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Porsche verschärft Sparkurs: Weitere 5.000 Jobs auf der Kippe

Damit würde sich die Gesamtzahl auf rund 9.000 Entlassungen erhöhen – auch Gehaltskürzungen sind im Gespräch

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Bild von: Porsche

Zu sagen, Porsche stecke in Schwierigkeiten, wäre noch stark untertrieben. Der Rückgang von dem Rekordwert von 320.221 Auslieferungen im Jahr 2023 auf 279.449 Fahrzeuge im vergangenen Jahr verdeutlicht den Ernst der Lage. Wir sind zwar kein Propheten, doch 2026 dürfte sogar noch schwieriger werden, nachdem die Nachfrage in den ersten sechs Monaten des Jahres um 15 Prozent gesunken ist. Wahrscheinlicher ist, dass es erst einmal noch weiter Bergab geht, bevor wieder Besserung in Sicht ist.

Der Macan mit Verbrennungsmotor läuft in diesem Monat aus und hinterlässt eine große Lücke im Modellprogramm. Sein direkter Nachfolger wird frühestens 2028 bereitstehen. An anderer Stelle hat Porsche die Produktion der 718-Modelle bereits im vergangenen Oktober eingestellt; Boxster und Cayman kehren frühestens 2027 zurück. Die kleinen Sportwagen sollen dann mit Elektroantrieb zurückkommen, parallel dazu sind wiederbelebte Versionen mit Verbrennungsmotor geplant – und gerade Letztere können kaum früh genug kommen.

In der Zwischenzeit versucht Porsche, den Gürtel enger zu schnallen, um die Bilanz zu verbessern, bevor eine Welle neuer Modelle die Entwicklung möglicherweise wieder dreht. Zusätzlich zu den bereits angekündigten 3.900 Stellenstreichungen, die noch unter der Führung von Oliver Blume beschlossen wurden, sind in den kommenden Jahren wohl weitere Einschnitte zu erwarten. Die Kollegen der Automobilwoche berichten unter Berufung auf Quellen aus dem Umfeld von Zuffenhausen, dass Vorstandschef Michael Leiters dem Aufsichtsrat Anfang dieser Woche seine künftige Strategie vorgestellt und dabei rund 5.000 zusätzliche Stellenstreichungen vorgeschlagen habe.

Foto von: Porsche

Damit würde die Gesamtzahl auf rund 9.000 gestrichene Stellen steigen. Zum Vergleich: Die Belegschaft von Porsche ist bereits von 42.615 Beschäftigten im Jahr 2024 auf 41.780 im vergangenen Jahr gesunken. Neben weiteren Stellenstreichungen sind offenbar auch Gehaltskürzungen möglich. Im Gegenzug soll die verbleibende Belegschaft eine Beschäftigungsgarantie bis 2035 erhalten, sodass betriebsbedingte Kündigungen bis Mitte des nächsten Jahrzehnts ausgeschlossen wären.

Die tieferen Einschnitte dürften vor allem den Bereich F&E betreffen, da Michael Leiters die Komplexität reduzieren will. Porsche hat bereits eine engere Zusammenarbeit mit Audi angekündigt, um die Entwicklung neuer Modelle zu beschleunigen und Kosten zu verteilen, wodurch im Bereich Forschung und Entwicklung weniger Personal benötigt wird.

Dennoch plant das Unternehmen weiterhin, seine Modellpalette über die Rückkehr des 718 und des weiter oben erwähnten neuen Crossovers mit Verbrennungsmotor hinaus auszubauen. Ein SUV mit drei Sitzreihen befindet sich weiterhin in Entwicklung und soll oberhalb des Cayenne positioniert werden, während ein neuer Hypercar als Nachfolger des 918 Spyder weiterhin geprüft wird.

Die zusätzlichen Stellenstreichungen bei Porsche kämen zu einem Zeitpunkt, zu dem der Mutterkonzern Volkswagen Group laut einem internen Memo, das Reuters vorliegt, seine geplanten Kürzungen Berichten zufolge auf rund 100.000 Stellen verdoppeln will.