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GWM Ora 5 vs. VW T-Roc: China-Neuling gegen Kompakt-Platzhirsch

Der Chinese fordert eines der meistverkauften Autos in Europa heraus– was bietet der Neuling im Vergleich mit dem Dauerbrenner?

GWM Ora 5 vs. Volkswagen T-Roc, Vergleich zwischen individuellen Crossovern
Bild von: Motor1 Italy

Das Segment der kompakten SUVs gehört zu den umkämpftesten im Markt. Dennoch erscheinen gefühlt monatliche neue Modelle, die den Kampf aufnehmen wollen. Zu den jüngsten Vertretern zählt der GWM Ora 5 aus China, der mit seinem typischen Chihuahua-Blick, Ausstattung und einer breiten Antriebs-Palette aus Benzin-, Vollhybrid- und Elektroantrieben punkten will.

Der GWM Ora 5 muss sich gerade hierzulande natürlich den "Platzhirschen" des Segments stellen. Allen voran dem VW T-Roc. Der ist zudem eines der meistverkauften SUVs in Europa. Erst kürzlich wurde er mit einer neuen Generation gesegnet, die einige vorherige Kritikpunkte ausbügelt. 

Karosserie/Design

Bei den Abmessungen ist der GWM Ora 5 etwas größer. Er misst 4,47 Meter in der Länge, 1,83 Meter in der Breite, 1,64 Meter in der Höhe und bietet einen Radstand von 2,72 Metern. Der VW T-Roc kommt dagegen auf 4,37 Meter Länge, 1,83 Meter in der Breite und  flacheren 1,57 Meter in der Höhe bei einem knackigeren Radstand von 2,63 Metern.

GWM Ora 5, der Straßentest von Motor1.com

GWM Ora 5

Foto: GWM
Volkswagen T-Roc (2025)

Volkswagen T-Roc

Foto: Volkswagen

Auch die Formensprache zeigt zwei unterschiedliche Ansätze. Der Ora 5 folgt der Philosophie "Full-Surface Fluid Sculpture" mit weichen Flächen, gerundeten Linien und insgesamt sehr fließenden Formen. Die Front fällt durch die groß aufgerissenen LED-Scheinwerfer auf, während die Seitenansicht sauber und ohne ausgeprägte Sicken gehalten ist. Am Heck sticht die im Heckfenster integrierte Lichtsignatur hervor.

Der neue T-Roc orientiert sich dagegen an der bereits vom Tiguan bekannten Designentwicklung. Die Front wird von einem Lichtband geprägt, das die Leuchteinheiten verbindet; optional sind diese auch mit Matrix-LED-Technik erhältlich. Der Kühlergrill variiert je nach Ausstattungslinie. In der Seitenansicht bleibt die charakteristische C-Säule in Kontrastfarbe erhalten. Die Räder sind in Größen bis zu 20 Zoll erhältlich. Am Heck verbindet ein OLED-Leuchtband die Rückleuchten.

Modell Länge Breite Höhe Radstand
GWM Ora 5 4,47 Meter

 

1,83 Meter 1,64 Meter 2,72 Meter
Jeep Avenger  4,37 Meter 1,83 Meter 1,57 Meter 2,63 Meter

Innenraum

Im Innenraum des Ora 5 steht die Technik im Mittelpunkt. Das Cockpit wird von zwei nebeneinander angeordneten Displays dominiert: einem 10,25-Zoll-Kombiinstrument und einem 14,6-Zoll-Infotainment, das über das Betriebssystem Coffee OS gesteuert wird. Hinzu kommen Software-Updates, umfassende Konnektivität und induktives Laden mit bis zu 50 Watt.

GWM Ora 5, der Straßentest von Motor1.com

GWM Ora 5, der Innenraum

Foto: GWM
Volkswagen T-Roc 2026 - Straßentest

Volkswagen T-Roc, das Armaturenbrett

Foto: Volkswagen

Der Innenraum kommt mit Kunstlederbezügen, Aufpolsterungen und einer Ambientebeleuchtung mit 64 einstellbaren Farben. In den höherwertigen Versionen gibt es elektrisch verstellbare, belüftete und beheizbare Sitze sowie ein Audiosystem mit neun Lautsprechern. Der Hersteller nennt zudem 33 Ablagefächer im Innenraum. Das Kofferraumvolumen liegt allerdings leicht unter dem Segmentdurchschnitt und beträgt in der Hybridversion mindestens 390 Liter.

