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Für eine persönlichere Erfahrung

VW California und Multivan (2026): Bulli-Facelift mit neuem Cockpit

Neue Front, größeres 12,9-Zoll-Display und mehr Assistenzsysteme für die Bulli-Familie

VW Multivan (2026) und VW California (2026)
Bild von: Motor1.com

Der Multivan und der California bekommen kein großes Drama verpasst, sondern eine gründliche Auffrischung. Volkswagen schärft Front, Cockpit und Assistenzsysteme nach und zeigt damit einmal mehr, wie Modellpflege beim Bulli funktioniert: lieber gezielt verbessern als alles neu erfinden.

Die Änderungen fallen dabei unterschiedlich groß aus. Außen gibt es eine neue Frontpartie mit markanteren LED-Scheinwerfern, innen dagegen einen deutlich größeren Sprung. Das neue 12,9-Zoll-Infotainment, das überarbeitete Digital Cockpit und die neue Bedienlogik schlagen eine Brücke zwischen ID. Buzz und Caddy. Der Bulli bleibt zwar Bulli, fühlt sich im Cockpit aber stärker als bisher wie Teil der aktuellen Nutzfahrzeug-Familie an.

Bildergalerie: VW Multivan (2026) und VW California (2026)

Multivan

Beim Multivan bleibt der Grundcharakter erhalten: viel Platz, variable Sitzkonfigurationen und ein hoher Alltagsnutzen. Trotzdem wirkt die überarbeitete Front wie mehr als nur ein kosmetischer Eingriff. Größere LED-Scheinwerfer, ein markanteres Tagfahrlicht und eine neue Querspange zwischen den Leuchten lassen den Bulli moderner wirken. Dazu kommen neue Farben, neue Felgendesigns und erstmals eine Mattlackierung.

Im Innenraum fällt sofort das neue Cockpit ins Auge. Das neue 12,9-Zoll-Display sitzt freistehend auf der Armaturentafel. Auch die Bedienung wurde überarbeitet. Das DSG wird künftig über einen Lenkstockhebel gesteuert, während beleuchtete Touchslider die Bedienung von Klima und Audio übernehmen.

VW Multivan (2026)
Bilder von: Volkswagen Nutzfahrzeuge
VW Multivan (2026)
Bilder von: Volkswagen Nutzfahrzeuge

Praktischer wird der Multivan ebenfalls. Die induktive Ladeschale lädt Smartphones nun mit bis zu 25 Watt, die USB-C-Anschlüsse liefern bis zu 60 Watt. Neu sind außerdem zusätzliche Anschlussmöglichkeiten im Fond und eine überarbeitete Ambientebeleuchtung.

Auch die Assistenzsysteme erhalten ein Update. Der Travel Assist erkennt künftig Ampeln und unterstützt auf Autobahnen erstmals beim assistierten Spurwechsel. Der Emergency Assist bleibt ebenfalls an Bord und kann das Fahrzeug im Notfall kontrolliert zum Stillstand bringen.

VW Multivan (2026)
Bild von: Volkswagen Nutzfahrzeuge

Unter der Haube bleibt die bekannte Auswahl erhalten. Neben dem 150 PS starken TDI und dem 204 PS starken TSI steht weiterhin der eHybrid 4Motion mit 245 PS Systemleistung zur Verfügung. Preislich startet der überarbeitete Multivan Trend bei 57.465 Euro.

California

Auch der California erhält die neue Frontpartie, das größere Cockpit und die aktualisierten Assistenzsysteme. Gleichzeitig bleibt Volkswagen seiner Linie treu und verändert das Grundkonzept nicht. Beach, Coast und Ocean bleiben im Programm, neu hinzu kommt das Sondermodell Generation mit exklusiver Zweifarblackierung und erweiterter Ausstattung.

VW California (2026)
Bilder von: Volkswagen Nutzfahrzeuge
VW California (2026)
Bilder von: Volkswagen Nutzfahrzeuge

Für Camper besonders interessant ist die elektrische Standklimatisierung des California eHybrid 4Motion. Sie kann künftig bis zu acht Stunden am Stück laufen und beim Campen, Parken oder Laden heizen, kühlen oder lüften. Der California Ocean behält zusätzlich seine klassische Standheizung, was auf kühlen Stellplätzen vermutlich mehr Freude bereitet als jede neue Lichtsignatur.

Auch beim California profitieren Fahrer von der modernisierten Bedienung. Das neue Infotainment, die leistungsfähigeren USB-C-Anschlüsse und die verbesserte Smartphone-Ladeschale gehören künftig ebenso zum Paket wie die überarbeitete Cockpit-Landschaft.

VW Multivan (2026) und VW California (2026)
Bild von: Motor1.com

Preislich startet der California Beach bei 66.087 Euro. Damit bleibt der Wolfsburger Camper zwar kein Schnäppchen, bewegt sich aber weiterhin in einem Umfeld, in dem auch Modelle wie der Mercedes Marco Polo oder der Ford Transit Nugget um die gleiche Kundschaft werben.

Eine Revolution ist das Facelift nicht. Muss es beim Bulli aber vielleicht auch gar nicht sein. Volkswagen arbeitet vor allem an den Punkten nach, die Fahrer und Camper jeden Tag sehen und benutzen: Cockpit, Bedienung, Licht und Assistenzsysteme. Ähnlich behutsam fiel zuletzt bereits die Modellpflege des Grand California aus.

Wer im Camper-Segment gerade genauer hinschaut, findet außerdem interessante Alternativen beim Ventje VW T7 Camper, beim Antilope Van Flex 5 und beim Rhön Camp New Ultimate.