Die Rückkehr des Turbos

Viele Renault-Fans bekommen feuchte Augen, wenn sie an den Renault 5 Turbo denken: Anfang der 1980er-Jahre sorgte dieser 160-PS-Flitzer nicht nur wegen seiner mächtig breiten Backen, sondern auch mit Beschleunigungswerten fast auf Porsche-Niveau für Aufsehen. Vom Renault-5-Nachfolger Clio gab es seit 1992 ebenfalls stets PS-starke Sportversionen. Sie verzichteten aber allesamt auf einen Turbolader, setzten vielmehr auf hochdrehende Saugmotoren. Mit der jüngsten Auflage des Clio R.S. kommt in dem kleinen Franzosen nun erstmals wieder ein aufgeladenes Aggregat zum Einsatz. Womit sich der Kreis zum R5 Turbo schließt.

Weniger Hubraum und Leistung
Dem gängigen Trend ,weniger Hubraum, mehr Leistung", dem aktuell beinahe alle Hersteller folgen, hat Renault in diesem Fall widerstanden. Genau genommen hat der Clio R.S. nämlich sogar weniger Power als der Vorgänger, auch wenn es sich dabei nur um eine einzige und damit zu vernachlässigende Pferdestärke handelt. 200 PS und 240 Newtonmeter Drehmoment holt der aufgeladene Vierzylinder aus 1,6 Liter Hubraum, eine Generation früher waren es 201 PS und 215 Newtonmeter aus 2,0 Liter Hubraum. Und so präsentiert sich der neue Sport-Clio vom Start weg und schon bei niedrigen Drehzahlen äußerst agil. Einziges Problem: Unter Volllast bekommen die angetriebenen Vorderräder die Leistung nicht immer ganz sauber auf die Straße. Trotz elektronischem Sperrdifferenzial sind leichte Traktionsprobleme die Folge. Abgesehen davon macht der Clio R.S. aber so...