Der T-Roc setzt dagegen auf ein traditionelleres, aber sehr sorgfältig gestaltetes Ambiente. Im Zentrum des Armaturenträgers sitzt ein 12,9-Zoll-Infotainment, ergänzt durch ein 10-Zoll-Kombiinstrument. Neu ist zudem ein Head-up-Display, das Informationen auf die Windschutzscheibe projiziert. Am Lenkrad finden wir endlich wieder physische Tasten – eine von vielen Fahrern begrüßte Entscheidung.

GWM Ora 5, der Straßentest von Motor1.com

GWM Ora 5, der Kofferraum

Foto: GWM
Volkswagen T-Roc 2026 - Straßentest

Volkswagen T-Roc, der Kofferraum

Foto: Volkswagen

Die Qualität macht einen guten Eindruck: Aufpolsterungen in den Sichtbereichen und optionale Premium-Details – darunter Massagesitze, Panoramadach und ein Harman-Kardon-Soundsystem – unterstreichen den Anspruch.

Bei der Alltagstauglichkeit überzeugt der T-Roc mit einem 465 Liter großen Kofferraum, der über dem Segmentdurchschnitt liegt, während der längere Radstand ordentliche Platzverhältnisse für vier Erwachsene ermöglicht.

Modell Kombiinstrument Infotainment Kofferraum
GWM Ora 5 10,25 Zoll 14,6 Zoll

390 - 1.088 Liter (Full-Hybrid)

422 - 1.120 Liter (Benzin/Elektro)

Volkswagen T-Roc 10 Zoll 12,9 Zoll 475 - 1.350 Liter

Motoren

Beim Ora 5 arbeitet in der Einstiegsvariante ein 1,5-Liter-Turbobenziner mit 118 kW und 270 Nm, kombiniert mit einem 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe.

Die Vollhybrid-Version nutzt denselben Motor zusammen mit einem Elektromotor, der von einer 1,09-kWh-Batterie gespeist wird. Die Systemleistung liegt bei 164 kW und 476 Nm. 

Außerdem ist eine Elektroversion mit Frontmotor und 150 kW erhältlich, gespeist von einer 58,3-kWh-Batterie, die bis zu 435 Kilometer Reichweite nach WLTP ermöglichen soll.

GWM Ora 5, der Straßentest von Motor1.com

GWM Ora 5

Foto: GWM
Volkswagen T-Roc 2026 - Straßentest

Volkswagen T-Roc

Foto: Volkswagen

Der VW T-Roc verfolgt dagegen eine vollständig elektrifizierte Strategie. Angeboten werden 1,5-Liter-Mildhybrid-Versionen mit 85 und 110 kW, beide in Verbindung mit einem 7-Gang-DSG. Ausschließlich für die Ausstattungslinie R-Line steht zudem ein 2,0-Liter-Mildhybrid mit 150 kW und 4Motion-Allradantrieb zur Verfügung.

Kürzlich wurde außerdem ein Vollhybrid-Antrieb eingeführt, der von den Wolfsburgern intern entwickelt wurde. Das System kombiniert einen 1.5 TSI evo2, zwei Elektromotoren und eine Lithium-Ionen-Batterie mit 1,6 kWh zu einer Gesamtleistung von 125 kW.

Modell Benziner Mild-Hybrid-Benziner Vollhybrid-Benziner Elektro
GWM Ora 5 1,5-Liter, 160 PS  n.V. 1,5-Liter, 223 PS 58,3 kWh, 204 PS
Volkswagen T-Roc n.V.

1,5-Liter, 115 PS

1,5-Liter, 150 PS

2,0-Liter, 204 PS

1,5-Liter, 170 PS n.V.

Preise

Der GWM Ora 5 startet als Benziner bei 26.990 Euro. Der Vollhybrid kostet ab 28.990 Euro in der Basis, die besser ausgestattete Luxury-Version geht bei 31.490 Euro los. Für die Elektroversion hat GWM derweil noch keine Preise kommuniziert.

Für den neuen VW T-Roc sind mindestens 30.995 Euro für den 85-kW-Mildhybrid fällig. Der Vollhybrid ist seit ein paar Tagen in der Ausstattung Style ab ab 44.470 Euro zu haben.