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Kein Van, trotzdem Camper: Dacia Bigster mit squiq-Box
160-kg-Heckauszug und modulare Küche für das Dacia-SUV

Bild von: SQUIQ
Fabian Grass 
Von: Fabian Grass
17. Feb. um 18:28 Uhr
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Der Dacia Bigster sorgt für viel Platz, ohne gleich in Transporter-Dimensionen abzugleiten. 667 Liter Kofferraum, eine ordentliche Bodenfreiheit und normale Außenmaße – also genau das, was man im Alltag wirklich braucht. Jetzt kommt eine neue Rolle hinzu: Camping. Kein klassischer Ausbau, keine feste Möbelzeile, sondern ein modulares System für den Laderaum.
Nach dem ARB-Overland-Konzept mit Dachzelt und Offroad-Anspruch folgt damit eine deutlich pragmatischere Lösung. Die Campingbox von squiq verwandelt den Bigster nicht in ein rollendes Tiny House, sondern erweitert ihn funktional. Rückrüstbar, technisch sauber durchdacht – und unter der Woche bleibt er einfach ein Alltagsauto.
Bildergalerie: Dacia Bigster mit squiq Campingbox

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Quelle: SQUIQ
Basis ist der Traveler-Kofferraumauszug in der regular-Version. Im Bigster nutzt squiq damit die größere der klassischen SUV-Varianten. Geschlossen misst das System rund 920 Millimeter in der Breite, 880 Millimeter in der Tiefe und 615 Millimeter in der Höhe. Damit füllt es den 667-Liter-Laderaum des C-SUV nahezu vollständig, ohne darüber hinauszuwachsen.
Der doppelte Schwerlastauszug ist kugelgelagert, gedämpft und verriegelt automatisch in eingefahrener wie ausgefahrener Position. Die erste Auszugsstufe trägt bis zu 160 Kilogramm, die zweite bis zu 60 Kilogramm. Auch voll beladene Küchenmodule samt Kühlbox bleiben damit stabil geführt. (Auf den Bildern teils durch einen VW Golf VII Variant demonstriert ...)



Bilder von: SQUIQ
Bilder von: SQUIQ
Im komplett ausgezogenen Zustand wächst die Arbeitsfläche deutlich über das Fahrzeugheck hinaus. Der Auszug bringt es geöffnet auf bis zu rund 2,6 Meter Gesamtlänge. Das Eigengewicht des regular-Systems liegt bei etwa 48 Kilogramm, die einzelnen Campingboxen wiegen rund 12 Kilogramm. Befestigt wird das System über die vorhandenen Zurrösen im Kofferraum – mit Spanngurten, ohne Bohren.
Die Boxen: modulare Heckküche
Auf dem Auszug sitzen zwei modulare Campingboxen aus wasserfest verleimtem Birkensperrholz mit CPL‑Besichtung. Das Material ist speziell für Feuchtigkeit und Outdoor‑Einsatz konzipiert und kommt ganz ohne Werkzeug an den Auszug. Pneumatisch unterstützte Klappen öffnen sich leicht und dienen gleichzeitig als Arbeitsfläche.

Bilder von: SQUIQ

Bilder von: SQUIQ
Die Klappen tragen bis zu 20 kg, Aussparungen für Schüsseln und Gläser verhindern, dass Geschirr verrutscht, und Magnetleisten halten Besteck an Ort und Stelle. Zusätzliche Befestigungspunkte für Spanngurte oder Gummiseile sorgen dafür, dass auch lose Ausrüstung sicher bleibt. So entsteht eine funktionale Heckküche, die im Außenbereich arbeitet – ohne das Fahrzeug dauerhaft zu verändern.
Die Auszüge lassen sich bis zu 1,7 m aus dem Fahrzeug herausziehen und schaffen so eine großzügige Arbeits- oder Tischfläche am Heck. Der Bigster verliert seinen Kofferraum nicht vollständig, sondern bekommt eine klar strukturierte zweite Ebene dazu. In Kombination mit umgeklappter Rückbank lässt sich das System um eine Liegefläche ergänzen.



Bilder von: SQUIQ
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Der Einbau bleibt überschaubar: Der Auszug wird in den Laderaum gehoben und mit Spanngurten fixiert, dann werden die Boxen aufgesetzt. Das gesamte System lässt sich bei Bedarf wieder entfernen, ohne sichtbare Spuren zu hinterlassen.
Im Alltag funktioniert der Auszug auch als Hecktisch oder Ablagefläche. Die Module lassen sich abnehmen und einzeln nutzen – so bleibt der SUV flexibel, egal ob für den Wocheneinkauf, den Wochenendausflug oder das Wochenende am See.
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Das gesamte squiq-System
Die Bigster‑Lösung ist Teil eines größeren Baukastens. Inzwischen umfasst das Programm fünf Camping‑Systeme. Neben regular, compact und max ergänzen ab April 2026 zwei weitere Varianten das Portfolio: mini und maxi.
Der Traveler compact ist für SUVs und kleine Kombis wie Ford Kuga, VW Tiguan, Audi A5 Avant oder Mercedes C-Klasse gedacht und wiegt rund 48 Kilogramm. Die Campingboxen kommen auf etwa 11 Kilogramm pro Einheit. Preislich startet der Traveler compact ab etwa 1.980 Euro, je nach Ausstattung und Konfiguration.



Bilder von: SQUIQ
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Der Traveler regular richtet sich an größere SUVs und Kombis wie Skoda Kodiaq, VW Passat oder eben den Dacia Bigster. Er bringt rund 54 Kilogramm auf die Waage, die Campingboxen etwa 12 Kilogramm – und das Ganze liegt preislich ab circa 2.060 Euro.
Der Traveler max ist für Hochdachkombis und Vans wie VW Multivan, Ford Tourneo oder Renault Kangoo vorgesehen. Hier liegt das Gewicht bei rund 60 Kilogramm, die Campingboxen bei etwa 16 Kilogramm. Die Max‑Variante startet ab etwa 2.200 Euro.



Bilder von: SQUIQ
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Die neue mini‑Version soll besonders kompakte Fahrzeuge bedienen, während maxi oberhalb des bisherigen max‑Systems angesiedelt ist und noch mehr Breite sowie Stauraum bietet. Allen Systemen gemeinsam ist das Baukastenprinzip: ein stabiler Auszug als Basis, modulare Boxen darüber und die vollständige Rückrüstbarkeit bei Bedarf.
Damit spielt die Lösung in einer anderen Liga als klassische Camper. Ein Urban Camper wie der Mercedes Marco Polo bringt einen festen Ausbau mit, Pick-up-Lösungen mit Absetzkabinen wie beim KGM Musso setzen auf komplett eigenständige Wohnmodule. Der Bigster mit squiq-Box bleibt dagegen bewusst kompakt. Keine Möbelzeile, kein integriertes Bad, kein Dachaufbau.
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Dafür entsteht in Kombination mit einem Dachzelt ein stimmiges, technisch nachvollziehbares Camping-Setup. Küche und Stauraum kommen aus dem Heck, geschlafen wird oben – und unter der Woche bleibt der Bigster einfach ein SUV.
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