Zum Hauptinhalt springen

Für eine persönlichere Erfahrung

Camper für 51.490 Euro: Challenger macht eine klare Ansage

Der Sport Edition S114 bleibt unter sechs Metern und bekommt ein neues Vario-Bad

Challenger Sport Edition S114 (2026)
Bild von: Challenger Reisemobile

Ein Campervan für knapp über 50.000 Euro? Challenger zeigt mit dem neuen Sport Edition S114, dass das noch geht. Für 51.490 Euro gibt es einen knapp sechs Meter langen Kastenwagen mit Querbett, neuem Vario-Bad und spürbar aufgewertetem Innenraum.

Ganz neu ist die Idee hinter der Sport Edition nicht. Bereits im vergangenen Jahr hatten die Franzosen mit dem Challenger S294 Sport Edition einen preislich attraktiven Teilintegrierten im Programm. Der neue S114 überträgt diesen Ansatz jetzt auf das Kastenwagen-Segment, klassischer Grundriss, solide Basis und ein Ausstattungspaket, das über dem üblichen Einstiegsniveau liegt.

Bildergalerie: Challenger Sport Edition S114 (2026)

Dass Challenger auch deutlich ausgefallenere Konzepte beherrscht, haben sie mit den Challenger ElectriX X150 und X250 gezeigt. Die Hybrid-Wohnmobile spielen technisch und preislich allerdings in einer anderen Liga. Der S114 bleibt bewusst bodenständig, kompakt, dieselgetrieben und preislich fast schon wie aus einer anderen Camper-Zeit.

Mit 5,99 Metern Länge bleibt der Kastenwagen unter der magischen Sechs-Meter-Marke. Die Breite liegt bei typischen 2,05 Metern, was ihn deutlich schlanker macht als klassische Teilintegrierte. Als Basis dient in der Einstiegsversion der Citroën Jumper, der Startpreis liegt bei 51.490 Euro.

Challenger S294 Sport Edition (2025)

Challenger S294 Sport Edition

Bild von: Eura Mobil
Challenger ElectriX X150 und X250 (2024) Hybrid-Wohnmobil

Challenger ElectriX X150 und X250

Bild von: Challenger Reisemobile

Beim Grundriss setzt Challenger auf Bewährtes. Vorne entsteht aus drehbaren Fahrerhaussitzen und Sitzbank eine Dinette für vier Personen. Neu ist ein Multifunktionstisch, der den knappen Raum flexibler nutzbar machen soll. Dahinter folgt die Küchenzeile mit Spüle, Kochfeld und Kompressorkühlschrank. Helle Holzflächen treffen auf dunkle Fronten, insgesamt wirkt der Innenraum deutlich moderner und weniger nüchtern.

Im Heck liegt das Doppelbett quer zur Fahrtrichtung. Praktisch, die Liegefläche lässt sich hochklappen, darunter entsteht zusätzlicher Stauraum für sperriges Gepäck oder Fahrräder. Dazu kommen tiefere, größere Oberschränke und zusätzliche Ablagen. Auch bei den Matratzen will Challenger nicht sparen und verbaut eine Premium-Variante.

Challenger Sport Edition S114 (2026)
Bild von: Challenger Reisemobile

Die größte Neuerung sitzt zwischen Küche und Schlafzimmer. Statt des bisherigen Kompaktbads kommt ein Vario-Bad zum Einsatz. Eine bewegliche Wand verändert den Raum je nach Nutzung, im Alltag bleiben Toilette und Waschbecken zugänglich, zum Duschen entsteht mit wenigen Handgriffen eine deutlich größere Kabine.

Auch im Detail wurde nachgelegt. Bündige S7-Rahmenfenster ziehen sich jetzt bis in die Hecktüren, eine Dieselheizung übernimmt die Wärmeversorgung und das zweifarbige Möbeldekor bringt mehr Frische ins Interieur. Dazu kommt die holzfreie IRP-Aufbaustruktur an Seitenwänden, Heck, Dach und Boden, leichter, robuster und unempfindlicher gegen Feuchtigkeit. Bei Chausson als Schwestermarke gibt es praktisch das gleiche Konzept, dort unter dem Namen Sportline und mit anderem Dekor.

Challenger Sport Edition S114 (2026)
Bilder von: Challenger Reisemobile
Challenger Sport Edition S114 (2026)
Bilder von: Challenger Reisemobile

Entscheidend bleibt der Preis. Die Sport-Van-Reihe startet auf Citroën-Basis bei 51.490 Euro und liegt damit rund 3.000 Euro über der Road Edition ab 48.490 Euro. Dafür gibt es unter anderem das Vario-Bad, die überarbeitete Sitzgruppe, größere Oberschränke, Premium-Matratzen, Kompressorkühlschrank und Dieselheizung. Der Challenger setzt weniger auf spektakuläre Ideen, sondern auf eine ziemlich einfache Rechnung, viel Campervan fürs Geld.

Ganz allein ist Challenger mit dieser Strategie nicht. Der Crosscamp ELMNT startet ebenfalls knapp über 50.000 Euro und bietet je nach Grundriss ein Schwenkbad. Noch günstiger wird es beim Forster Vantasy ab 48.900 Euro. Wer mehr Variabilität im Heck sucht, landet beim Etrusco CV 640 PB+ mit elektrischem Hubbett und XXL-Garage, dann aber mit anderem Konzept.