Stadt-Elektriker

Im Segment der Elektroautos geht es derzeit zu wie früher beim Autoquartett: Wer bietet mehr Reichweite? 400 Kilometer ruft Opel für den Ampera-e auf, gar 500 soll der Jaguar I-Pace ab 2018 schaffen. Angesichts solcher Zahlen steht der neue Smart Fortwo Electric Drive (kurz ed) auf den ersten Blick im Abseits: Lediglich 160 Kilometer sind nicht wirklich der Super-Trumpf. Ob der Elektro-Smart trotzdem überzeugen kann, klärt unser Test.

Begrenzter Platz für Strom
Eines sollte nicht vergessen werden: Der alte Fortwo Electric Drive war Elektroauto-Marktführer in Deutschland. Inzwischen ist die Konkurrenz größer geworden, weshalb Smart das Strom-Portfolio um den Forfour erweitert. Trotz längerer Abmessungen ist aber auch hier der gleiche Akku wie im Fortwo verbaut: 17,6 Kilowattstunden sind ein Plus von 1,5 Kilowattstunden gegenüber dem Vorgänger. Die Lithium-Ionen-Batterie mit 96 Flachzellen von LG wiegt ,nur" noch 160 Kilogramm und befindet sich im Unterboden des Fahrzeugs. Angesichts der winzigen Länge von 2,70 Meter beim Fortwo geben die Ingenieure offen zu, dass schlicht kein Platz für größere Akkus da ist. Positiv: Smart garantiert den maximalen Energiegehalt der Batterie über acht Jahre oder 100.000 Kilometer, ein möglicher Wechsel wäre gratis. Außerdem wird für den Stromspeicher keine zusätzliche Miete verlangt.

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Den kleinen ,Tankinhalt" kann man durchaus auch zugunsten des Smart Fortwo ed ins Feld führen. Etwa bei der Ladedauer von null auf 80 Prozent: An...