Neuer Weinsberg Pepper: Viel Ausstattung für unter 70.000 Euro
Mehr Wohnraum, größere Garage und Relax-Funktion
Der Weinsberg CaraCompact Edition Pepper geht überarbeitet ins neue Modelljahr und bleibt dabei genau das, was viele gerade suchen: viel Wohnmobil fürs Geld. Mehr Platz, mehr Ausstattung, drei Grundrisse und ein Einstiegspreis klar unter 70.000 Euro sind in dieser Klasse inzwischen alles andere als selbstverständlich.
Dass Knaus Tabbert sein Portfolio gerade an mehreren Stellen umbaut, zeigen bereits Modelle wie der Weinsberg CaraLife 630 LQ oder die neuen Knaus Sky TI und Van TI Plus. Beim Pepper geht es allerdings nicht um ein neues Sondermodell, sondern um die Weiterentwicklung eines Bestsellers. Mit einem Argument, das aktuell fast wichtiger ist als jedes Grundriss-Detail: der Preis.
Bildergalerie: Weinsberg CaraCompact Edition Pepper (2026)
Der neue CaraCompact Edition Pepper startet als 580 MEG bei 66.990 Euro. Darüber rangiert der 600 MF für 67.990 Euro, während der 600 MEG mit Einzelbetten ab 68.990 Euro in der Liste steht. Alle drei Modelle bleiben damit unter der psychologisch wichtigen 70.000-Euro-Marke – und das trotz einer Serienausstattung, die alles andere als "nackt" ist.
Neu im Programm ist der 580 MEG. Mit 6,30 Metern Länge wird er zum kompaktesten Pepper und feiert seine Premiere auf dem Caravan Salon in Düsseldorf. Die bekannten Varianten 600 MF und 600 MEG bleiben bei rund 6,70 Metern Länge. Gemeinsam haben alle Modelle die angenehm schlanke Breite von 2,20 Metern – ein echtes Argument im Alltag und auf engeren Stellplätzen.
Auch optisch legt Weinsberg nach. Ein neues Foliendesign trifft auf ein komplett überarbeitetes Heck mit integriertem Stoßfänger und modernen LED-Rückleuchten. Wichtiger ist aber das, was man nicht sofort sieht: Die neu gestaltete Rückwand schafft mehr Volumen in der Heckgarage. Bedeutet konkret: mehr Platz für sperriges Gepäck oder Fahrräder.
Beim 600 MEG kommen größere Garagentüren hinzu. Optional gibt es außerdem eine 230-Volt-Steckdose, welche praktisch zum Laden von E-Bikes direkt in der Garage ist. Parallel dazu wurde der Innenraum neu strukturiert. Ziel: mehr Bewegungsfreiheit trotz kompakter Außenmaße. Gerade im Bereich zwischen Dinette, Bad und den über zwei Meter langen Heckbetten wirkt der Pepper dadurch weniger beengt.
Eine der sympathischeren Neuerungen ist die neue Lounge-Funktion der Sitzgruppe. Dahinter steckt eine ausziehbare Sitzbank: Zieht man sie nach vorne, wächst die Sitzfläche spürbar und die klassische Dinette wird zur kleinen Lounge. Zusammen mit der serienmäßigen, ausschwenkbaren Tischverlängerung lässt sich der Wohnbereich damit deutlich flexibler nutzen.
Auch das Bad wurde überarbeitet. Das bekannte Komfort-Schwenkbad trennt bei Bedarf Dusche und WC-Bereich, ohne zusätzlichen Platz zu brauchen. Dazu kommen Details wie ein beleuchteter Spiegel, Ambientebeleuchtung und ein ins Waschbecken integrierter Handtuchhalter. Im Heck findet sich außerdem eine ausziehbare Trittstufe zum Bett, deren Fächer gleichzeitig als Stauraum für Schuhe oder Wäsche dienen.
In der Küche bleibt Weinsberg seiner Linie treu, legt aber bei den Details nach. Eine neue Rückwand mit integriertem Rollo, ein Zweiflammkocher, eine tiefe Spüle und eine flächenbündige Erweiterung der Arbeitsfläche gehören zum Setup. Softclose-Auszüge sind ebenfalls an Bord. Im 600 MF gibt es serienmäßig einen 153-Liter-Kompressor-Kühlschrank.
Unterm Strich bleibt der Pepper genau das, was ihn stark gemacht hat: kein Luxusliner und kein Designexperiment, sondern ein durchdachtes, alltagstaugliches teilintegriertes Wohnmobil mit klarem Fokus auf Preis-Leistung. Nur eben mit mehr Platz, besseren Details und einer Ausstattung, die den Einstiegspreis noch attraktiver wirken lässt.
Natürlich lässt sich auch ein Pepper problemlos über die 70.000-Euro-Marke konfigurieren, etwa mit Markise, größerem Tank oder Fahrradlösungen. Entscheidend ist aber: Schon die Basis wirkt erstaunlich komplett.
Wer den Pepper spannend findet, aber andere Vorlieben hat, findet einige Alternativen im Camper-Kosmos. Der Chausson X640 etwa setzt auf das Motto "viel Wohnmobil auf schmalem Raum" und bleibt mit 2,10 Metern Breite ungewöhnlich schlank. Die neuen Etrusco-Modelle verfolgen einen klassischeren Ansatz, setzen aber ebenfalls auf kompakte Maße und frische Grundrisse mit Hubbettlösung.
Etwas vertrauter wirken die überarbeiteten Corigon Advanced Teilintegrierten, die auf bewährte Aufteilungen und solide Alltagsqualitäten setzen. Wer den eigenen Antrieb komplett streichen will, landet mit dem Knaus Nordwind bei einem Ganzjahres-Caravan, der in puncto Komfort erstaunlich nah an ein Wohnmobil heranrückt.
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