner viel mehr entsetzen sollte: Der Stinger ist nicht nur ein schönes, er ist ein sehr sehr gutes Auto. Eine sehr sehr gute Sportlimousine sogar. Zumindest gilt das für den 3,3 Liter großen 370-PS-V6. Ich bin gerade mit einem etwas anderen Stinger unterwegs. Dem Stinger, den Menschen wie du und ich deutlich wahrscheinlicher kaufen werden. Dem Stinger mit 2,2-Liter-Diesel.

Geschliffen, aber nicht fad
Bevor Sie sich jetzt gähnend abwenden, werfen wir doch mal einen Blick auf die Konkurrenz: Glauben Sie denn ernsthaft, dass alle Audi A5 Sportback und BMW 4er Gran Coupé, die Ihnen so begegnen, durch die Bank nervenzerfetzende Performance unter der Haube haben? Na eben. Die Realität sagt dann doch eher Vierzylinder-Diesel. Was die Realität ebenfalls sagt: Dass der Stinger die beiden übermächtig erscheinenden Premium-Teutonen fahrdynamisch in die Tasche steckt. Nicht aufregen,...