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Für eine persönlichere Erfahrung

VW California: Aufblas-Küche und neuer ID. California

Aufblasbare Küche, flexibles Bett und ein Elektro-Ausblick

VW California Beach Stuff Bubble und VW ID.California Teaser
Bild von: Volkswagen Nutzfahrzeuge

Eine Campingküche zum Aufblasen klingt erst einmal nach einer Lösung, die man eher neben einem Zelt als in einem VW California erwarten würde. Genau das zeigt Volkswagen Nutzfahrzeuge jetzt aber im California Beach. Zusammen mit Stuff Bubble wurden Küche und Bett speziell an den Bulli angepasst. Und auf den Bildern funktioniert das erstaunlich gut.

Der Zeitpunkt passt. Erst kürzlich hat VW dem California und Multivan ein Facelift verpasst, jetzt geht es an die Campingausstattung. Allerdings ohne zusätzliche Schränke, Scharniere und schwere Möbelplatten. Stattdessen setzt Stuff Bubble auf textile Module, die mit Luft ihre Form bekommen und nach dem Urlaub wieder aus dem Auto verschwinden können.

Bildergalerie: VW California Beach (2026) mit Ausbau von Stuff Bubble

Ganz neu ist die Idee allerdings nicht. Stuff Bubble zeigte seine aufblasbare Campingküche bereits auf der CMT. Luftkammern in den Ecken geben der textilen Konstruktion ihre Stabilität. Das damalige Küchenmodul wog nur acht Kilogramm und ließ sich nach Gebrauch auf rund zwölf Zentimeter Höhe zusammenpacken. Neu ist jetzt vor allem die Zusammenarbeit mit Volkswagen Nutzfahrzeuge.

Für den California Beach wurde das System entsprechend angepasst. Küche und Bett sollen auf dem Caravan Salon Düsseldorf vom 28. August bis 6. September 2026 erstmals gemeinsam mit VW präsentiert werden. Dabei bleibt es vorerst bei einem Konzept. VW und Stuff Bubble wollen auf der Messe zunächst Kundenfeedback sammeln und dieses in die weitere Entwicklung einfließen lassen.

Bilder von: Volkswagen Nutzfahrzeuge
Bilder von: Volkswagen Nutzfahrzeuge

Das Prinzip erinnert ein wenig an Campingboxen wie das Squiq Campingkit für den Dacia Bigster. Statt ein Fahrzeug dauerhaft zum Camper umzubauen, kommt die Campingausstattung nur dann hinein, wenn sie wirklich gebraucht wird. Bei Stuff Bubble fällt das Gepäck allerdings deutlich weicher und vor allem leichter aus.

Bestes Beispiel ist die Küche. Sie misst in der neuen California-Ausführung rund 120 x 44 x 47,5 Zentimeter und wiegt weniger als zehn Kilogramm. Integriert sind ein Spülbecken sowie Frisch- und Abwassertank für einen geschlossenen Wasserkreislauf. Das Modul lässt sich teilen und sowohl im Fahrzeug als auch draußen verwenden, oder im Heck, an der Schiebetür oder komplett außerhalb des California. Dazu kommen kleinere Staufächer für Flaschen und Campingkram.

Bilder von: Volkswagen Nutzfahrzeuge
Bilder von: Volkswagen Nutzfahrzeuge

Ähnlich funktioniert das Bett. Aufgepumpt entsteht eine rund 2,00 x 1,34 Meter große Liegefläche mit mehrlagiger und atmungsaktiver Konstruktion. Als Doppelbett wiegt das System zwölf Kilogramm, als Einzelbett nur sechs. Letzteres lässt die andere Fahrzeugseite frei, sodass im Innenraum weiterhin Platz zum Kochen, Wohnen oder Verstauen von Gepäck bleibt.

Zusammen mit dem Bett im Aufstelldach bietet der California Beach damit bis zu vier Schlafplätze. Gleichzeitig bleibt der Van mit der Campingausstattung als Sechssitzer nutzbar. Küche und Bett funktionieren unabhängig voneinander und können unterschiedlich angeordnet werden. Wer allein unterwegs ist oder nur draußen kochen möchte, muss also nicht zwangsläufig das komplette System aufbauen.

Bild von: Volkswagen Nutzfahrzeuge

Genau darin liegt der eigentliche Reiz. Ein klassischer Camper-Ausbau wie beim Rhön Camp New Ultimate versucht, jeden verfügbaren Zentimeter mit festen Möbeln möglichst sinnvoll auszunutzen. Stuff Bubble geht praktisch den umgekehrten Weg: Im Urlaub Küche und Bett hinein, danach alles wieder raus. Das komplette System lässt sich laut VW in drei Taschen verstauen.

Das spart Platz und dauerhaft mitgefahrenes Gewicht. Wie gut sich die Luftkonstruktion nach mehreren Urlauben zwischen Sand, nassen Schuhen, Kochtöpfen und spielenden Kindern schlägt, muss sie allerdings erst beweisen. Gerade Haltbarkeit, Reinigung und Reparaturen dürften bei einem textilen Küchenblock mindestens genauso interessant sein wie ein möglichst kleines Packmaß. Preis und möglicher Marktstart sind ebenfalls noch offen.

VW ID. California Cruise (2028) Skizze

VW ID. California Cruise (2028)

Bild von: Volkswagen Nutzfahrzeuge

Ganz nebenbei kündigt VW für den Caravan Salon noch einen zweiten California an, zu dem bislang allerdings kaum etwas bekannt ist. Der ID. California Cruise basiert auf dem ID. Buzz und soll den Auftakt für eine neue Familie elektrischer Campervans bilden, die schrittweise bis 2028 folgen soll. Bilder, technische Daten oder Details zum Ausbau gibt es derzeit noch nicht.

Damit bleibt vorerst mehr Raum für Spekulationen als für eine echte Einordnung. Dass sich bei kompakten Campern derzeit einiges tut, zeigen allerdings Modelle wie der Ventje T7 auf Basis des elektrischen VW Transporters oder der Kia PV5 Lightcamp von VanTrack.