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Für eine persönlichere Erfahrung

Chausson X640 (2026): Dieses Wohnmobil ist schmaler als gedacht

Nur 2,10 Meter breit, aber mit großem Bad, Hubbett und Garage

Chausson X640 (2026)
Bild von: Eura Mobil

Wer sagt, dass ein Wohnmobil immer 2,30 Meter breit sein muss? Chausson gibt mit dem neuen X640 eine ganz eigene Antwort auf diese Frage und packt erstaunlich viel Wohnmobil in ein Format, das eher an einen breiten Campervan erinnert. Das Ergebnis ist ein Fahrzeug, das irgendwo zwischen klassischem Teilintegrierten und Kastenwagen steht.

Schon seit einigen Jahren versuchen Hersteller, möglichst viel Wohnraum in möglichst kompakte Camper zu packen. Oft bleibt am Ende ein Kompromiss, der weder das eine noch das andere richtig gut kann. Beim neuen X640 wirkt es dagegen so, als hätte Chausson ein deutlich größeres Wohnmobil einfach in der Waschmaschine einlaufen lassen.

Bildergalerie: Chausson X640 (2026)

Mit einer Breite von lediglich 2,10 Metern bleibt er deutlich schlanker als klassische Teilintegrierte, die meist zwischen 2,30 und 2,35 Metern breit sind. Trotzdem wirbt Chausson mit einigen Klassenbestwerten. Dazu zählen das größte Bad, der größte Kleiderschrank und eine besonders großzügige Face-to-Face-Sitzgruppe. Auch die übrigen Eckdaten lesen sich eher nach Wohnmobil als nach Campervan.

Der X640 misst 6,55 Meter in der Länge und bietet vier zugelassene Sitzplätze sowie vier Schlafplätze. Herzstück des Grundrisses ist ein elektrisches Hubbett mit einer Liegefläche von 140 x 190 Zentimetern. Tagsüber verschwindet das Bett unter dem Dach, wodurch darunter eine große Garage für Fahrräder, Campingmöbel oder anderes Gepäck entsteht.

Chausson X640 (2026)
Chausson X640 (2026)
Chausson X640 (2026)
Bilder von: Eura Mobil
Bilder von: Eura Mobil

Der X640 trifft auf einen Trend, der derzeit auch bei anderen Herstellern zu beobachten ist. Anstatt möglichst viele feste Betten in ein Reisemobil zu integrieren, rückt der Wohnraum wieder stärker in den Mittelpunkt. Ein Beispiel dafür ist der Carado T335 Edition27. Auch dort haben die Entwickler auf ein klassisches Heckbett verzichtet und stattdessen eine große Lounge, ein elektrisches Hubbett und ein großzügiges Raumbad integriert.

Der Unterschied liegt im Ansatz. Während der Carado als knapp sieben Meter langer Teilintegrierter vor allem auf maximale Wohnfläche setzt, versucht Chausson, dasselbe Konzept in einem deutlich kompakteren und schmaleren Fahrzeug unterzubringen. Hinzu kommt ein Innenraumdesign, das sich deutlich von den eher funktionalen Kastenwagen-Lösungen abhebt.

Chausson X640 (2026)
Bild von: Eura Mobil

Das neue Möbeldekor "Lloyd" kombiniert helle Holzflächen mit grünen Akzenten und schafft so eine wohnliche Atmosphäre. Dank des großzügigen Raumgefühls wirkt der Innenraum eher wie ein kleiner Teilintegrierter als wie ein nur 2,10 Meter breites Fahrzeug. Technisch setzt Chausson auf den Fiat Ducato mit 140-PS-Dieselmotor und manuellem Getriebe.

Gegenüber klassischen Campervans bietet er spürbar mehr Wohnraum, ein deutlich größeres Bad und eine wesentlich luftigere Sitzgruppe. Gleichzeitig bleibt er schmaler und handlicher als viele klassische Teilintegrierte. Wer sich bislang zwischen Kastenwagen und Vollformat-Wohnmobil nicht entscheiden konnte, bekommt hier eine weitere Option.

Chausson X640 (2026)
Chausson X640 (2026)
Chausson X640 (2026)
Bilder von: Eura Mobil
Bilder von: Eura Mobil

Interessant wird der X640 aber auch im Vergleich zu anderen schmalen Teilintegrierten wie dem Corigon TS 70 LS. Während der Corigon auf ein vergleichsweise klassisches Layout mit Einzelbetten im Heck setzt, nutzt Chausson den gewonnenen Platz konsequent für Wohnraum.

Das macht den X640 zwar weniger zum klassischen Reisemobil für möglichst viele Schlafplätze, dafür aber zu einer spannenden Alternative für alle, die unterwegs lieber Wohnraum gewinnen als ein festes Bett im Heck.