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Für eine persönlichere Erfahrung

Neuer Marsien GT: 819 PS und Porsche 959-Optik

819 PS, Porsche Turbo-Technik und 959-Anleihen, der Marsien GT macht aus dem Wüsten-Supersportler einen Straßenrenner

Marc Philip Gemballa Marsien GT
Bild von: Marc Philipp Gemballa

Marc Philipp Gemballa, Sohn der Tuning-Legende Uwe Gemballa, hat einen neuen Supersportwagen vorgestellt. Der Marsien GT basiert auf dem bereits bekannten Marsien, richtet sich im Gegensatz zu diesem aber nicht an Wüstenfahrer, sondern klar an Asphalt-Piloten. Technisch dient ein Porsche 911 Turbo S als Basis, optisch und konzeptionell gibt es deutliche Anleihen an den Porsche 959.

Der Marsien entstand ursprünglich als Hochleistungsfahrzeug für den Einsatz in der Wüste. Sein Name leitet sich vom französischen Wort für „Marsianer“ ab und spielt auf die marsähnliche Wüstenlandschaft der Vereinigten Arabischen Emirate an. Insgesamt wurden bislang 40 Exemplare des geländegängigen Marsien gebaut.

Beim neuen Marsien GT verschiebt sich der Schwerpunkt nun deutlich in Richtung Straße. Das Fahrzeug sitzt tiefer und verfügt über eine straffere Abstimmung. Gleichzeitig soll der GT extreme Fahrleistungen mit einer gewissen Alltagstauglichkeit verbinden.

Bildergalerie: Marc Philipp Gemballa Marsien GT

819 PS aus einem Ruf-Sechszylinder

Als Basis dient der Porsche 911 Turbo S, allerdings bleibt von dessen Karosserie nicht viel übrig. Marc Philipp Gemballas Unternehmen ersetzt sie durch eine neu entwickelte Außenhaut aus Kohlefaser. Auch beim Motor geht man eigene Wege: Der serienmäßige Antrieb mit 711 PS wird durch einen  Biturbo-Boxer von Ruf ersetzt.

Der Sechszylinder leistet 819 PS und entwickelt 930 Nm maximales Drehmoment. Wem das noch nicht reicht, der kann optional ein Motor-Upgrade bestellen, mit dem die Leistung auf mehr als 900 PS steigt.

Für die Fahrwerksabstimmung kommt eine neue Doppelquerlenker-Konstruktion zum Einsatz. Dazu gehören KW-Dämpfer, die aktiv auf Veränderungen der Fahrbahn reagieren können.

Im Innenraum setzt sich die eigenständige Interpretation des Porsche-Themas fort. Auffällig ist der Schalthebel, der sich optisch an dem des Porsche Carrera GT orientiert. Bei der Ausstattung können Kunden zwischen verschiedenen Interieur-Paketen wählen, darunter Kombinationen aus Leder, Alcantara und Carbon.

Vom Marsien GT sollen lediglich 30 Exemplare entstehen. Die Preise starten bei 770.000 Euro, wobei der dafür benötigte 911 Turbo S noch nicht enthalten ist. Dieser kostet aktuell ab 271.000 Euro.

Marc Philip Gemballa Marsien GT

Marc Philip Gemballa Marsien GT

Bild von: Marc Philipp Gemballa

Die Produktionszahl von 30 Fahrzeugen hat eine besondere Bedeutung: Sie soll an den 70. Geburtstag erinnern, den Uwe Gemballa in diesem Jahr gefeiert hätte. Zusammen mit den 40 bereits gebauten Marsien ergeben sich damit insgesamt 70 Fahrzeuge aus dem Programm seines Sohnes.

Wichtig ist allerdings die Abgrenzung zur ursprünglichen Gemballa-Firma. Marc Philipp Gemballas Unternehmen ist rechtlich unabhängig vom ehemaligen Tuningbetrieb seines Vaters, der unter anderem für spektakuläre Umbauten des Porsche 911 Turbo und BMW 635CSi bekannt wurde.

Seine Weltpremiere feiert der Marsien GT noch in dieser Woche beim Pebble Beach Concours d'Elegance im Rahmen der Monterey Car Week in den USA.